Eltern-Kind-Bindung stärken

Glueckliche Familie Glueckliche Familie
Glueckliche Familie

Glueckliche Familie

Die Bindung zwischen Eltern und Kind entsteht bereits früh. Sie beginnt bei der Mama immerhin schon kurz nach der Empfängnis und entwickelt sich in den neun Monaten, die das werdende Menschenwesen in ihrem Leib heranwächst.

Im Gegensatz zu früher weiß man heute auch mehr über die Wahrnehmung des Kindes im Mutterleib.

Mütter werden daher dazu angehalten, bereits früh ihr ungeborenes Kind mit Musik oder liebevoller Zuwendung anzusprechen. Nach der Geburt ist die Mutter in der Regel auch die erste und nächste Person, die für das Kind da ist. Ihre Fürsorge, ihr Lächeln, ihr Geruch und ihre Stimme sind die wichtigsten Signale für das Baby. Außerdem entsteht große Nähe durch die Tatsache, dass das Kind mehrfach täglich gestillt wird und die Nähe der Mutter spüren kann.

Der Vater muss die Nähe zum Kind erst noch aufbauen. Heute tun dies mehr Väter, die auch als Alleinerziehende tätig sind. Es gibt dank gesetzlicher Verbesserungen mehr Väter, die in den ersten Lebensjahren des Kindes zu Hause bleiben, während die besser verdienende Ehefrau den Lebensunterhalt bestreitet.

Eltern-Kind-Bindung – Dagmar Neubronner, Eva Hermann

[sws_yellow_box box_size=“640″] Ab und an ist der Familienvater auch arbeitslos, sodass es keine schlicht Alternative zu dieser Konstellation gibt. Im Idealfall kann natürlich eine enge Bindung an beide Elternteile etabliert werden.

In der Realität weiß man aber, dass manche Kinder eine engere Bindung mit der Mutter eingehen, andere eher den Vater als engste Bezugsperson favorisieren. Das kann zu Eifersucht, gegenseitigen Beschuldigungen und Spannungen zwischen Eltern und Kind oder in der Ehe führen. Es gilt also zu schauen, wie man dauerhaft die Bindungen zwischen Eltern und Kind stärken kann. [/sws_yellow_box]

Ursachen und Lösungsansätze für Bindungsprobleme

Bindungsprobleme können aus vielen Gründen entstehen. Nicht alle Probleme sind therapiebedürftig und es ist ein normaler Prozess, dass die Bindung ans Elternhaus zu unterschiedlichen Zeiten verschieden groß sein wird.

Führt die enge Bindung zum Vater aber zu einem Autoritätsverlust der Mutter, kann das nicht hingenommen werden.

Beide Elternteile stellen für das Kind enge Bezugspersonen, Unterstützer und Rollenmodelle dar. Abgrenzung ist normal, die ausreichende Nähe beider muss aber gewährleistet sein, da sie für die kindliche Entwicklung wesentlich ist. Der dynamische Prozess der Kommunikation und Interaktion zwischen Eltern und Kind muss „im Fluss“ bleiben. Bemerkt man hier Störungen, sollte man darüber sprechen und nach Lösungen suchen.

Scheidung betrifft auch Kinder

Scheidung betrifft auch Kinder

Wenn die enge Bindung beider Elternteile an das Kind durch eine Trennung oder Scheidung gestört wird, geschieht dies selbst bei guten gegenseitigen Vereinbarungen und gemeinsam wahrgenommenem Sorgerecht nur selten ohne allseitige Blessuren. In einer Krisensituation sind daher auch vertrauensvolle und offene Gespräche, sowie natürlich elterliche Nähe besonders wichtig.

Beide Eltern müssen bereit sein, eigene Fehler und erzieherische Schwächen anzusehen, aber auch das Kind als eigenwilliges Individuum zu verstehen suchen. Gegebenenfalls ist eine Familientherapie sinnvoll, um neue Verhaltensmuster und Kommunikationsstrategien zu erarbeiten.

Das Kind sollte in jeder Situation mit beiden Elternteilen sprechen können, bei ihnen Geborgenheit, Rückhalt und Nähe finden. Die enge Bindung zwischen Kind und Eltern ist wie ein Schutzfilm, der die vielfältigen und komplexen Eindrücke des Lebens im Effekt abmildert. Frühe Bindungsstörungen können durch das Kind, dysfunktionale Eltern bzw. eine emotionelle und kommunikative Störung zwischen beiden entstehen. Elterliche Konflikte können sich dabei natürlich auch auf das Kind übertragen.

Kindererziehung bei Trennung + Scheidung! Psychologische Fallen + Chancen für Eltern

[sws_yellow_box box_size=“640″]Eine problematische Schwangerschaft oder Ehe kann übrigens sogar Ablehnung des Kindes hervorrufen, emotionelle Unreife des Vaters eine Verschlechterung der Beziehung nach sich ziehen. Auch das Kind kann durch Erkrankung, elterliche Doppelbotschaften, Ängste oder genetische Disposition schwer zugänglich oder latent aggressiv sein.

In jeder Phase, wo spürbare Bindungsverluste zu verzeichnen sind, sind andere Lösungsmöglichkeiten gegeben. Intensive Hinwendung zum Kind, das Lesen von Büchern, das Ratsuchen bei erfahrenen Psychologen und Pädagogen sind nur einige Lösungsvorschläge. [/sws_yellow_box]

Bewegungstherapie und Erlebnisurlaub für die Eltern-Kind Bindung

Dass Eltern und Kinder möglichst viel Zeit miteinander verbringen und sich im Urlaub auch den Wünschen und Interessen des Kindes beugen, sollte eigentlich normal sein. Dennoch erachten wir es als erwähnenswert.

Angesichts der aktuellen Arbeitssituation und des zunehmenden Wegfalls der unterstützenden Großfamilie ist das immerhin nicht immer gegeben.

Beispielsweise kann sich nicht jeder einen Fernurlaub leisten, um dem Kind aufregende Eindrücke von der Vielfalt des Lebens auf Erden zu vermitteln. Dadurch würden die Wertschätzung des eigenen Wohlstandes und Bildungsstandards wachsen. Eltern können aber auch in der Nähe der elterlichen Wohnung Möglichkeiten finden, wieder mehr Nähe zum Kind zu etablieren. Gemeinsam genossene Schwimmtage im Freizeitbad, das Aufsuchen von Abenteuerspielplätzen, Wassergymnastikkursen, Tierparks und Hochseilgärten in der Umgebung oder eine abenteuerliche Schnitzeljagd mit Familie, Nachbarn und Freunden können wahre Wunder bewirken.

Gemeinsamer Urlaub

Gemeinsamer Urlaub

Es geht darum, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und gemeinsam Spaß zu haben. Das Kind muss spüren, dass es auf die Unterstützung und Anwesenheit beider Elternteile angewiesen ist, wenn es im Leben bestehen möchte.

Ein gemeinsamer Abenteuerurlaub kann die Familienbindung und den Spaß am Zusammensein beträchtlich erhöhen – wenn er denn richtig ausgewählt wird. Immerhin ist die Auswahl an Urlaubszielen riesig geworden und viele Reisebüros schlagen als Ziel oftmals nur die Orte vor, die am meisten Provisionen versprechen. Das gilt natürlich nicht für alle, aber einen Blick ins Internet sollte man auf jeden Fall riskieren.

Anbieter wie alpdays.at, die den Familien Freizeitspaß auch für ihre Programmen in den Fokus gerückt haben, können oftmals wesentlich bessere Erholungsziele vorschlagen und sind aufgrund schlanker Verwaltungsstrukturen auch noch günstiger. Wichtig ist bei der Auswahl, dass der Inhalt des Abenteuerurlaubs kindgerecht ist, ohne den Eltern die Freude am Dabeisein zu nehmen.

Schönes Beispiel: Naturcamps Hunsrück – Abenteuerurlaub und Survival in der Wildnis

[sws_yellow_box box_size=“640″]Dem Kind muss bei einem Abenteuerurlaub ermöglicht werden, viel mit den Eltern zusammen zu sein, aber auch Alleingänge nach eigenem Gusto machen zu dürfen. Während der Sohn beispielsweise unter Aufsicht eines Bademeisters im Spaßbecken die Riesenrutsche testet und die Tochter in einer betreuten Spielgruppe das Weben indianischer Perlenarmbänder erlernt, ruhen sich die Eltern in der Nähe auf einer Liegewiese aus oder spielen eine entspannte Partie Golf. Auch das kann die Familienbindung stärken und alle wieder ein Stück mehr zusammenrücken lassen. [/sws_yellow_box]

Abenteuerurlaub für Eltern und Kind

Gemeinsame Ausflüge und Erlebnisse schweißen also zusammen. Man erlebt Vater und Mutter einmal von einer anderen Seite und entdeckt, dass Mütter auch Höhenängste haben können und Väter keine Helden sind.

Dafür kochen sie besser als der Hotelkoch und trauen sich, eine Achterbahn mit Doppellooping im Freizeitpark auszuprobieren.

Sie fahren mit einem in ein Wikingerdorf oder machen die „Wattolümpiade“ mit. Sie zelten mit den Kindern an einem einsamen Angelsee und bringen einem das Fliegenfischen bei. Der Sohn darf mit dem Vater den ersehnten Rundflug über die Wälder der Stadt machen, die Tochter besucht derweil mit der Mutter ein Freiluftmuseum mit restaurierten historischen Häusern oder geht Ponyreiten. Am nächsten Tag unternimmt der Vater mit der Tochter etwas und die Mutter widmet sich dem Sohn. Die gemeinsamen positiven Erlebnisse bilden am Abend den Klebstoff, der kleine Reibereien und Missverständnisse der Vergangenheit wieder kitten kann.

Abenteuerurlaub mit Lagerfeuer

Abenteuerurlaub mit Lagerfeuer

Wenn nötig, kann man im Abenteuerurlaub neue Vereinbarungen treffen oder aus einer entspannten Situation heraus am Lagerfeuer bei Stockbrot über Probleme sprechen.

Vielleicht ist das aber auch gar nicht mehr nötig, weil neues Vertrauen entsteht. Statt Altes hervorzuholen, etabliert man lieber Neues.

Anschließend sollte man aber nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen. Urlaub zusammen zu machen ist also für die ganze Familie sehr wichtig. Wie sind deine Erfahrungen damit? Schreib doch einen Kommentar – wir freuen uns auf dich!

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Cathy Yeulet
Oben-Mitte: ©panthermedia.net Andi Berger
Mitte-Links: ©panthermedia.net Fabrice Michaudeau
Unten-Links: ©panthermedia.net Vojtech Vlk

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