Der Bildungskredit

Wie ich hier auf Litia.de schon mal erwähnt hatte, ist eine gute Ausbildung nicht nur allein vom eigenen Können abhängig.

Auch der finanzielle Rahmen muss passen und sich nur auf seine Eltern zu verlassen, finde ich auch nicht richtig.

Nicht selten werden aber sogar Studiengänge abgebrochen, weil einem das Geld ausgeht.

Das kann es ja wohl nicht sein, wie ich finde. Daher hab ich mich mal informiert, welche Förderungsmöglichkeiten es noch so gibt.

Der Bildungskredit

Ein Mittel zu einer gesicherten Ausbildung ist das BAföG.

Diese Art der Leistung wird jedoch auch von den Eltern abhängig gemacht und da kann es auch schnell mal zu Problemen kommen.

In vielen Fällen geht der Gesetzgeber immer noch von einer Bilderbuchfamilie aus. Mutter und Vater leben in einem Haushalt und die Kinder gehen studieren.

Manchmal sind die Eltern aber auch geschieden und der Aufenthaltsort von dem eigenen Vater ist vielleicht sogar noch nicht einmal bekannt. Schon kann es die ersten Probleme geben und die Bearbeitungszeit beim BAföG kann sich dann Monate hinausziehen. Dass dies natürlich kein befriedigender Zustand ist, kann jeder nachvollziehen. Das kann durchaus auch mal die eigene Ausbildung gefährden.

Geld ist nicht alles – aber ohne Geld ist alles nichts!

Der Bildungskredit von der deutschen Bundesregierung geht da einen anderen Weg. Klar, es ist im eigentlichen Sinne nicht ein Zuschuss, der da vergeben wird, aber auch ein Kredit kann einem für eine begrenzte Dauer doch enorm weiterhelfen.

Klasse finde ich es, dass der Bildungskredit unabhängig vom BAföG oder anderen Leistung bewilligt werden kann. Daher schließen sich einzelne Leistungen nicht gegenseitig aus, so wie man es bei anderen Förderungsmöglichkeiten kennt.

Vorteile beim Bildungskredit

Die Vorteile bei dieser finanziellen Förderung liegen klar auf der Hand.

So muss die erste Rückzahlung erst nach vier Jahren nach der Auszahlung erfolgen. So hat man genügend Zeit, um erstmal sein eigenes Geld zu verdienen.

Dabei wird der bewilligte Kredit in der Regel nicht auf einmal ausgezahlt, sondern in monatlichen Raten bis zu 300 €, verteilt auf bis zu 24 Monatsraten.

Das bewahrt einem auch davor, das Geld vielleicht auch etwas leichtfertig direkt in den ersten Monaten auszugeben. Früher wäre ich so ein Kandidat gewesen. Da hat der Gesetzgeber aber gut mitgedacht. Die Antragstellung ist dabei denkbar einfach. So muss man nicht bei einer Bank vorsprechen mit umfangreichen Nachweisen in der Tasche, sondern kann direkt im Internet die benötigten Unterlagen einsehen und den passenden Antrag stellen. Der sehr günstige Zinssatz (mit Stand vom 1.4.2011) beträgt effektiv gerade einmal 2,55 % – also wirklich wenig.

Der Bildungskredit von der deutschen Bundesregierung ist also nicht unbedingt als Alternative zum BAföG zu sehen.

Vielmehr ist es eine Ergänzung zu den üblichen Förderungsmöglichkeiten.

Abgesehen davon ist dieser Bildungskredit auch dann möglich, wenn das BAföG abgelehnt wurde, da hier ganz andere Bewertungskriterien greifen.

Die genauen Fördererbestimmungen, sowie die benötigten Vordrucke und die aktuellen Konditionen vom Bildungskredit kann man hier unter bildungskredit.de nachlesen.

Wenn du kurz vor der Ausbildung oder dem Studium bist, wünsche ich dir alles Gute. Hier werden noch einige Berichte zu verschiedenen Förderungsmöglichkeiten folgen, bleibt aktuell und schau mal wieder rein.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

Viele Grüße
euer Simon

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Der Bildungskredit
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Über Simon Schröder (1001 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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