Als Familie sparen | Banksparpläne vs. Tagesgeldkonten vs. Aktienfonds

Als Familie sparen

Als Familie sparenVorsorgen und für schlechte Zeiten sparen; manchmal leichter gesagt als getan. Vor allem Familien kennen das. Es kommt zum einen immer anders und zweitens als man denkt. Viele Familien würden gerne etwas zur Seite legen und sparen, um sich den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen oder etwas fürs Alter zurückzulegen. Für viele Familien stellt sich daher die Frage, welche Spar- bzw. Anlagemöglichkeiten es denn gibt und wie viel Rendite diese überhaupt bringen.

Kurzfristiges Sparen mit Tagesgeld

Tages- oder Festgeld ist für viele Sparer in den vergangenen Jahren zu einer attraktiven Alternative zum klassischen Sparbuch geworden. In der Vergangenheit konnte mit Tages- und Festgeldkonten ordentliche Rendite erwirtschaftet werden bei relativ geringem Risiko.

Der entscheidende Vorteil von Tagesgeld ist die tägliche Verfügbarkeit des Kapitals. Gerade Familien mit Kindern wissen, dass schnell mal etwas kaputt gehen kann und ersetzt werden muss. Ein Tagesgeldkonto muss nicht erst umständlich gekündigt und etwaige Kündigungsfristen eingehalten werden. Die allermeisten Banken wie auf Ing-Diba.de zu sehen ist, bieten zudem die Tagesgeldkonten kostenlos und gebührenfrei an. Das heißt, für Familien eröffnet ein Tagesgeldkonto einen unkomplizierten Zugang zu einer gut verzinsten Geldanlage. Auch die Handhabung und Führung eines Tagesgeldkontos ist kinderleicht und unkompliziert. Im Rahmen des Online-Bankings hat man jederzeit Zugriff auf sein Tagesgeldkonto. Die Sicherheit der Einlagen eines Tagesgeldkontos wird durch die gesetzlichen Sicherungseinrichtungen gewährleistet.

Vorteile vom Tagesgeld auf einem Blick

  • Das Geld ist jederzeit verfügbar und kann online verwaltet werden.
  • Die Verwaltung eines Tagesgeldkontos durch die Bank ist in der Regel kostenlos.
  • Die Zinsen sind deutlich höher als beispielsweise beim Girokonto oder bei Sparbüchern.
  • Das Geld ist durch verschiedene Einlagensicherungsfonds relativ sicher.
  • Verschiedene Angebote lassen sich im Internet schnell und einfach miteinander vergleichen.
  • Das Tagesgeldkonto kann jederzeit und kostenlos gekündigt werden.

Allerdings hat auch das Tagesgeldkonto einige Nachteile. An oberster Stelle stehen die schwankenden Zinsen. Aktuell verfolgt die Europäische Zentralbank eine Niedrigzinspolitik, die vor allem zulasten der Sparer geht und sich direkt auf die Zinsen eines Tagesgeldkontos auswirken. War vor einigen Jahren Tages- und Festgeld noch eine attraktive Alternative zu anderen Sparanlagen, sind die aktuellen Zinsen auf Tagesgeldkonten im Vergleich zu den Vorjahren nur noch äußerst gering. Es gibt beim Tagesgeld keine längerfristig gültige Zinsgarantie, weshalb ein Tageskonto vor allem für kurzfristige Anlagen geeignet ist. Dabei sollten Familien beachten, dass Banken nur selten kurzfristig oder täglich die Zinsen anpassen, sondern Anpassungen meist in sehr dramatischen Zinsänderungen erfolgen.

Abgesehen davon hat aber jeder Inhaber eines Tagesgeldkontos infolge der fehlenden Kündigungsfristen die Möglichkeit, das Konto jederzeit aufzulösen und das Guthaben in andere Anlageformen zu investieren, wenn z.B. eine andere Bank mehr Zinsen für ein Tagesgeldkonto bietet. Ein weiterer Nachteil ist, dass ein Tagesgeldkonto nicht die Funktionen eines Girokontos besitzt. Das heißt, das Geld auf dem Tagesgeldkonto muss immer erst auf das Referenzkonto zurück überwiesen werden, bevor es verfügbar ist. Eine Überweisung kann zwischen ein und drei Tagen dauern.

Nachteile vom Tagesgeld im Überblick

  • Die Zinsen für ein Tagesgeldkonto können jederzeit gesenkt werden.
  • Ein Tagesgeldkonto ist kein Zahlungsverkehrskonto.
  • Das Geld vom Tagesgeldkonto muss zuerst auf ein Referenzkonto überwiesen werden, bevor es verfügbar ist.

Mittel- bis langfristiges Sparen mit einem Banksparplan

BanksparplanIm Gegensatz zu einem eher auf das kurzfristige Sparen ausgelegte Tagesgeldkonto, eignet sich ein Banksparplan für alle Familien, die über einen längeren Zeitraum regelmäßig einen bestimmten Betrag anlegen möchten. Der große Vorteil eines Banksparplans für Familien beispielsweise gegenüber einem Versicherungsvertrag mit Kapitalwahlrecht ist, dass für einen Banksparplan in der Regel keine Gebühren oder anderen Kosten anfallen.

Während man bei einem Versicherungsvertrag regelmäßig im Minus beginnt – die ersten Raten werden immer zur Deckung von Honoraren, Gebühren und Kosten genutzt –, wird das eingezahlte Kapital bei einem Banksparplan ab der ersten Einzahlung gutschrieben und verzinst. Dabei sollten Familien aber beachten, dass die Zinssätze bei einem Banksparplan in der Regel variabel sind. Das heißt, die kontoführende Bank hat das Recht, die Zinsen für das angesparte Kapital nach Belieben zu senken oder zu erhöhen. Dem kann durch langfristige Sparpläne entgegengewirkt werden, denn dabei müssen sich die Banken an den Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen orientieren.

Darüber hinaus können Familien von den im Zusammenhang mit den Banksparplänen stehenden Boni der Banken profitieren. Das heißt, die Banken zahlen nicht nur die vereinbarten Zinsen, sondern räumen auch noch einen Bonus ein, der meistens am Ende der Laufzeit fällig und auf das gesamte Kapital gewährt wird. Alternativ gewähren Banken jährlich einen Bonus auf das angesparte Kapital und dieser steigt mit den Jahren oft sogar noch an. Wichtig zu beachten: Wer einen Banksparplan mit einem solchen Bonus abschließt, sollte unbedingt vor einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilen, da sonst ein steuerlicher Abschlag von 25 Prozent (Abgeltungssteuer) auf die von der Bank erhaltenen Erträge droht.

Die Vorteile eines Banksparplans auf einen Blick

  • Keine Eröffnungs- und Verwaltungsgebühren oder andere Kosten.
  • Verzinsung des Kapitals erfolgt ab der ersten Einzahlung.
  • Viele Banken räumen neben den Zinsen auch einen Bonus ein.
  • Gleichbleibende Einzahlungsbeträge und regelmäßiger Einzug (monatlich, vierteljährlich, jährlich).
  • Eröffnung eines Banksparplans auch mit geringen Summen ab 25 Euro möglich.

Nachteile eine Banksparplans

  • Keine vorzeitige Kündigung des Banksparplans möglich.
  • Variabler Zinssatzes bei Banksparplänen mit einer Dauer von weniger als zehn Jahren.
  • Keine Sondereinzahlungen während der Laufzeit möglich.

Aktienfonds – langfristiges Sparen mit hohen Renditen

AktienfondsFür Familien mit langfristigen Sparzielen eignen sich Aktien und Aktienfonds besonders gut. Die Renditeaussichten sind dabei im Vergleich zu allen anderen Formen der Geldanlage wesentlich höher. Allerdings sind bei Aktien und Aktienfonds auch die Risiken entsprechend höher. Die Kurse von Fondsanleihen können sowohl nach oben als auch nach unten schwanken, während beispielsweise andere Wertpapiere nur unwesentlichen Kursschwankungen unterliegen.

Gegenüber Tages- und Festgeldkonten sowie Banksparpläne sind Kapitalanlagen in Aktienfonds sehr flexibel. Anteile an Aktienfonds können jederzeit an der Börse gekauft und wieder verkauft werden. Das heißt, wenn in der Familie plötzlich dringend Geld benötigt wird, weil beispielsweise die Waschmaschine kaputt gegangen ist oder ein neues Auto benötigt wird, kann seine Fondsanteile sehr schnell wieder zu Geld machen. Bei einem Banksparplan ist das beispielsweise nicht möglich.

Durch die Investition in Aktienfonds kann man auch in Regionen und Branchen investieren, ohne über spezielles Fachwissen verfügen zu müssen. Darüber hinaus spart man sich durch die Investition in Aktienfonds die beim Kauf von Aktien entstehenden Transaktionskosten. Mit speziellen Fonds kann man beispielsweise am Wachstum des asiatischen Marktes teilhaben und in regionale Werte investieren. Die Verwaltung des angelegten Geldes übernimmt das Fondsmanagement und Anleger müssen sich bei Aktienfonds nicht um die Kursentwicklung einzelner Papiere kümmern, da durch den Fonds die Risiken breit gestreut werden.

Vorteile von Aktienfonds auf einen Blick

  • Sehr hohe Flexibilität und sehr schnelle Verfügbarkeit des angelegten Kapitals.
  • Wesentlich höhere Renditechancen gegenüber allen anderen Geldanlagen.
  • Passive oder aktive Verwaltung des investierten Kapitals durch das Fondsmanagement.
  • Minimierung von Kursschwankungen, Risiken und Totalverlust durch breite Streuung.

Nachteile von Aktienfonds auf einen Blick

  • Wesentlich höhere Risiken (bis hin zum möglichen Totalverlust) als bei Tagesgeldkonten oder Banksparplänen.
  • Regelmäßige Gebühren und Verwaltungskosten für das Fondsmanagement eines Aktienfonds.
  • Geringe Auswirkungen/Teilhabe bei Kursanstiegen einzelner Aktien im Aktienfonds.
  • Wert des Aktienfonds unterliegt regelmäßigen Schwankungen, so dass ein vorzeitiges Verkauf zu starken Verlusten führen kann.
  • Gewinne auf Aktienfonds unterliegen seit dem 01. Januar 2009 der Abgeltungssteuer, die automatisch an das Finanzamt abgeführt werden.

Fazit

Je nach Sparziel und frei verfügbaren Geldmitteln eignen sich unterschiedliche Sparmöglichkeiten. Derzeit am attraktivsten sind Investitionen in Aktien und Aktienfonds, nicht zuletzt aufgrund der anhaltend guten Entwicklung der Börsen weltweit. Dem steht jedoch das Risiko eines Totalverlustes gegenüber. Wer auf Nummer sicher gehen will, ist mit einem Banksparplan sehr gut beraten. Wem Flexibilität und schnelle Verfügbarkeit des angesparten Kapitals wichtig ist, ist mit dem Tagesgeldkonto am besten beraten, wobei sich jedoch mit der derzeitigen Verzinsung kaum noch Rendite erzielen lassen.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Arne Trautmann
Mitte: ©panthermedia.net Randolf Berold
Unten: ©panthermedia.net Harald Richter

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Über Simon Schröder (1003 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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