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Haus Mieten oder Kaufen? | Mit Kindern ins Eigenheim?

Mieten oder Kaufen




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Mieten oder KaufenInsbesondere wenn Kinder da sind, erwächst bei vielen von uns der Wunsch, endlich auch in ein eigenes Haus zu ziehen. Früher hieß es dabei, wenn man 600 Mark Miete zahlt, lohnt sich das Eigenheim. Heutzutage ist der Betrag natürlich etwas höher; Finanzplaner gehen von etwa 1000 Euro im Monat aus, um eine Wohngelegenheit für 170.000 Euro zu finanzieren.

Viel weniger sollten es aber nicht sein. Denn sind zwar die Zinsen im Moment noch historisch niedrig, so könnte eine eventuelle Anschlussfinanzierung in 10, 15 oder 20 Jahren schnell die Finanzierungsrate hochtreiben. In den meisten Fällen ist zudem neben der monatlichen Zinszahlung noch ein Anteil an der Darlehenstilgung in der Monatsrate einberechnet. Bei dieser Mischform ist der Zinsanteil am Anfang hoch, sinkt aber kontinuierlich. Bei einer konstanten Rate steigt dann der Anteil der Darlehenstilgung sukzessive an. Wenn dagegen eine konstante Darlehenstilgung im Vertrag vereinbart wurde, sinkt die Rate über den gesamten Zeitraum.

Es gibt bei dem Immobilienkauf übrigens drei wesentliche Dinge, die den Preis der eigenen vier Wände bestimmen: die Lage, die Lage und vor allem – die Lage. Will man die verschiedenen Regionen miteinander vergleichen, empfiehlt es sich Immoportale zu nutzen, um damit die Kaufpreise prüfen zu können. Im Einzugsbereich einer florierenden Großstadt wie z. B. Hamburg oder München kann man beispielsweise nicht für unsere Musterfinanzierung mit 170 000 Euro bei den üblichen durchschnittlichen Baukosten ein Haus bauen. Dagegen sind viele Orte im Osten von Deutschland auffallend günstig. In der Regel kann man sagen, je ländlicher – desto geringer der Kaufpreis.

Haus für die Kinder kaufen?

Haus kaufenEinige sagen, die anzustrebende Freiheit besteht darin, im Alter den Kindern nicht auf der Tasche zu liegen; also sollte man sich jetzt einschränken und ein Eigenheim kaufen. Damit kann dann zur Not auch ein sog. Rückwärtsdarlehen (ein Darlehen auf den Wert eines ganz oder teilweise abgezahlten Hauses) für eventuell anfallende Pflegekosten nutzen. Ein Rückwärtsdarlehen gilt aber nur für Wohnungen und Häsuer, die über die Jahre im Wert mit mindestens 2 Prozent pro Jahr steigen (das ist in etwa der Wert aus Inflationsrate minus natürliche Alterung).

Die 2 Prozent jährlicher Wertzuwachs sind für mittlere Lagen realistisch erreichbar. Oder aber man definiert Freiheit als die Suche nach besser verzinsten Investments. Diese kann auch gekoppelt sein mit der Sicherheit, bei einem eventuellen Verlust des Einkommensniveaus nicht die gesamte Finanzierung kippen sehen zu müssen. Diese Entscheidung sollte man vorher treffen! Wenn jetzt die Zinsen langsam anfangen zu steigen, dann steigen nicht nur die Zinsen fürs aufgenommene Darlehen, sondern auch die Zinsen für alternative Investments.

Details entscheiden

Der Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung wird oft emotional zu einer Grundsatzentscheidung über die Haltung zur Familie an sich hochstilisiert. Dies insbesondere, wenn die Finanzierung gemeinsam gestemmt werden soll. Sicher ist ein solches großes Ziel ein gewisser Kitt, der aber auch sehr realistisch nicht überschätzt werden sollte. Es sind auch wunderbar funktionierende Familien daran gescheitert, dass unvorhergesehene Umstände zu knappe Finanzierungen zunichte gemacht haben. Beispielsweise die immer häufiger werdende Verpflichtung, für die Pflege der Eltern finanziell aufzukommen.

Nicht zu vergessen wären neben den Darlehenskosten auch die Kosten für Reparaturen und allgemeine Verwaltungs- und Bewirtschaftungskosten und natürlich nicht zu vergessen ist das örtlich abweichende Hausgeld. Ist von einer zu knappen Finanzierung also abzuraten, so trifft das Gegenteil zu, wenn ausreichend Eigenkapital zur Verfügung steht. Oder z. B. wenn zumindest eine Einkommenshälfte z. B. durch ein Beamtenverhältnis fast gänzlich abgesichert ist; am Besten noch durch eine ausreichend hohe Lebensversicherung. Aber auch juristisch entscheiden Details.

Es denken viele, dass man mit einem Eigenheim nach Gutdünken alles machen kann. Was so nicht ganz stimmt, denn Besitzern von Eigentumswohnungen kann es unter Umständen verboten sein, z. B. den Balkon in einen Wintergarten umzubauen – wenn der Architekt des Hauses ein Recht auf die künstlerische Gesamtansicht geltend macht. Nicht zuletzt sollte zudem die Energiebilanz und auch die Bausubstanz des Hauses Gehör finden. Nicht wenige hoffnungsvolle Hauskäufer mussten viele Mittel aufwenden, um Energierechnungen zu begleichen oder um die Wärmeisolierung auf einem aktuellen Stand zu bringen. Ebenso erging es denen, die ein Schnäppchen vermuteten, aber dann auf Baumängel trafen, teilweise mit starken gesundheitlichen Auswirkungen bis hin zu Allergien durch Pilze oder andere Verursacher wie z. B. Schwermetalle.

Mag die Entscheidung für oder gegen ein Haus oder eine Eigentumswohnung fallen. Wie auch immer es ist, man sollte bedenken, dass sie auch eine Entscheidung über die Zukunft Ihrer Kinder ist. Die weder die Sorgen über die Finanzierung, noch den Ärger über dadurch ausgefallene Urlaube zu verantworten haben und somit nicht deren Leidtragende sein sollten. Nur wenn ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, sollte man auch tatsächlich ein Haus kaufen oder bauen.

Eine Immobilie richtig finanzieren und Haus Kauf alles richtig machen!

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Mariusz Blach
Mitte-Links: ©panthermedia.net Wavebreakmedia ltd

 

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Über Simon Schröder (1001 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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