Babysachen selber nähen

Frau näht mit Nähmaschine | © Bildagentur PantherMedia / Arne Trautmann Frau näht mit Nähmaschine | © Bildagentur PantherMedia / Arne Trautmann

Wir Mütter wünschen uns für unsere Kinder immer das Beste. Leider gehen viele Hersteller mit unserem Vertrauen im Hinblick auf die Textilien nicht sorgsam um, sodass die Stiftung Warentest in vielen Materialien krebserregende und giftige Stoffe gefunden hat. Textilien aus reinen Naturprodukten sind im Kommen und viele Eltern entscheiden sich dazu, wieder selbst zur Maschine zu greifen, um dem eigenen Kind ein persönliches, einzigartige und äußerst kostengünstiges Outfit zu schneidern So heißt es auch für uns: Ran an die Nähmaschine.

Babysachen selber nähen für Anfänger

Ob Baby Geschenke, Kleidung, Strampler oder Mützen: Mit wenigen Grundkenntnissen an der Nähmaschine und an den Stricknadeln, können Sie direkt loslegen. Im Internet ergeben sich zahlreiche Anleitungen, die auch für Anfänger das passende Angebot bereithalten. Wir wollen Sie in diesem Beitrag mit den nötigen Grundkenntnissen versorgen. Außerdem starten wir in eine Reihe mit stetig wechselnden Anleitungen, um Babysachen selber zu nähen.

Sie sollten für Babykleidung ausschließlich Textilien auswählen, die komplett auf Naturfasern basieren: Dazu gehören Baumwolle, leichte Leinen, Seide und Kinderstoffe. Letztere werden von den Herstellern nicht durch Schadstoffe im Prozess der Färbung belastet.

Nähen lernen an der Nähmaschine

Immer noch eine der größeren Hürden stellt die Nähmaschine dar. Dabei unterstützt uns diese praktische Maschine beim Nähen und sollte kein Hindernis bedeuten. Haben Sie sich eine neue Nähmaschine zugelegt, sollten Sie als erstes einen Blick auf die einzelnen Bauteile und Bedienelemente werfen:

  •  das Hauptelement ist das Rad, mit dem Sie die Stichlänge beliebig einstellen,
  •  ein zweites Rad erlaubt die Auswahl der Stiche und Formen,
  •  rechts außen an der Nähmaschine befindet sich das Handrad, über dieses Rad nähen Sie einzelne Stiche mit der Hand.
  •  Im oberen Bereich finden wir die Unterfadenspule.
  •  Besonders praktische Nähmaschinen bieten einen automatischen Fadeneinfädler, der Ihnen das mühsame Einfädeln ins Nadelöhr abnimmt.
  • Im unteren Bereich entdecken Sie den Anschiebetisch.  Zumindest bei allen Singer Maschinen ist hier das gesamte Nähzubehör verstaut.
  • Im oberen Bereich kommen noch das ein Steuerrad für die Oberfadenspannung sowie die Rücktaste hinzu.
  • Betätigen Sie die Rücktaste, näht die Nähmaschine den eingestellten Stich wieder zurück.

In einem ersten Schritt Oberfaden einfädeln:

  1.  Setzen Sie die Garnspule auf den Thron,
  2.  ziehen Sie den Faden von hinten nach vorne über die Fadenführungsöse,
  3.  nun wird der Faden nach unten – von rechts nach links – über die jeweilige Fadenspannung gelegt,
  4. ziehen Sie im Anschluss den Faden von rechts nach links über den Fadenführer,
  5. fädeln Sie mit dem praktischen Einfädler den Faden ins Nadelöhr.

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Zugegebenermaßen wirkt gerade auf Anfänger diese Anleitung recht komplex. Doch jede Nähmaschine bringt eine leicht verständliche und bebilderte Anleitung mit. Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Videoanleitung.

Fadenspule aufwickeln – so geht’s

Sie müssen nun die unter Fadenspule aufwickeln. Zu diesem Zweck setzen Sie die Spule auf den Dom. Sie ziehen den unteren Faden vom Gartenhalter zur Spule und wickeln im Anschluss den Faden mehrere Male um die Spule. Zur Nähmaschine gehört noch ein Gaspedal, dass angeschlossen wird und nun zum Einsatz kommt, um den Faden automatisch auf die Spule zu wickeln. Legen Sie die Spule in die Spulenkapsel und klicken diese in das Gehäuse hinter dem ein Schiebetisch.

Babysachen selber machen: die optimale Spannung

Das Wichtigste beim Einsatz der Nähmaschine ist die Regulierung der Oberfaden- und Unterfadenspannung. Diese Spannung ist von elementarer Bedeutung für ein ordentliches Nahtbild. Der Optimalzustand sieht so aus: die Verschlingung von Oberfaden und Unterfaden verläuft genau zwischen den Stofflagen Ihres Nähestückes.

Fehler Nummer 1: Oberfadenspannung zu fest

Zu diesem Fehler kommt es immer dann, wenn der Oberfranken flach auf der Oberfläche liegt. Auf diese Weise bildet sich die Schlinge auf der Stoffoberfläche.

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Fehler Nummer 2:  Oberfadenspannung zu locker

Verläuft der Unterfaden zu gespannt unter Ihrem Nähgut, haben Sie den Oberfaden einfach zu locker eingestellt. Die Schlinge bildet sich nun unter dem Nähgut. Wir verweisen an dieser Stelle, dass die Verschlingung von Oberfaden und Unterfaden am besten zwischen den Stofflagen verläuft.

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Der Großteil aller Zubehörteile bietet der Hersteller in diesem Zusammenhang mit der Nähmaschine. Für den Anfang empfehlen wir, einige Stoffreste zu nehmen, um die optimale Spannung zwischen Oberfaden und Unterfaden einzuüben. Führen die Nadeln gleichmäßig und korrekt ihre Arbeit aus, ist es auch lohnenswert, einen Blick auf die Textilien zu werfen.

Fazit & Ausblick

Wir werden Ihnen in unserem zweiten Teil unserer Reihe „Babysachen selber machen“ weiterführende Zubehörteile und die optimalen Textilien für die Kleidung vorstellen. Darüber hinaus werden Sie lernen, wie Sie am besten Maß nehmen und die ersten einfachen Babysachen in die Tat umsetzen.

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