Abitur-Sonderregeln 2013

Abitur 2013 Abitur 2013
Abitur 2013

Abitur 2013

Die Diskussionen über die Sinnhaftigkeit der verkürzten Gymnasialzeit sind noch immer in vollem Gange.

Jedoch stehen auch schon die nächsten Abiturprüfungen mit den sogenannten „Doppelten Abiturjahrgängen“ ins Haus.

Nachdem im Jahr 2012 Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Bremen betroffen waren, zieht nun die Problematik der Abiturientenflut in den Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen ein. Welche Sonderregelungen treffen die Schulen, um der Flut Herr zu werden?

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Doppelte Abiturjahrgänge und ihre Ursache

Ein kurzer Rückblick sei gestattet, um den Hintergrund des Phänomens zu erläutern. Seit die deutschen Landesregierungen sich dazu entschlossen haben, dass die deutschen Schüler bereits nach zwölf statt wie vorher üblich nach dreizehn Jahren die Segnungen des Abiturs empfangen sollen, geht die Umstellung sukzessive voran.

Zwischen den Jahren 2007 und 2013 kamen bzw. kommen alle Länder an die Reihe.

Unter den „Doppelten Abiturjahrgängen“ versteht man nun, die Jahrgänge, in denen gleichzeitig die Schüler ihre Abiturprüfung ablegen, die neun Jahre am Gymnasium verbracht haben und ebenfalls diejenigen, die nach acht Jahren Gymnasialzeit bereits zum Abitur geführt werden. Die Folge: Eine Flut an jungen Menschen, die an der Abiturprüfung teilnehmen müssen. Während sich die Universitäten und Fachhochulen mit zusätzlichem Personal ausstatten, um die Studierendenwellen aufnehmen zu können, rüsten sich auch die Schulen.

Sonderregelungen beim Abitur an den Schulen

Wie die Schulen bzw. deren übergeordnete Behörden auf den „Sonderfall Doppeljahrgang“ reagieren, zeigt das Beispiel Nordrhein-Westfalen. Hier sollen die Schulen vor allem durch zwei wesentliche Veränderungen Unterstützung finden. Eine eigene offizielle Regelung, der sogenannte „Abiturerlass vom 18.6.2012“ legt folgendes fest:

[sws_red_box box_size=“640″]1. Die externe Zweitkorrektur wird es im Jahr 2013 nicht geben. Dies bedeutet, dass die Abiturklausuren wie gewohnt an den einzelnen Schulen korrigiert werden, dass jedoch auch die Korrektur von der Schule selbst erledigt wird. Für die Schule bedeutet schon dies einen erheblichen organisatorischen Vorteil gegenüber dem normalem Reglement.

2. Die Prüfungszeiträume für die mündlichen Prüfungen können in einem wesentlich längeren Zeitfenster als in anderen Jahren frei von den einzelnen Schulen festgelegt werden. So finden zwar die schriftlichen Prüfungen wie gewohnt flächendeckend zum gleichen Zeitpunkt statt. Die Lehrer bzw. Prüfungsverantwortlichen können sich für die aufwändigeren mündlichen Prüfungen genügend Zeit nehmen. So ist es nicht notwendig, die Schüler extrem kurz getaktet an sehr langen Tagen hintereinander zu prüfen. Man verspricht sich auch hierdurch eine Erleichterung für die Schulen und nicht zuletzt auch eine nicht zu stressige Atmosphäre für die Abiturientinnen und Abiturienten. [/sws_red_box]

In Hessen hat man es 2013 mit einer nicht ganz so neuen Herausforderung zu tun. Denn in Hessen verläuft die Umstellung auf G8 (wie man die verkürzte Gymnasialzeit auch nennt) in Etappen. Hier ist das Jahr 2013 bereits das zweite von drei Jahren, in denen es doppelte Abiturjahrgänge gibt. So konnten sich die Organisationsverantwortlichen zumindest bereits auf das außergewöhnlich hohe Schüleraufkommen einstellen.

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Fazit:

Auch wenn die Umstellung von G9 auf G8 in vielen Fällen zu Widerständen geführt hat und noch führt, scheinen zumindest die organisatorischen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abi 2013 gegeben zu sein.

Und zwar ganz gleich, ob die betroffenen Schüler nun acht oder neun Jahre Gymnasialzeit hinter sich haben.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Randolf Berold

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