Depressionen bei Kindern | Ursache, Symptome und Bahndlungsmöglichkeiten

Depressionen bei Kindern

In der heutigen Zeit sind seelische Erkrankungen weit verbreitet. Neben dem neumodischen sogenannten Burn-Out-Syndrom, sind vor allem reine Depressionen sehr häufig zu erkennen und dies betrifft nicht nur Erwachsene, sondern mittlerweile vor allem auch Kinder. Diese können aus verschiedensten Ursachen entstehen und logischerweise resultieren dadurch bedingt auch unterschiedliche Verhaltensmuster, die auf Depressionen hinweisen.
Depressionen bei Kindern

Wie entstehen Depressionen bei Kindern?

Es wird gesagt, dass Kinder Depressionen erleiden können, sobald es auf das zehnte Lebensjahr zugeht. Dies kann natürlich nicht pauschalisiert werden, sondern ist lediglich eine ungefähre Einschätzung. Das Hauptproblem ist, dass Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen ihre Gefühle und negativen Gedanken nicht so direkt und genau zum Ausdruck bringen und deuten können.

Häufig entstehen Depressionen bei Kindern, wenn sie zu wenig Beachtung bekommen. Sollte dies geschehen, kann es bei den Kleinen zu einem geringen Selbstbewusstsein führen. Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass zumeist mehrere Faktoren zusammen dafür sorgen, dass Depressionen entstehen.

Ein häufiger Grund für diese Erkrankung kann auch die eventuelle Trennung der Eltern sein, denn diese Tatsache belastet Kinder häufig sehr. Als Kind kann nicht verstanden werden, warum ein Elternteil die Familie verlassen hat und so steht es zwischen den Stühlen und fühlt sich nirgendwo richtig zu Hause. Wie zu erkennen ist, können verschiedenste Umstände dazu führen, dass eine Depression entsteht, wissenschaftlich ist dies jedoch nicht eindeutig erklärt.

Wie können Depressionen bei Kindern erkannt werden?

Wie oben schon kurz angeschnitten, gibt es verschiedenste Verhaltensweisen, die auf eine Depression hinweisen können. Diese äußern sich in unterschiedlichen seelischen aber auch körperlichen Beschwerden. Ein häufiges Weinen deutet in vielen Fällen auf eine Depression hin, denn weinen ist der Ausdruck von Traurigkeit beziehungsweise zeigt, dass das Kind mit einer oder mehreren Lebenssituationen nicht zufrieden ist. Weitere häufig auftretende seelische Symptome sind:

  • eine schnell auftretende Aggression
  • ein fehlender Ausdruck im Gesicht des Kindes
  • Schlaflosigkeit
  • fehlende Motivation sich zu beschäftigen
  • Probleme in der Schule
  • Angstzustände
  • schulische Probleme

Aber nicht nur durch bestimmte seelische Auffälligkeiten lassen sich Depressionen bei Kindern feststellen. Denn häufig sind diese nicht sehr ausgeprägt, sondern es kommt eher zu körperlichen Problemen. Häufig berichten Betroffene zum Beispiel von Bauch- oder Kopfschmerzen, die nicht wirklich erklärbar sind oder es häufig zu Müdigkeit oder Erschöpfung kommt. Selbstverständlich können diese Erscheinungen auch auf andere Ursachen hindeuten; Eltern sollten, sobald sie auftreten jedoch gewarnt sein und einen Arzt aufsuchen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Eine weitere Möglichkeit zu Erkennen ob das eigene Kind an Depressionen leidet, ist es sich mit dessen Umfeld zu besprechen. Zum Beispiel kann die Erzieherin in der Kindertagesstätte oder die Lehrerin in der Grundschule nach möglichen Auffälligkeiten befragt werden. Denn häufig ist es so, dass einige Verhaltensweisen nur in einem dem Kind nicht so vertrautem Umfeld auftreten, wie der Kita oder der Schule, und zu Hause davon nichts zu sehen ist.

Was sollten Eltern unternehmen, sobald eines ihrer Kinder Depressionen hat?

Amazon ImageSobald eines oder mehrere der oben beschriebenen Symptome auftreten und diese mit dem Arzt besprochen wurden, können die Eltern des betroffenen Kindes einige Dinge tun, um ihm zu helfen. Wie schon gesagt, können Depressionen aufgrund von einem zu geringen Selbstbewusstsein entstehen. Und genau hier sind die Eltern gefragt.

Es sollte vor allem versucht werden, auf das Kind zuzugehen und ihm zuzuhören. Dieser Schritt kann anfangs etwas kompliziert sein, denn nicht jedes Kind kann offen über seine Probleme und Sorgen sprechen.

Hier sollte auf keinen Fall Druck ausgeübt werden, denn so fühlt sich der Nachwuchs schnell eingeengt und zieht sich noch mehr zurück. Es ist also ratsam, dem Kind zu erklären, dass es wann immer es etwas bedrückt es zu den Eltern kommen kann. So entsteht ein Vertrauen, was innerhalb einer Familie von oberster Bedeutung ist. Des Weiteren sollten die geäußerten Sorgen von den Eltern ernst genommen werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt zu einem gesunden Selbstbewusstsein sind Erfolgserlebnisse. Diese können in verschiedenen Lebenssituationen erlangt werden. Zum Beispiel kann eine gute Zensur in der Schule dafür Sorgen, dass das Kind erkennt, wo seine Stärken liegen. Des Weiteren sollte, wenn möglich, eine Sportart ausgeübt werden. Besonders sinnvoll ist hier eine der vielen Mannschaftssportarten, wie zum Beispiel Fußball, Handball, Volleyball oder Basketball. Denn hier wird nicht nur gemeinsam für ein Ziel und den damit verbundenen Erfolg gekämpft, sondern das Kind wird so spielerisch damit vertraut gemacht, wie es sich in einer Gruppe eingliedert. Hier kann zumeist auch schneller als in der Schule ein Erfolg für das Selbstbewusstsein erreicht werden. Denn Sport ist ein Hobby, welches in erster Linie Spaß machen soll, Schule hingegen ist bei vielen Kindern nicht gerade ein „Lieblingshobby“.

Doch egal, wo und wie ein Erfolg erreicht wird, wichtig ist die Reaktion der Eltern auf diesen Erfolg. Um dem Kind zu zeigen, wie wertvoll das Erreichte ist, sollte der Nachwuchs gelobt und eventuell mit kleinen Geschenken belohnt werden. Bei ansteigendem Alter sollte zudem darauf geachtet werden, dass das Kind ausreichend Freiraum für das Erreichen eines Zieles bekommt. Wenn es jedoch zu Rückschlägen kommt, sollten diese gemeinsam mit der Familie gemeistert werden. Die Grundlage hierfür wurde in früheren Jahren gelegt, wie oben beschrieben in der Zeit als dem Kind klar gemacht wurde, dass es jederzeit mit seinen Problemen zu den Eltern kommen kann, jedoch nicht unter Druck gesetzt wird, wenn es lieber allein sein möchte.

Abschließende Bemerkung

Eine Depression kann die verschiedensten Ursachen und Hintergründe haben. Daher ist es häufig schwer genau zu beurteilen, ob das jeweilige Kind betroffen ist oder nicht. Deswegen sollten die oben beschriebenen Schritte durchgeführt und vor allem viel mit dem Nachwuchs über dessen Sorgen und Ängste gesprochen werden. Auf jeden Fall muss eine Depression von den Eltern ernst genommen werden und bei eventuellem Vorhandensein gemeinsam daran gearbeitet werden, diese wieder in den Griff zu bekommen. So ist der Weg durch eine unbeschwerte Kindheit bis hinzu einem weiteren glücklichen Leben geebnet.

Der Autor dieses Artikels ist kein Mediziner.
Bei Unsicherheiten empfehlen wir den Besuch bei einem Facharzt.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net Marko Volkmar

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