Der Schwerbehindertenausweis bei Kindern

Schwerbehindertenausweis bei Kindern Schwerbehindertenausweis bei Kindern

Niemand, der es nicht am eigenen Leibe erleben musste, kann sich vorstellen, wie schwer sich das Alltagsleben mit einem schwerbehinderten Kind gestaltet. Betroffene Eltern sind nicht selten restlos überfordert und auch die Bemerkungen der „lieben“ Verwandten und Bekannten spielen dabei eine Rolle.

Leider ist es bis zum heutigen Tag noch so, dass schwerbehinderte Kinder häufig als Strafe Gottes angesehen werden. Eine Frechheit! Aber auch wenn unser gesunder Menschenverstand das Gegenteil vermittelt, betroffene Eltern haben nach wie vor darunter zu leiden.

Es ist also nicht mehr als verständlich, wenn sie jede staatliche Unterstützung haben wollen, die ihnen zusteht. Sie müssen allerdings auch mit einer negativen Beurteilung rechnen, wenn ihr Säugling lediglich die normale Hilfe der gleichaltrigen gesunden Kinder bedarf. Zum Teil eine schwierige Situation. Nein und es ist gewiss nicht so, dass Eltern einen großen Nutzen davon haben, wenn der Schwerbehindertenausweis für ihre Kinder anerkannt wird. Im Normalfall gelten hier die gleichen Bedingungen, wie sie auch für behinderte Erwachsene maßgeblich sind. Die vermeintlichen Vorteile liegen dabei an einer Steuererleichterung, die sich je nach dem Grad der Behinderung auswirken kann. Das Kennzeichen H steht für eine besondere Hilfebedürftigkeit und kann auch dazu berechtigen, dass die Begleitperson ein öffentliches Verkehrsmittel ganz oder teilweise kostenlos nutzt.

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Wenn der Schwerbehindertenausweis für Kinder mit den Kennzeichen aG ausgestattet ist bedeutet dies, dass die Betroffenen außergewöhnlich gehbehindert sind. Sie bedürfen also einer ständigen Begleitung, die ihnen ein Mindestmaß an Mobilität ermöglicht. In vielen Fällen können sie auch einen speziellen Parkausweis anfordern. Dieser berechtigt dazu, dass jeder, der sie in einem Auto transportiert, dieses auf einem Behindertenparkplatz abstellen darf.

Säuglinge gelten nicht als Schwerbehinderte nach dem Gesetz

Kleindkind im Rollstuhl

Kleindkind im Rollstuhl

Selbst wenn es durch die Gutachten von Experten fest steht, dass ein Säugling schwerbehindert und auf die umfassende Hilfe seiner Eltern angewiesen ist, kann die Behörde das Ersuchen um einen Ausweis ablehnen. Der Grund dafür liegt einzig darin, dass jeder Säugling und jedes Kleinkind auf die besondere Obhut der Eltern angewiesen ist. Das mag die Betroffenen zwar verwundern, bei näherer Betrachtung sollten sie allerdings feststellen, dass der Gesetzgeber mit seinen Bedingungen Recht hat.

Können Eltern nachweisen, dass die Betreuung ihrer schwerbehinderten Säuglinge über das normale Maß hinausgeht, dann sind sie in der Lage, schon sehr früh einen Schwerbehindertenausweis für ihre Kinder zu bekommen. Muss zum Beispiel das Baby regelmäßig abgeklopft werden und kann es nicht ohne ein Sauerstoffgerät auskommen, dann sollte dem Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis stattgegeben werden.

Das gilt häufig auch, wenn die Familie bereits ein Baby durch den sogenannten Kindstod verloren hat. Haben sie sich trotz allem Leid noch einmal dazu aufgerafft, dass sie noch einmal ein Baby haben möchten, dann werden sie in den meisten Fällen jede staatliche Unterstützung erhalten. Das bedeutet gleichzeitig, dass sie auch ohne Schwerbehindertenausweis Geräte bekommen, die sehr genau das Herz-Kreislaufsystem ihres Babys anzeigen. Sollte also zum Beispiel die Atmung aussetzen, dann werden sie direkt per Alarm darüber informiert.

Gründe für eine Schwerbehinderung bei Kindern

Gründe für eine Schwerbehinderung

Gründe für eine Schwerbehinderung

In jedem Jahr werden einige Kinder geboren, die entweder körperlich oder geistig sehr stark behindert sind. Nicht selten liegt es daran, dass die verantwortlichen Ärzte schon bei der Geburt gravierende Fehler machten.

Leider ist es in den meisten Fällen nicht nachzuvollziehen, wer letztendlich die Verantwortung dafür zu tragen hat. Und selbst wenn ein Arzt zur Rechenschaft gezogen werden könnte, es muss immer einen Experten geben, der bereit ist, den Fehler klar darzustellen.

Nur in wenigen Fällen ist das möglich und die Eltern beugen sich in den meisten Fällen den Urteilen der Richter. Trotz vieler negativer Erlebnisse sollten Eltern immer für das Recht ihrer schwerbehinderten Kinder kämpfen. Selbst wenn es für Unbeteiligte so aussehen mag, als wenn sie für sich einen Vorteil verschaffen wollten. Schließlich haben sie mit der Sorge um ihren Nachwuchs wesentlich mehr Aufwand als jene Eltern, die gesunde Kinder an ihrer Seite wissen. Der Schwerbehindertenausweis bei Kindern stellt nie einen Vorteil der betroffenen Eltern dar. Er dient ausschließlich dazu, dass sie in der Lage sind, ihrem behinderten Nachwuchs die notwendige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und vielleicht einen steuerlichen Nutzen davon zu ziehen.
Das Leben mit der Behinderung:

Je nach dem Grad der Behinderung, welcher für die Kinder anerkannt wird, haben die Eltern eine finanzielle Erleichterung, wenn es um die Bemessung der Steuerschulden geht. Dies, und die Tatsache, dass sie eventuell auf einem Parkplatz für Behinderte parken dürfen, sind also die einzigen vermeintlichen Vorteile, wenn es um einen Schwerbehindertenausweis für Kinder geht. Betroffene Eltern sollten den Antrag sehr früh stellen und sich nicht durch eine Ablehnung der Behörden irritieren lassen. In vielen Fällen werden sie durch einen Widerspruch zu ihrem Recht kommen, und das sogar ohne anwaltliche Unterstützung.

Ich wünsche euch alles Gute!

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

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Artikelbild: ©panthermedia.net Richard Abplanalp
Mitte-Links: ©panthermedia.net Wavebreak Media Ltd
Unten-Rechts: ©panthermedia.net Kheng Guan Toh

Der Schwerbehindertenausweis bei Kindern
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Über Simon Schröder (1003 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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