Fußboden im Kinderzimmer | Teppich, Holz oder Fliesen?

Kinderzimmer

KinderzimmerEin Kinderzimmer auch kindgerecht herzurichten ist alles andere als einfach. Unsere Kids haben immerhin die unterschiedlichsten Ansprüche und ihr Immunsystem ist wie ihr Körper noch nicht voll ausgebildet. Für ein tolles Kinderzimmer ist vor allem der Bodenbelag entscheidend, da hier viele Faktoren zusammentreffen. Sauber soll er sein, am besten warm und natürlich gut ausschauen. Keine einfache Sache!

Die bekanntesten und in Deutschland mit am häufigsten verkauften Bodenbeläge sind Teppiche, Laminat und natürlich Fliesen. Jeder dieser Kinderzimmerbeläge kann in allen Formen und Farben gekauft werden, die man sich nur wünschen kann. Dennoch könnten sie kaum verschiedener sein.

Teppich im Kinderzimmer

[sws_green_box box_size=“630″] Historisch gesehen gibt es den Teppichbelag als bekanntes Massenprodukt aus Nylonfasern seit 1952. Die deutsche Firma Longlife, die vorher als Samtweberei ihren Umsatz einfuhr, machte den Teppich als Bodenbelag erst wirklich erschwinglich. Lange vor seinem Erfolg war es üblich, seine Wohnung mit Fellen oder Leingewebe auszulegen, um sich vor dem unterliegenden Schmutz zu schützen. Darüber hinaus behalf man sich so auch einer einfachen Form der Isolation. Besonders schöne Stücke wurden auch gerne als Ausdruck für finanziellen Wohlstand und zur optischen Verschönerung an die Wand gehangen. [/sws_green_box]

Damals wie heute waren handgeknüpfte Teppiche als ein Zeichen des echten Luxuslebens zu verstehen und es gibt nach oben hin keine Grenze, wenn es um den Preis geht. Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter liegt für einen Perserteppich mittlerer Qualität derzeit bei 125,00 Euro! Grundsätzlich kann man Teppichbelag anhand seiner Fasermaterialien in zwei große Gruppen unterteilen. Die aus natürlichen Fasern bestehenden Teppichbeläge und die chemisch hergestellten. Zur ersten Gruppe gehören die natürlich-pflanzlichen Teppiche, welche aus den Fasern von Hanf, Kokos, Flachs, Baumwolle, Sisal und Jute bestehen. Darüber hinaus gibt es auch die natürlich-tierischen Fasermaterialien, zu denen Seide, Wolle und Haare zählen. Der chemische Gegenpart sind Zellwolle und Viskose sowie synthetische Kunstfasern.

Die enormen Vorteile vom Teppichbelag sind vor allem seine Trittfestigkeit und die Schallabsorption. Darüber hinaus kann ein passender Teppich die Atmosphäre eines Raumes sehr behaglich erscheinen lassen. Dennoch sind die Nachteile schwerwiegend, wie man auch auf mamiweb.de nachlesen kann. Teppich hat einen enormen Abnutzungsgrad. Druckstellen und Laufpfade sind unabänderlich auf Dauer in das Material eingraviert. Verfärbungen der Fasern sind ebenso normal. Zu bedenken ist auch, dass es bei normalen Teppichböden praktisch unmöglich ist, sie ohne einen massiven Aufwand wirklich hygienisch einwandfrei zu reinigen. Und nicht selten bleiben die Spuren kleiner Missgeschicke über Jahre hinweg mit blossem Auge erkennbar. Nicht jeden Schoko- oder Soßenfleck kann man mit dem vorhandenen Mobiliar verstecken.

Parket im Kinderzimmer

Parket im KinderzimmerBei den Holzverkleidungen sind die heute bekanntesten das Parkett und der Dielenboden. Beide sind aus Naturhölzern gefertigt, wobei Dielenböden traditionell eher aus heimischen Bäumen gefertigt werden. Bekannte Beispiele sind hier Tannen, Kiefern oder Fichten. Für Parkett bedient man sich wiederum gerne auch exotischer Hölzer, wie Zebrano oder Mahagoni. Aber auch Ahorn, Kirsche, Buche und Olive sind bekannte und beliebte Materialien, die für handelsübliches Parkett verarbeitet werden.

Dielenböden bestehen aus großformatigen, langen Vollholz-Elementen und unterscheidet sich wesentlich vom kleinformatig gefertigten Parkett. Die Art der Bodenbedeckung mit Hilfe von Dielen gehört mit zu den ältesten Formen der Holzböden. Viele im Handel erhältliche Massivholz-Dielen sind auf eine Konfektionslänge von circa 2 Metern genormt und von daher an beliebige Raumlängen anpassbar. Optisch verlaufen sie geradlinig vom Anfangs- zum Endpunkt und vermitteln so ein geordnetes Raumgefüge. Während die Dielen aus massiven Holzplanken in einem Stück geschnitten, aufbereitet und im Anschluss versiegelt werden, wird für das Parkett im Regelfall hartes Gehölz aus Laubbäumen in kleine Stücke gesägt und anschließend zusammengesetzt.

Durch dieses Verfahren werden viele Musterungen ermöglicht, die zwischen leicht verspielt bis schlichtweg edel tendieren können. Der größte Vorteil von Parkett ist seine Langlebigkeit. Ebenso ist es wie der Dielenboden sehr robust und auch problemlos hygienisch sauber zu halten, sofern es in entsprechender Qualität von Fachpersonal verlegt wurde. Darüber hinaus können die Holzböden bei Bedarf auch restauriert werden. Darüber hinaus ist der Bodenbelag hygroskopisch, also wasserentziehend, was durchaus zu einem angenehmen Raumklima beiträgt.

Die größten Nachteile bestehen vor allem in der Schallleitfähigkeit und -verstärkung. Ohne entsprechend zusätzlich verlegtes Unterbodenmaterial, verstärken Holzböden den Klang von Schritten und anderen Geräuschen enorm. Vor allem in die darunter liegenden Räume. Es sollte auch nicht vergesse werden, dass Holz ein lebendiges Material ist, das entsprechend gepflegt werden muss (Quelle: wohnen-sie-gesund.de). Wird die Pflege vernachlässigt, kann das Holz brüchig werden, Risse bilden und wasserdurchlässig werden, was zur Ansammlung von Keimen und der Bildung von Schimmel beitragen kann. Die Kosten für eine vollständige Wiederherstellung sind enorm.

Fliesen im Kinderzimmer

Fliesen im KinderzimmerGeschichtlich betrachtet verdanken wir die Fliese dem Mittelmeerraum, welcher in der Antike das Wissen um die Fertigkeit Ton zu verarbeiten und zu brennen aus Nordafrika importierte. Während die Römer die Techniken immer mehr perfektionierten und in Massenproduktionen Dachziegel, Bodenfliesen und Wandbeläge geschaffen haben, gaben die Mauren das Wissen um die Möglichkeit der Glasur der gefertigten Scherben hinzu und über die Handelswege verbreiteten sich die Fliesen über ganz Europa. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein eigenständiger Industriezweig, der heute noch in hochautomatisierten Fabriken Fliesen und Steingut in allen denkbaren Formen herstellt.

[sws_yellow_box box_size=“630″]Der Vorteil von Fliesen ist vor allen Dingen, dass sie im Gegensatz zu anderen Bodenbelägen absolut keine ausgasenden Stoffe enthalten, die im Anschluss zur professionellen Verlegung die Raumluft belasten können. Fliesenbeläge sind zudem problemlos hygienisch sauber zu halten und das Material kann bei Bedarf auch desinfiziert oder sterilisiert werden. [/sws_yellow_box]

Handelsübliche, glasierte Fliesen sind fleckunempfindlich, da die Glasur das Aufsaugen von Flüssigkeiten verhindert. Muster aller Art können ebenso gelegt werden und die Farb- und Formgebungen sind weitreichend und praktisch unerschöpflich, wie man auf fliesenrabatte.de schön sehen kann.

Fantastische Kinderzimmer Ideen, die die Fantasie erwecken

Fazit zu den Bodenbelägen im Kinderzimmer

Sämtliche genannten Bodenbeläge haben ihren Reiz und ihre Vorteile; selbstverständlich bevorzugt jeder seinen eigenen Stil. Dennoch, alle Argumente in Betracht gezogen, kann man ruhigen Gewissens einen Fliesenbelag jederzeit für ein Kinderzimmer empfehlen. Es lässt sich für jeden Geschmack das Richtige finden, der Boden ist dann dank der Fliese leicht zu reinigen und vor allem hypoallergen. Auch kleine Missgeschicke hinterlassen hier kein Mahnmal für die Ewigkeit oder verlangen nach einer preisintensiven Wiedergutmachung.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Stephen Denness
Mitte-Links: ©panthermedia.net Darja Vorontsova
Unten-Mitte: ©panthermedia.net MP 2

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Über Simon Schröder (1003 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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