Das Patenamt: So finden Sie den richtigen Paten für Ihr Kind

Aufgaben und Pflichten eines Paten

Pate

Für die Taufe Ihres Kindes brauchen Sie einen Paten. Es ist immer eine schwere Entscheidung, vor der die Eltern stehen: Wer soll der Pate und wer die Patin werden? Meistens wählt man jemanden, der den Eltern nahe steht oder zur Familie gehört. Man will ja sicher sein, dass das Amt des Paten ordentlich ausgefüllt wird.

 

Die Aufgaben der Paten

Grundprinzipien des Patenamtes liegen darin, das Kind auf seinem Lebensweg zu begleiten, ihm mit Rat und Tat zu Seite zu stehen sowie an seiner menschlichen und religiösen Entwicklung teilzunehmen. Das Wort „Pate“ kommt ja schließlich von „pater“ und bedeutet so viel wie „geistlicher Vater“.

[sws_green_box box_size=“618″]In erster Linie sollte man mit den gewünschten Paten ein klärendes Gespräch darüber führen, was man von ihm erwartet und wie seine Aufgaben im Einzelnen aussehen würden. So lassen sich später unangenehme Überraschungen vermeiden. Ein Pate sollte im Idealfall eine Bezugsperson fürs Leben werden, die an allen wichtigen Anlässen, wie dem ersten Schultag, den Geburtstagen oder der Hochzeit, immer dabei ist. Eltern dürfen das Patenamt nicht selbst übernehmen, die Großeltern allerdings schon. [/sws_green_box]

Voraussetzungen für eine gelungene Patenschaft

Als Pate sollte unbedingt eine Person gewählt werden, der man 100-prozentig vertrauen kann. Das könnten beispielsweise Geschwister sein oder sehr gute Freunde. Bei Freunden hat man den Vorteil, dass diese nicht in die internen Familienprobleme involviert sind, sich gut mit den Eltern kennen und dadurch erfolgreich zwischen Eltern und Kind vermitteln können.

Auch die Kirche setzt bestimmte Voraussetzungen für den Paten fest. So soll der Pate einer christlichen Kirche angehören und gefirmt beziehungsweise konfirmiert sein. Es hängt von der jeweiligen Kirche ab, ob es der Glaube sein muss, in dem das Kind getauft ist.

Ab wann ist der Pate von seinen Pflichten entbunden?

In der katholischen Kirche wird der Pate bei der Firmung entweder bestätigt oder neu bestellt, sein Amt wird dann lebenslang dauern. In der evangelischen Kirche bedeutet Konfirmation [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]das Ende des Patenamtes[/sws_highlight] . Allerdings wird es erwünscht, dass der Pate dem Kind ein Leben lang geistlich verbunden bleibt. Patenschaft erlischt jedoch, wenn Pate aus seiner Kirche austritt.

Wenn den Eltern etwas zugestoßen ist

Früher war es ein Brauch, dass wenn Eltern etwas zugestoßen ist, sorgten Paten für das Kind weiter. Heutzutage erhoffen sich viele Eltern das Gleiche, obwohl es nicht mehr so populär ist, wie früher. Patenamt bedeutet jedoch [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]eine moralische und keine gesetzliche Verpflichtung[/sws_highlight] . Wenn man will, dass die Paten sich im gesetzten Fall um das Kind kümmern, dann müssen Eltern das auch festlegen.

Für den Fall, dass beide Eltern sterben, kann man für seine minderjährigen Kinder einen sogenannten Vormund aufstellen. Das darf jedoch nur durch ein Testament erfolgen.
Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Darius Turek

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Über Dariusz Strenziok (151 Artikel)
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