Alkohol in der Familie

Die Weltgesundheitsorganisation setzt strenge Maßstäbe, wenn es um die Abhängigkeit von Alkohol in der Familie geht. Bereits der regelmäßige Konsum ist laut dieser Institution ein Indiz für die Abhängigkeit. Dass dies nicht der Fall sein muss, zeigen genug Beispiele.

Allerdings kann Alkohol in der Familie zu einem Problem werden, wenn Vater oder Mutter abhängig sind und sich nicht mehr unter Kontrolle haben.

Es sollte niemand mit erhobenem Zeigefinger dastehen und die Betroffenen bildlich gesehen an den Pranger stellen. Häufig ist ein traumatisches Erleben der Grund für erhöhten Alkoholkonsum und davon kann sich wahrlich niemand verschonen. Oft ist der Tod eines Kindes oder die Trennung von dem geliebten Partner der Auslöser, wenn es um den Missbrauch von Alkohol geht.

Das Thema Alkohol in der Familie

Tabuthemen

Leider gibt es noch immer Tabuthemen, bei denen die Mehrheit der Bevölkerung gerne wegschaut und nicht wahr haben möchte, was sie sieht. Das kann der sexuelle Missbrauch, die Gewalt innerhalb der Familie oder der krankhafte Alkoholkonsum sein.

Häufig sind besonders die Kinder die Leidtragenden. Bei allem Verständnis für eine Mutter, die eines ihrer Kinder zu Grabe tragen musste und ihren Kummer im Alkohol ertränkt, sie sollte versuchen, dass sie auch an ihre anderen Kinder denkt. Das ist leichter geschrieben als getan.

Im nüchternen Zustand wird sie aber erkennen, dass sie mit dieser Art der Trauerbewältigung nicht weit kommt. Ganz im Gegenteil. Häufig dient sie als Vorbild für ihre Zöglinge und es besteht die Gefahr, dass auch sie ihren Frust im Alkohol ertränken.

Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder

Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder

Die ersten Vorbilder von Kindern sind die Eltern. Alles was sie tun wird nachgeahmt und sie zeigen Vätern und Müttern sowie auch Großeltern deutlich, wie diese sich verhalten.

Möchte die Oma eine Zigarette rauchen und der Enkel sieht das, dann wird er das Verhalten nachahmen. Genauso verhält es sich bei dem Konsum von Alkohol.

Damit soll nicht gesagt sein, dass Kinder von Alkoholikern auch immer zu Alkoholikern werden. Andere Faktoren spielen häufig eine größere Rolle. Der Umgang mit Gleichaltrigen und deren Verhalten ist ein wichtiger Punkt, wenn es um Alkohol in der Familie geht.

Allerdings sollten sich Vater oder Mutter einmal vor Augen halten, welchen Eindruck sie auf ihre Zöglinge machen. Wie schlimm mag es für ein Kind sein, wenn es am Mittag von der Schule nach Hause kommt und die Mutter schnarchend auf dem Sofa vorfindet. Kein Essen ist zubereitet und die Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld. Bei allem Verständnis für die Gründe des Alkoholkonsums, sollte dann das Wohl des Kindes an erster Stelle stehen.

Alkohol in der Familie hält schleichend Einzug

Bier zum Feierabend

War es zunächst das Bier zum Feierabend und der Klare nach einem guten Essen, so kann sich der Konsum an alkoholischen Getränken kontinuierlich steigern.

Heranwachsende sind rasch geneigt, dass sie gemäß den Vorbildern ihrer Eltern, ihren Frust im Alkohol ertränken. Viele Meldungen in Funk und Fernsehen zeugen von Exzessen, die den Kindern und Jugendlichen schaden.

Aber nicht nur die Eltern sind in diesen Fällen verantwortlich. Auch Organisationen, die sich für den Schutz der Jugend einsetzen stehen in der Pflicht.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Wie siehst Du das mit dem Alkohol in der Familie?

Alles Liebe
euer Simon

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Über Simon Schröder (1009 Artikel)
Simon Schröder ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

1 Kommentar zu Alkohol in der Familie

  1. sich gehör verschaffen – oder wie in diesem falle einem thema gehör verschaffen. ganz wichtig. die leidtragendenden sind nämlich sicherlich mal wieder vor allem die kinder. alkohol in der familie ist jedoch eine thematik, bei der meiner meinung nach ganz besonders auch der wille der erwachsenen entscheidend ist, es erst gar nicht soweit (problemfälle) kommen zu lassen. eine überwachung staatlicherseits ist hier sicher eher nicht wünschenswert und auch nicht durchsetzbar. mehr infos zu themen wie alkohol in der familie sollte es aber in der breite dennoch geben (vor allem auch staatlich gestützt [!!!] und gelenkt wie etwa per aktionen wie “alkohol? kenn dein limit”. ). mehr infos hierzu etwa unter http://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/kinder-jugendliche-und-alkohol-die-rolle-der-eltern/
    eines sei allerdings noch angefügt. leider ist es teilweise (und nicht ausnahmsweise) eher so, dass weniger (!) mittel für derartig wichtige gesellschaftspolitische themen locker gemacht werden. und das ist schlimm.

    grüße – tanja

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