Fettleibigkeit bei Kindern in Deutschland – So können die Kids gesund abnehmen

Gesund abnehmen

Gesund abnehmenMobbing, psychische und gesundheitliche Probleme sowie verzweifelte Eltern – das sind oft die Folgen von der Fettleibigkeit bei Kindern in Deutschland. Heutzutage sind viele Kinder übergewichtig oder sogar fettleibig und haben damit zu kämpfen. Laut aktuellen Studien sind circa 15% der deutschen Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren zu dick, mehr als 6% davon sogar fettleibig. Und die Tendenz ist weiterhin steigend.

Gründe für Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen sind vor allem in der Veränderung des Lebensstils der letzten Jahrzehnte verwurzelt. Im bequemen Zeitalter der Medien, vorrangig dem Fernsehen und Computern, neigen Kinder zu einem erheblichen Mangel an Bewegung. Neben diesen Veränderungen gibt es auch ernährungstechnisch große Veränderungen, die sich seit den 80er Jahren entwickelt haben. So stehen Fastfood, überzuckerte Getränke und Süßes ganz oben auf der Liste der Lieblingsessen von Kindern. Dabei ist es bereits in jungen Jahren sehr wichtig, zu lernen wie man sich gesund ernährt und somit auch gesund lebt. Rund 85% der dicken Kinder sind statistisch auch als Erwachsene übergewichtig. Aber akutem Übergewicht und Fettleibigkeit kann rechtzeitig entgegengewirkt werden.

Warum ist es so wichtig, auf das Gewicht des Kindes zu achten?

[sws_blue_box box_size=“630″] Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern ist sehr gefährlich; vor allem gesundheitlich können hier schwere Erkrankungen ihre Entwicklung nehmen. Kinder befinden sich stetig im Wachstum und in der Entwicklung. Gesundheitliche Schäden, die während der Kindheit ihren Anfang nehmen, machen den Kindern besonders in der Jugend und im Erwachsenenalter noch mehr zu schaffen. [/sws_blue_box]

Übergewichtige Kinder neigen zu schweren Krankenheiten (-Link öffnet PDF-) wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, einer enormen Belastung des Haltungs- und Bewegungsapparates, motorischen Defiziten und Koordinationsschwierigkeiten. Das alles entwickelt sich mit dem Kind mit und kann zu schwerwiegenden Erkrankungen im Erwachsenenalter führen. Neben den ästhetischen Problemen können auch soziale Defizite auftreten, etwa bei der späteren Partnerwahl oder dem Berufswunsch. Aber auch psychischer Stress ist eine Folge von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern.

Kinder gelten als sehr ehrlich und unbedacht, sodass es dickeren Kindern durch Hänseleien und Mobbing ihrer Altersgenossen oft schwerfällt Kontakte zu knüpfen und den Anschluss zu halten. Sie neigen zu persönlicher Isolation und die natürliche Entwicklung von sozialen Kompetenzen wird erheblich gestört. Eltern können aufgrund ihrer Vorbildfunktion die gesunde Entwicklung ihrer Kinder fördern und stabilisieren.

Was du tun kannst, damit dein Kind gesund abnimmt

Kind und WaageOftmals sind Eltern überfordert, wenn es darum geht ihrem Kind einen gesunden Lebensstil mit auf den Weg zu geben. Wenn dein Kind zu dick ist, muss nicht unbedingt eine Therapie erster Ansatzpunkt sein. Kinder sind sehr lernfähig und auch lernwillig und mit Geduld und Einfallsreichtum kann den Kleinen schnell geholfen werden. Höchste Priorität hierbei ist der Zusammenhalt der ganzen Familie. Jeder sollte mitziehen, damit das Unternehmen „gesund ernähren“ ein Erfolg wird.

Vor allem die Eltern in ihrer Vorbildfunktion müssen beispielhaft vorgehen, damit das Kind schnell von ihnen lernt. Wer jetzt an eine strenge Diät denkt, liegt aber falsch. Da sich Kinder noch im Wachstum befinden, ist eine Diät der falsche Ansatz. Auf bekannten Fachseiten wie nu3.de findet man mittlerweile echt gute Tipps zum Abnehmen – ganz ohne Diät! Empfehlenswert ist dabei aber immer auch die Begleitung durch den Kinderarzt. Dieser kann auch beratende Hilfestellungen geben, damit man als Elternteil nichts falsch macht.

Aber woher weiß man, ob sein Kind übergewichtig ist oder ob es sich nur um Überreste von Babyspeck handelt?

Um das passende Gewicht für sein Kind zu erfahren, raten Ärzte, von der Größe des Kindes in Zentimetern 100 abzuziehen. Ist das Kind zum Beispiel 130cm groß, zieht man 100cm ab und das ideale Gewicht beträgt 30kg. Allzu kleinlich braucht man bei dieser groben Rechnung aber auch nicht sein, da das Kind ständig wächst so dass das Gewicht schwanken kann.

Was Eltern übrigens als erstes einfällt, wenn es darum geht, ihr Kind gesünder zu ernähren, ist ein Verbot von Süßigkeiten. Das ist jedoch nicht nötig. Das Kind sollte nur lernen, sich Süßes gut einzuteilen und nicht zu viel davon zu sich zu nehmen. Eine Möglichkeit wäre eine Schüssel, die zu Beginn einer Woche mit Süßem gefüllt wird. Das Kind bekommt die Aufgabe, sich diese Schüssel die ganze Woche lang einzuteilen. Wichtig hierbei ist nur, dass die Eltern hier hart bleiben und die Schüssel während der Woche nicht nachfüllen. So lernt das Kind selbstständig gesünder zu leben, ohne auf Leckereien verzichten zu müssen.

Auch überzuckerte Getränke sind oft Grund für Übergewicht. Limonaden, Cola und Säfte sollten nach und nach durch Wasser und Tee ersetzt werden. Für den Anfang können gewohnte Getränke wie Limonade oder Saft mit Wasser verdünnt werden, bis sich das Kind an weniger süße Getränke gewöhnt hat. Für den Hunger zwischendurch wird Obst oder Gemüse empfohlen. Aber Vorsicht, hier müssen die Eltern lernen, zwischen wirklichem Hunger und Appetit zu unterscheiden.

Im Alltag ist es wichtig, dass das Kind frisches Essen bekommt. Selbst kochen, am besten frisch, ist viel gesünder als Fastfood oder Essen aus der Mikrowelle. Auch genügend Obst und Gemüse, idealerweise mehrmals täglich, sorgt für mehr Vitalität und Gesundheit. Neigt dein Kind dazu, zu quengeln und zu weinen, wenn es nichts Süßes bekommt? Hier müssen Kompromisse gefunden werden, die das Kind annimmt, zum Beispiel die Lieblingszeitschrift oder eine alternative Beschäftigung, die ablenkt. Ein ebenfalls wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist Bewegung.

Viele Kinder verbringen zu viel Zeit vorm Fernseher oder an Computerspielen. Auch hier spielt die ganze Familie eine große Rolle. So kann man das Wochenende aktiv gestalten, beispielsweise auf dem Spielplatz, bei einer Fahrradtour oder im Schwimmbad. Kinder bewegen sich für gewöhnlich gerne und toben viel. Dieser natürliche Drang sollte gefördert werden, wann immer es geht.

Alternativ geht auch die Anmeldung in einem Sportverein, zumal das Kind hier auch Kontakt zu Gleichaltrigen knüpfen kann. Die Hauptsache ist, dass die Bewegung Spaß macht und für die Kinder nicht zum Zwang oder zur Qual wird. Bei älteren Kindern kann auch ein Gespräch helfen, das Passende für die Freizeitgestaltung zu finden.

Ein Erfahrungsbericht

Fazit

Übergewicht und Fettleibigkeit entgegenzuwirken hat viele Vorteile. Dabei stehen die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes an oberster Stelle. Durch gesunde Ernährung und mehr Bewegung erreicht das Kind viel mehr Lebensqualität und setzt eine wichtige Weiche für seine Zukunft. Das Leistungsvermögen wird verbessert, das Kind hat mehr Energie und der Körper wird nicht bereits im jungen Alter schwer belastet.

Für die Psyche des Kindes und soziale Kontakte ist es ebenfalls von Vorteil, wenn sich das Kind gesund entwickelt. Mit Geduld und einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spaß an der Sache, kann den Kindern geholfen werden. Macht man hier alles richtig, muss auch nicht gänzlich auf ungesunde Leckereien verzichtet werden. Eine Currywurst oder ein Riegel Schokolade schadet keinem Kind – solange es in Maßen zu genießen ist. Das A und O einer gesunden Ernährung von Kindern ist das Vorbild der Eltern und die Aussicht auf mehr Lebensqualität, auch im Erwachsenenalter. Dein Kind wird es dir ganz sicher danken!

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Stuart Monk
Mitte-Links: ©panthermedia.net Igor Stepovik

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Über Simon Schröder (1001 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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