1,2,3 und fehlerfrei – Die Ursache von Matheproblemen und was wir dagegen tun können

Unsicherheit an der Tafel | © panthermedia.net / tomwang Unsicherheit an der Tafel | © panthermedia.net / tomwang

Wenn unsere Kleinen mit Tränen in den Augen nach Hause kommen, dann ist es mal wieder so weit: Mathe in den letzen beiden Stunden und die Klassenarbeit gab es auch noch zurück. Schon wieder eine 5! „Dabei hatten wir doch so lange gelernt.“ Für viele Kinder und ihre Eltern ist das alltägliche Realität.

Die Ursache von Problemen in Mathe

Was hilft, wenn sonst nichts hilft? Es wird wochenlang gelernt, vor der Mathearbeit gezittert und trotzdem sitzen sie mit leerem Kopf vor dem karierten Heft und alle Gedanken sind „wie weggeblasen“. Eine Umfrage unter großen Unternehmen ergab, dass fast 50 % der Unternehmen unzufrieden mit dem fehlenden mathematischen Know-How von Schulabgängern sind. Aber woher kommt eigentliche diese Matheschwäche bei manchen Kindern und wie können wir als Eltern unsere Kinder dabei unterstützen?

Die Grundregel, wenn eure Kinder Probleme in Mathe haben: Auf keinen Fall unter Druck setzen! Auch wenn sie schon die dritte 5 in diesem Halbjahr mit nach Hause gebracht haben: Fernsehverbot oder Stubenarrest wird da keine Abhilfe schaffen. Das Kind wird sich auch ohne elterliche Bestrafung selbst genug unter Druck setzen. Darunter leidet seine Stimmung und Wohlbefinden. Es gibt ja schließlich sein Bestes und sollte dafür nicht bestraft werden.

Ist der Lehrer das Problem?

Mathelehrer verantwortlich für schlechte Noten? | © panthermedia.net / Spaces

Mathelehrer verantwortlich für schlechte Noten? | © panthermedia.net / Spaces

Eine wichtige Person in der mathematischen Erziehung eines Kindes ist der Mathelehrer und da liegt meistens auch schon das Problem. Natürlich ist Mathe ein eher trockenes und wissenschaftliches Fach, trotzdem darf dem Lehrer eine gewissen pädagogische Ader nicht fehlen. Denn was bringt es den Kindern, wenn er die Bruchrechnung nicht altersgerecht erklärt und auf wiederholte Nachfragen nicht ausreichend eingeht? Sollte das der Fall sein, kann man leider nicht besonders viel machen, denn an den Lehrmethoden wird dieser Lehrer nichts ändern, nur weil ihr euch bei ihm beschwert, dass euer Kind in der Schule nicht mehr mitkommt. Ihr solltet stattdessen nach jeder Mathestunde den Stoff zusammen mit eurem Kind durchgehen und sicherstellen, dass es alles verstanden hat. Wer selber nicht so gut in Mathe war und wem der Stoff in höheren Klassen zu komplex wird, der kann das auch mit einer Nachhilfe regeln. Dazu aber später mehr.

Mehr zu der generellen Problematik mit den Mathelehrern und wer mit ihnen noch seine Probleme hat, findet ihr hier. Aber auch der beste Lehrer hat Schwierigkeiten mit einem Kind, wenn es eine generelle Matheschwäche hat. Manchen Kindern liegen die mathematisch-wissenschaftlichen Fächer eben mehr und manchen weniger. Kinder die in Mathe Schwierigkeiten haben, sind übrigens oftmals auch in Fächern wie Physik und Chemie nicht die besten.

Nachhilfe

Nachhilfe hilft | © panthermedia.net / lisafx

Nachhilfe hilft | © panthermedia.net / lisafx

Die erste Maßnahme der meisten Eltern, wenn ihre Kinder schlechte Mathematiknoten mit nach Hause bringen, ist oftmals die der Nachhilfe. Hierbei müsst ihr zusammen mit eurem Kind überlegen, bei wem es Nachhilfe nehmen soll.

Bei Mitschülern:

Die erste Möglichkeit wäre es, mathematikbegabte Mitschüler zu fragen, ob sie es einem noch einmal erklären können. Das fällt bei Freunden natürlich leichter, hier ist allerdings auch die Ablenkungsgefahr groß. Das Lernen mit Freunden ist nur sinnvoll, wenn nur ein kleiner Themenbereich nicht verstanden wurde, sonst nicht. Ein Kind ist schließlich kein Nachhilfelehrer.

Bei älteren Schülern:

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich vom Mathelehrer ältere Schüler empfehlen zu lassen, die er vielleicht selber im Unterricht hat und von denen er denkt, dass sie den Stoff gut vermitteln können. Die älteren Schüler geben meistens gerne Nachhilfe, um sich ein paar Euros dazu zu verdienen. Ein angemessener Preis wäre 5-10 Euro die Stunde.

Beim Lehrer:

Liegt es nicht am Lehrer, sondern nur daran, dass er in einer großen Klasse für den einzelnen Schüler keine Zeit hat, bieten manche Lehrer in Ausnahmefällen selber Nachhilfestunden an. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn eine gute Verbindung zum Lehrer besteht.

Beim Nachhilfeinstitut:

Für die großen Probleme geht ihr am besten zu einem Nachhilfeinstitut. Hier könnt ihr euch entweder für eine klassische Einrichtung entscheiden, in der zertifizierte Nachhilfelehrer Einzel- und Gruppenunterricht geben, oder für ein Online-Nachhilfe-Portal wie Lernattack. Hier bekommt das Kind nicht nur Original Klassenarbeiten und -prüfungen zur Übung, mit Lernvideos und interaktiven Übungen macht das Lernen gleich mehr Spaß.

Der Fall vom leeren Kopf

Nicht ein Kind mit Matheschwäche ist gleich. Manche verstehen schon beim Lernen nur Bahnhof, bei den anderen ist es deutlich komplizierter. Während sie beim Lernen alles wunderbar verstehen und die Eltern sich schon die größten Hoffnungen auf eine gute Noten machen, so sitzt das Kind gut vorbereitet in der Klassenarbeit und kann sich, sobald es das Heft aufschlägt an nichts mehr erinnern. Vor Aufregung passieren auch noch unnötige Flüchtigkeitsfehler. Das ist dann besonders frustrierend.

Solltet ihr etwas dagegen unternehmen wollen, so könnt ihr zu einem Kinesiologen gehen. Kinesiologie ist eine sehr effektive Methode Stress zu reduzieren und das volle Potenzial hervorzubringen. Außerdem soll es die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität verbessern. Viele dieser Kinesiologischen Übungen haben mit Selbstmotivationen zu tun und sich zu sagen: „Ich kann das!“. Das ist besonders wichtig für (durch viele schlechte Noten) demotivierte Kinder, die vor jeder Klassenarbeit Angst haben. Eine bekannte Übung ist das Denken bzw. Nachzeichnen einer liegenden Acht. Das verbindet (wissenschaftlich erwiesen) die beiden Gehirnhälften miteinander und lässt uns klarer denken. Mehr zum Thema Kinesiologie und wie man sie anwendet findet ihr hier.

Fazit

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Ein Kind, das schlechte Mathenoten mit nach Hause bringt, hat noch lange keine Matheschwäche. Es gibt inzwischen bei manchen Ärzten psychologische Test, mit denen sicher ermittelt werden kann, ob ein Kind eine Matheschwäche hat. Ist dem nicht so, muss es aber noch lange nicht gut in Mathe sein. Es gibt so viele Faktoren, die da eine Rolle spielen. Wenn es nicht der Lehrer ist, ist es vielleicht die Angst, die das Kind hemmt und es alles gelernte wieder vergessen lässt. Auch ein schlechtes Klassenklima kann zu einer Verschlechterung beitragen. Sprecht mit eurem Kind woran es liegt, sodass ihr dann gemeinsam dagegen vorgehen könnt.

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