Die Kinderkrippe – wirklich eine gute Wahl?

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Kinderkrippe

Kinderkrippe

Die derzeitige Diskussion ums Betreuungsgeld mag manche junge Mutter verunsichern. Wie ist das eigentlich mit der Krippenerziehung?

Ist sie wirklich erste Wahl, wenn es um die bestmögliche Unterbringung für mein Baby geht? Wie sieht so ein Krippenalltag überhaupt aus?

Und wird mein Kind letztendlich die Erzieher lieber mögen, als mich selbst? Fragen über Fragen. Wer an Krippen denkt, hat möglicherweise das Bild eines Raumes vor Augen, in dem Bettchen an Bettchen gereiht, die kleinen Wesen unglücklich darin liegen und ohne jede Ansprache bleiben, ganz sowie es der Kinderarzt Eduard Habenbach-Burckhardt 1899 in seinem Werk „Krippen und ihre hygienische Bedeutung“ forderte. Denn „Die frühzeitige Entwicklung des kindlichen Gehirns ist von Übel“.

Diese Zeit ist von der Entwicklungspsychologie und Hirnforschung längst überholt worden. Inzwischen sieht die Realität anders aus. Statt Massenversorgung wird das einzelne Kind als Individuum ernst genommen und entsprechend gefördert.

ZDF zum Thema: Frühkindliche Bildung

Gut aufgehoben in der Kinderkrippe

In einer Krippengruppe werden in der Regel zwischen zwölf und fünfzehn Kids von zwei Fachkräften betreut, von denen mindestens eine ausgebildete Erzieherin ist. Doch auch die Zweitkraft verfügt über eine pädagogische Ausbildung, oft als Kinderpflegerin.

Das Personal ist darin geschult, den lieben Kleinen optimale und individuelle Förderung zu bieten. Das geschieht durch Zuwendung, Beobachtung, spielen lassen, wickeln und natürlich auch mit Spielangeboten.

Selbst das Wickeln ist keine Abfertigung, sondern ein gezieltes pädagogisches Element. Auch hier wird der Persönlichkeit des Kindes großen Respekt entgegengebracht. In vielen Krippen dürfen die Kinder wählen, mit wem sie zum Wickeln gehen wollen. Denn schließlich ist dieser Bereich etwas sehr Privates.

In einer guten Krippe versuchen die Erzieher optimal auf das Kind einzugehen und ihm Hilfestellungen zu geben, möglichst viele Dinge selbst zu tun. Eine Krippe arbeitet nach einem pädagogischen Konzept und ist keinesfalls ein Ort, an dem der Nachwuchs einfach abgegeben werden kann. Krippenerziehung bedeutet eine umfangreiche Förderung, bei der insbesondere die Spracherziehung eine hohe Bedeutung hat. Ein weiterer Pluspunkt ist das Zusammensein mit den anderen Babys. Kinder in diesem Alter spielen zwar noch nicht miteinander, aber sie lernen, dass auch andere den Ball haben wollen und begreifen, dass sie teilen sollen. Diese frühen Sozialerfahrungen machen Kinder heute oft nur in Kinderkrippen, da viele Kinder ohne Geschwister aufwachsen. Doch der wichtigste Teil für eine gelungene Krippenerziehung steht am Anfang und heißt Eingewöhnung.

Eingewöhnungsphase

Was bedeutet Eingewöhnung in der Praxis:
Das Ziel der Eingewöhnung ist es, dem Nachwuchs die behutsame Möglichkeit zu geben, sich an eine vollkommen neue Umgebung und fremde Personen zu gewöhnen.

Darum geht die Eingewöhnung schrittweise und langsam voran. Erst allmählich löst sich das Baby von der Mutter und nimmt von sich aus Kontakt zur Erzieherin auf. Es ist ausgesprochen wichtig, dass dies von selbst geschieht. Das Kind bestimmt, wann es bereit ist, sich zu öffnen und die Mutter gehen zu lassen.

Deshalb dauert die Eingewöhnungsphase unterschiedlich lange. Man rechnet zwischen einer und acht Wochen. Diese Zeit sollte sich die Mutter freihalten und nicht schon mit dem Kopf in ihrem neuen Job sein.

Die Eingewöhnung umfasst folgende Stationen:
• Die Information der Eltern
• Das Kennenlernen der Umgebung
• Erste Trennungsversuche
• Stabilisierung
• ohne Mama in der Krippe

Für das Kind ist es sehr wichtig, dass Eltern sich für die Eingewöhnung bewusst Zeit nehmen. Die gut eingewöhnten Kleinen sind meist stabiler und nicht so krankheitsanfällig, was letztlich auch wieder den Eltern zugutekommt. Mithilfe einer guten Eingewöhnung ist die Betreuung in einer Kinderkrippe eine gute Wahl!

Es gibt auch kritische Stimmen

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Sergiy Nykonenko
Mitte-Links: ©panthermedia.net alhovik

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

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Die derzeitige Diskussion ums Betreuungsgeld mag manche junge Mutter verunsichern. Wie ist das eigentlich mit der Krippenerziehung?

Ist sie wirklich erste Wahl, wenn es um die bestmögliche Unterbringung für mein Baby geht? Wie sieht so ein Krippenalltag überhaupt aus?

Und wird mein Kind letztendlich die Erzieher lieber mögen, als mich selbst? Fragen über Fragen. Wer an Krippen denkt, hat möglicherweise das Bild eines Raumes vor Augen, in dem Bettchen an Bettchen gereiht, die kleinen Wesen unglücklich darin liegen und ohne jede Ansprache bleiben, ganz sowie es der Kinderarzt Eduard Habenbach-Burckhardt 1899 in seinem Werk „Krippen und ihre hygienische Bedeutung“ forderte. Denn „Die frühzeitige Entwicklung des kindlichen Gehirns ist von Übel“.

Diese Zeit ist von der Entwicklungspsychologie und Hirnforschung längst überholt worden. Inzwischen sieht die Realität anders aus. Statt Massenversorgung wird das einzelne Kind als Individuum ernst genommen und entsprechend gefördert.

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Gut aufgehoben in der Kinderkrippe

In einer Krippengruppe werden in der Regel zwischen zwölf und fünfzehn Kids von zwei Fachkräften betreut, von denen mindestens eine ausgebildete Erzieherin ist. Doch auch die Zweitkraft verfügt über eine pädagogische Ausbildung, oft als Kinderpflegerin.

Das Personal ist darin geschult, den lieben Kleinen optimale und individuelle Förderung zu bieten. Das geschieht durch Zuwendung, Beobachtung, spielen lassen, wickeln und natürlich auch mit Spielangeboten.

Selbst das Wickeln ist keine Abfertigung, sondern ein gezieltes pädagogisches Element. Auch hier wird der Persönlichkeit des Kindes großen Respekt entgegengebracht. In vielen Krippen dürfen die Kinder wählen, mit wem sie zum Wickeln gehen wollen. Denn schließlich ist dieser Bereich etwas sehr Privates.

In einer guten Krippe versuchen die Erzieher optimal auf das Kind einzugehen und ihm Hilfestellungen zu geben, möglichst viele Dinge selbst zu tun. Eine Krippe arbeitet nach einem pädagogischen Konzept und ist keinesfalls ein Ort, an dem der Nachwuchs einfach abgegeben werden kann. Krippenerziehung bedeutet eine umfangreiche Förderung, bei der insbesondere die Spracherziehung eine hohe Bedeutung hat. Ein weiterer Pluspunkt ist das Zusammensein mit den anderen Babys. Kinder in diesem Alter spielen zwar noch nicht miteinander, aber sie lernen, dass auch andere den Ball haben wollen und begreifen, dass sie teilen sollen. Diese frühen Sozialerfahrungen machen Kinder heute oft nur in Kinderkrippen, da viele Kinder ohne Geschwister aufwachsen. Doch der wichtigste Teil für eine gelungene Krippenerziehung steht am Anfang und heißt Eingewöhnung.

Eingewöhnungsphase

Was bedeutet Eingewöhnung in der Praxis:
Das Ziel der Eingewöhnung ist es, dem Nachwuchs die behutsame Möglichkeit zu geben, sich an eine vollkommen neue Umgebung und fremde Personen zu gewöhnen.

Darum geht die Eingewöhnung schrittweise und langsam voran. Erst allmählich löst sich das Baby von der Mutter und nimmt von sich aus Kontakt zur Erzieherin auf. Es ist ausgesprochen wichtig, dass dies von selbst geschieht. Das Kind bestimmt, wann es bereit ist, sich zu öffnen und die Mutter gehen zu lassen.

Deshalb dauert die Eingewöhnungsphase unterschiedlich lange. Man rechnet zwischen einer und acht Wochen. Diese Zeit sollte sich die Mutter freihalten und nicht schon mit dem Kopf in ihrem neuen Job sein.

Die Eingewöhnung umfasst folgende Stationen:
• Die Information der Eltern
• Das Kennenlernen der Umgebung
• Erste Trennungsversuche
• Stabilisierung
• ohne Mama in der Krippe

Für das Kind ist es sehr wichtig, dass Eltern sich für die Eingewöhnung bewusst Zeit nehmen. Die gut eingewöhnten Kleinen sind meist stabiler und nicht so krankheitsanfällig, was letztlich auch wieder den Eltern zugutekommt. Mithilfe einer guten Eingewöhnung ist die Betreuung in einer Kinderkrippe eine gute Wahl!

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Über Ingrid (10 Artikel)
Als gelernte Erzieherin und dreifache Mutter kenne ich mich in nahezu allen Fragen rund um die Erziehung aus. Gerne teile ich meine reichlichen Erfahrungen mit allen Lesern! Über Kommentare freue ich mich!

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