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BAföG Teil 4 – Das Meister BAföG

Seit Längerem fehlt es in Deutschland am Fachpersonal.

Seit einiger Zeit wird sogar offen darüber gesprochen.

Ob in den Dienstleistungsbereichen oder der Industrie und dem Handwerk – es werden immer mehr höher qualifizierte Mitarbeiter benötigt.

Gerade in größeren Betrieben werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult und besonders talentierte Kräfte auch gesondert mit Fortbildungen gefördert. Dies geschieht in der Regel immer kostenfrei oder gegen kleinere Auflagen.

Manchmal ist es auch so, dass Betriebe einem den Meisterschein oder die Technikerausbildung bezahlen und dafür eine Verpflichtungserklärung zur Beschäftigungsdauer von bis zu fünf Jahren vereinbaren. Das ist durchaus ein fairer Deal, wenn man bedenkt, was diese Fortbildungen und Förderungen an Kosten mit sich bringen.

Bietet einem der eigene Arbeitgeber diese Möglichkeiten der Fortbildung nicht an oder man möchte unabhängig bleiben, kann es ganz schön teuer werden. Die Frage ist jetzt, wie kann man dies dann finanzieren.

Das Meister-BAföG

Wie der Name es schon suggeriert, wird das Meister-BAföG ausschließlich für höhere berufliche Qualifikationen gewährt.

Dabei ist natürlich nicht nur die klassische Ausbildung zum Meister gemeint.

Vielmehr ist das Meister-BAföG für eine breit aufgestellte Palette an Maßnahmen und Fortbildungen gedacht.

Meister BAföG: Wer bekommt es?

Grundsätzlich kann jeder das Meister-BAföG beantragen, der bereits eine abgeschlossene Erstausbildung oder eine vergleichbare Qualifikation besitzt.

Die jetzt angestrebte zweite Berufsausbildung oder die qualifizierte Fortbildung, muss auf jeden Fall auf der Stufe der Fachkräfte liegen. Dazu zählen insbesondere Betriebswirte, Betriebsinformatiker, Techniker, Handwerksmeister, Industriemeister, Fachkaufleute und eine Menge mehr.

Wichtig: Die Ausbildung wird grundsätzlich nur dann gefördert, wenn noch keine vergleichbare Qualifikation vorhanden ist. Das ist wichtig, da es durchaus auch Fortbildungsmaßnahmen auf gleicher Stufe gibt.

Meister-BAföG beantragen

Wie auch bei anderen Förderungen des Landes gibt es grundsätzlich keine zentrale Anlaufstelle, wie es bei einer Familienkasse für das Kindergeld oder wie bei der Arbeitsagentur für das Arbeitslosengeld gegeben ist.

Auch die Höhe des Fördereranspruches kann sich im Zweifel nach der Zugehörigkeit der Länder unterscheiden.

Im Normalfall wird es in deinem Bundesland ein Amt für Ausbildungsförderung geben. Das wären meines Erachtens auch die richtigen Ansprechpartner für Dich.

Im Zweifel kannst Du aber bei der Stadtverwaltung anrufen und nach der, für dich zuständigen Behörde fragen.

Förderungsarten beim Meister BAföG

Stand 2011: Bei berufsbildenden Qualifikationen und Fortbildungen in Vollzeit kann ein monatlicher Zuschuss in Höhe von bis zu 238 € gewährt werden.

Abgesehen davon kann man noch weitere 210 € ausgezahlt bekommen, für jedes eigene oder angenommene Kind.

Dieser sogenannte Erhöhungsbetrag wird dann mit bis zu 50 % bezuschusst.

Des weiteren besteht ein Recht auf Zuschuss von bis zu 30,5 % zu den Prüfungsgebühren. Auch bei Erstellung eines Prüfungsstückes, gerade im handwerklichen Bereich zu finden, kann die Hälfte der Kosten getragen werden. Maximale Bezuschussung beläuft sich dabei auf 1534 €.

Die bereits eben erwähnten Beträge werden nur in den seltensten Fällen ausreichend sein, um sein eigenes Leben auch während der Ausbildungszeit ohne größere Abstriche bewältigen zu können. Neben den Zuschüssen können auch zinsgünstige Kredite vergeben werden und die nehmen die meisten „Auszubildenden“ auch gerne an.

Fazit

Wenn du vorhast in Kürze das Meister-BAföG zu beantragen, so kannst du dich unter der kostenfreien Hotline 0800 62 23 63 45 über die weiteren Bedingungen, speziell auch auf deine eigene Person abgestimmt besprechen.

Wenn es also für Dich nun zur zweiten Ausbildung gehen wird, wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg!

Die Mühe wird sich in aller Regel auszahlen, da wir in Deutschland dringend Fachkräfte benötigen. Frei nach dem Motto: Du bist Deutschland!

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

Viele Grüße
euer Simon

Bildquellen:
Artikelbild: ©panthermedia.net Arne Trautmann
Oben-Links: ©panthermedia.net Wavebreakmedia ltd
Mitte-Rechts: ©panthermedia.net Angelika Bentin
Unten-Links: ©panthermedia.net Marc Dietrich
Unten-Rechts: ©panthermedia.net Philippe Ramakers

BAföG Teil 4 – Das Meister BAföG
Artikel bewerten

1 Comment

  1. Klaus

    4. September 2011 at 16:35

    Man sollte nie, wirklich nie, nie, nie einen Artikel mit „Du bist Deutschland!“ beenden 😀
    Die Kampagne war damals schon ein Reinfall und ich kenne keinen der sie gut fand.
    Aber alles Andere ist informativ geschrieben. 🙂

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