Ab wann sollte ein Kind Fahrrad fahren können?

Radfahren lernen Radfahren lernen
Radfahren lernen

Radfahren lernen

Die grob- und feinmotorische Entwicklung von Kindern vollzieht sich in unterschiedlichen Phasen vom Zeitpunkt der Geburt bis zur vollständigen Ausbildung beim Jugendlichen.

Bei motorischen Anforderungen, die an das kleinere Kind gestellt werden, sollte jedoch niemals außer Acht gelassen werden, dass sich die gesamte Motorik des Kindes im engen Zusammenspiel mit der Gesamtheit der Sinneseindrücke, der Fähigkeit diese zu verarbeiten und nach Notwendigkeit in eigene Handlungen umzusetzen, vollzieht.

Dies spielt insbesondere eine Rolle, wenn es um Vielseitigkeitsanforderungen, wie sie zum Beispiel beim Fahrradfahren geht. Das Beherrschen eines Fahrrades erfordert weit mehr, als einfach die Pedale zu treten, das Gleichgewicht zu halten und geradeaus zu lenken. Dies sind erst die einfachsten Voraussetzungen.

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Radfahren erlernen
Der Umgang mit Stützrädern
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Es kommt hinzu, dass Augen und Gehör schnelle Umgebungsreize, Hindernisse, Signale und Gefahren wahrnehmen und das Kind diese Wahrnehmungen in kontrollierte Handlungen umsetzen kann. Was die motorischen Voraussetzungen und einfache Reaktionen anbelangt, können Kinder im Alter zwischen 3,5 Jahren und 4,5 Jahren das Lenken eines Fahrrades erlernen.

Milena lernt Fahrradfahren

Radfahren erlernen

Schon im frühen kleinkindlichen Alter können Kinder ein Laufrad bekommen. Das Laufrad fördert das Ausbilden des Gleichgewichts auf dem Rad, die richtige Körperhaltung und die Fähigkeit des Lenkens.

Da beim Laufrad das Kind jederzeit beide Füße aufsetzen kann, die Geschwindigkeit der Laufgeschwindigkeit nicht unähnlich ist, lässt sich mit dem Laufrad der Umgang mit dem Fahrrad sehr gut üben.

Das Kind lernt die Koordination von Augen, Armen und Händen, Gewichtsverlagerung und Beinbewegungen, die für das spätere Fahrradfahren unerlässlich ist. Ein weiteres gutes Lerngerät ist der Roller, mit dem schon weitaus höhere Geschwindigkeiten erreicht werden können. Im Vorschulalter von etwa vier Jahren können dann auch Fahrversuche auf einem kleinen Kinderrad unternommen werden. Die abschüssige Garagenausfahrt ist beispielsweise kein geeigneter Übungsplatz, solange das Kind noch nicht fähig ist schnell zu reagieren und zu bremsen. Gerade die Reaktionsfähigkeit wird oft überschätzt. Vorschulkinder können noch nicht ausreichend Entfernungen und Situationen im Voraus einschätzen und schnell genug einen Sinneseindruck in ein sicheres Fahrverhalten umsetzen.

Fahrrad fahren lernen – Radfahren lernen

Der Umgang mit Stützrädern

Kleinkinder können sich auf einem Dreirad sehr frühzeitig üben. Das ist ebenfalls ein gut geeignetes Training für Motorik und Koordination von Wahrnehmung und Lenkung. Stützräder bei Kinderrädern sind umstritten.

Nicht alle Stützräder erfüllen sämtliche erforderlichen Sicherheitsmerkmale. Liegen beide Stützräder auf dem Boden auf, so kann das Kind ebenso mit einem Dreirad fahren.

Werden sie so eingestellt, dass sie nur beim Kippen ein Umschlagen des Rades verhindern, vermitteln sie oft ein falsches Sicherheitsgefühl. Es muss dennoch nicht gänzlich von Stützrädern abgeraten werden. Sie sollten jedoch einerseits nicht verhindern, dass das Rad vom Kind selbst im Gleichgewicht gehalten werden muss, andererseits nicht zu lange verwendet werden. Auf keinen Fall sollte sich das Kind sich vollkommen daran gewöhnen und so eine falsche Körperhaltung (schräge Sitzhaltung) auf dem Rad einnehmen. Wenn ein Kind genügend Interesse am Radfahren zeigt, wird es dies mit einiger Unterstützung und ausreichend Nachahmung lernen. Wie auch andere Lernprozesse im kindlichen Alter sollte das Radfahrenlernen niemals durch Zwang und Vorhaltungen begleitet werden. Einschätzungen im Straßenverkehr bei wenig befahrenen Straßen sind erst im Schulalter nach dem siebten bis achten Lebensjahr möglich.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Frank Waßerführer

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