Asthma Bronchiale bei Kindern

Asthma Bronchiale

Gegenwärtig nimmt die Zahl allergisch- oder chronisch bedingter Atemwegserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zu. Asthma Bronchiale gehört zu den am meisten verbreiteten Krankheitsformen bei Kindern. Ein großer Teil der Betroffenen schlägt sich ein Leben lang mit der krankheitsbedingten Atemnot herum. An Asthma Bronchiale erkranken vorwiegend Kleinkinder im Alter bis zu sechs Jahren, da die oberen Atemwege – die Bronchien – bei kleinen Kindern besonders anfällig für Entzündungen sind.

Worin liegen die Ursachen einer Asthma Bronchialen Erkrankung?

Zwischen 5 und 7 Prozent aller Kinder gehören zu den Betroffenen. Asthma Bronchiale gilt als chronische Entzündung der oberen Atemwege und führt zu weiteren Entzündungen. Gerade bei Kindern im Baby- bis Vorschulalter kommt es zu chronischer Atemnot, die sich auf eine angeborene Verengung der Atemwege zurückführen lässt. Das eigentliche Problem stellt sich im Kindesalter im Hinblick auf die allgemeine Sensibilität. Eine asthmatische Erkrankung kann zumeist erst nach eingehenden Untersuchungen festgestellt werden. Nach der Diagnose wird Asthma dem Schweregrad entsprechend behandelt.

Asthma Bronchiale unterscheidet zwei Arten: das allergische und das nichtallergische Asthma. Bei Kindern ist allergisches Asthma häufiger festzustellen. Ein Asthmaanfall tritt zumeist in der Folge von Dämpfen oder Staub in der nächsten Nähe auf. Auch Zigarettenrauch begünstigt diese Erkrankung. Asthma Bronchiale kann auch durch eine Unverträglichkeit von Medikamenten in der Frühkindheit ausgelöst oder durch vererbte, genetische Veranlagung weitergegeben werden. An dieser Form erkranken zumeist Erwachsene im Laufe ihres Lebens. Unterschiedliche Reize der Umwelt, wie Staub, Pollen, Lösungsmittel und Rauchgas, belasten die empfindlichen Bronchien.

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Die Erreger dringen in die Atemwege ein und werden von Antikörpern und Allergenen bekämpft. Eine Ausschüttung von Botenstoffen, wie Mastzellen, Histamin, Leukotrienen und Bradykininen, bewirkt wiederum eine unmittelbare Reaktion oder führt zu einer zeitversetzten Reaktion, die erst nach dem Einatmen, etwa 6 bis 12 Stunden später eintritt. Oftmals treten beide Reaktionen gleichzeitig auf. Das Risiko, auch an Asthma zu erkranken, liegt bei Kindern von Asthmatikern bei 60 bis 80 Prozent. Ein allergischer Heuschnupfen oder ein ganz normaler Schnupfen löst unter Umständen bei mehrfach erblich vorbelasteten Kindern Asthma Bronchiale aus.

Gefährliche Auslöser identifizieren

Nichtallergisches Asthma Bronchiale wird durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst, wie eine schlichte Infektion der Atemwege, eine Reaktion auf spezielle Medikamente oder durch das Einatmen giftiger, irritierender Stoffe. An Reflux erkrankte Menschen aspirieren während des Schlafes die aufsteigende Magensäure, wodurch eine Lungenentzündung oder Asthma auslöst wird.

Ursachen und Symptome von Asthma Bronchiale

Für die Entstehung und den Verlauf dieser Asthmaform sind drei verschiedene Abläufe verantwortlich:

  1. eine normale Entzündung der Atemwege,
  2. eine bronchiale Hyperreaktivität und
  3. eine mangelnde, bronchiale Reinigung.

Verschiedene Reize und Allergene verursachen eine Entzündung der Bronchialschleimhaut, was in den meisten Fällen ein zentraler Ausgangspunkt für Asthma bei Kindern ist. Symptome der Krankheit zeigen sich bei einem akuten Asthmaanfall in Form von Atemnot. Das Kind bekommt keine Luft, da es durch verengte Atemwege nicht mehr richtig ausatmen kann: Die Ausatmung verursacht ein Pfeifgeräusch. Begleitet wird die Luftnot von starken Hustenanfällen.

Da Kinder gerade in der Kindergartenzeit zu häufigen grippalen Erkrankungen neigen, wird Asthma oftmals nicht wahrgenommen und wie eine gewöhnliche Erkältung oder Grippe behandelt. Ein akuter Asthmaanfall verängstigt den kleinen Patienten. Unruhe und Angst verstärkt den Anfall. In der anfallsfreien Zeit treten keinerlei Symptome auf, was eine frühzeitige Diagnose nochmals erschwert. Lediglich bei sehr starken Formen von Asthma Bronchiale  treten Symptome auch zwischen den Anfällen auf.

Ablauf der Diagnose

Ein Facharzt diagnostiziert diese Erkrankung über eine Lungenfunktionsprüfung. Hier wird die Vitalkapazität, die eingeatmete und ausgeatmete Luft, auf ihr Volumen überprüft. Nach akuten Anfällen lässt sich die Erkrankung über das Röntgen bestätigen: Es wird ein tief sitzendes Zwerchfell, eine schmalere Herz-Silhouette oder eine vermehrte Transparenz der Strahlen sichtbar.

Asthma

Wie lässt sich Asthma Bronchiale bei Kindern effektiv behandeln?

Sie bekommen Asthma nur in den Griff, wenn die allergieauslösenden Stoffe erkannt und weitestgehend gemieden werden. Bei Kindern bedarf dies einer gründlichen Aufklärung durch die Eltern, wie man auch auf dem Portal lungeninformationsdienst.de nachlesen kann. Kurzfristig werden bei allen Schweregraden bronchienerweiternde Mittel – sogenannte ß2-Sympathomimetika – verabreicht. Bei allergischem Asthma sind Corticosteroide wirksamer – mit Rücksicht auf das Alter der Patienten. Vorbeugend gegen akute Asthmaanfälle werden seltener auch Cromoglicinsäure, Nedocromil oder Montelucast eingesetzt. Um die volle Wirkung entfalten zu können, gilt es, diese Medikamente regelmäßig und kontinuierlich einzunehmen.

Statistik: Häufigkeit von Sensibilisierungen bei Kindern und Jugendlichen für 20 verbreitete Allergene (Ergebnis der Blutuntersuchung) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Alle allergieauslösenden Faktoren, wie das Rauchen, sollten vermieden werden. In manchen Fällen empfiehlt der Kinderarzt eine Psychotherapie als wirksame Unterstützung der Therapie. Übergewichtige Patienten erreichen durch Fasten und Reduzierung des Gewichtes eine Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens, da über die Ernährung, z. B. mit ballaststoffreicher Kost, ebenfalls eine Verbesserung des Asthmas erreicht wird. Ballaststoffe verbessern die Darmflora, dies wirkt sich wiederum positiv auf das Knochenmark oder die Atemwege aus. Studien haben gezeigt, dass sich die Ernährung auf bestehende Allergien und asthmatische Erkrankungen auswirkt. Lernt Ihr Kind eine gesunde und vollwertige Ernährung von Anfang an, fällt erkrankten Erwachsenen die Umstellung der Ernährung oftmals schwerer.

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Asthmaanfälle verlaufen in unterschiedlichen Schweregraden. Hierbei kann es von Atemnot über leichten Husten bis zum schweren, lebensgefährlichen Anfall kommen. Dann ist eine schnelle und umsichtige Hilfe gefragt. Bei einem lebensbedrohlichen Anfall sollte 90 bis 95-prozentiger Sauerstoff über eine Maske zugeführt. Schwangeren und Betroffenen, die an Herzkrankheiten leiden, spritzt man als kurzfristige Maßnahme Salbutamol oder es wird ein Anticholinergikum zur Inhalation gegeben. Als Entzündungshemmer wird Kortikosteroid intravenös gespritzt.

Darüber hinaus empfiehlt sich eine Behandlung mit Magnesiumsulfat als Broncholidation. Tritt keine Besserung ein, gibt man weiterführend Xanhine, Theophyllin oder ein Narkotikum, wie Ketamin. Folgende Wirkstoffe stehen der aktuen Behandlung von Asthma Bronchiale als Injektion oder in Tablettenform zur Verfügung:

  • Atropin,
  • Etophyllin,
  • Theophyllin
  • und Perphyllon,
  • Papaverin.
In Wechselwirkung können unterschiedliche Medikamente Asthma verstärkend wirken:

  • Schmerzmittel:Paracetamol oder Aspirin,
  • Nichtsteroide Antiphlogistika,
  • Betablocker.

Was bei der Beachtung des Asthmaspray zu beachten ist

Asthmapatienten tragen Ihr Spray immer bei sich, um es bei einem Anfall sofort zur Verfügung zu haben. Bei Kindern verweist zumeist eine Kette oder ein Armband auf eine Erkrankung. Hierbei ist die richtige Anwendung des Sprays entscheidend. Da das Thema „Asthmaspray“ sehr umfangreich ist, haben wir es nur angerissen. Für mehr Infos ist die Zusammenfassung zum Asthmaspray von der bekannten Fachseite healthexpress.de sehr empfehlenswert. Grundsitzlich gilt aber immer ein: Asthmatiker tragen ein Mittel zum Inhalieren bei sich:

  1. Bewahren Sie Ruhe und wirken auf den oder die Betroffene beruhigend ein.
  2. Das Asthmaspray wird vorbereitet.
  3. Der Patient atmet ruhig und langsam aus.
  4. Das Spray wird ausgelöst: 1 bis 2 Stöße des Medikamentes werden sofort inhaliert. Sehr wichtig ist das möglichst tiefe Einatmen.
  5. Dann wird 4 bis 5 Sekunden der Atem angehalten.

Das Spray bewirkt ein sofortiges Abschwellen der Atemwege und der Patient kann wieder leichter atmen. Stellt sich keine Besserung ein, muss der Notarzt verständigt werden.

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Sollte ein Pulvermedikament über den Inhalator gegeben werden, sollte der Patient nach der Inhalation nicht wieder in den Inhalator ausatmen. Sprays besitzen als Treibmittel Treibgase, die mit eingeatmet werden. Bei Pulverinhalatoren muss das Medikament durch das alleinige Einatmen in die Lunge oder in die Bronchien gebracht werden.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net /Miroslav Beneda
Bild Artikelmitte: © panthermedia.net /Nagy-Bagoly Ilona

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