Heuschnupfen beim Kind | Was tun?

Heuschnupfen bei Kindern Heuschnupfen bei Kindern
Heuschnupfen bei Kindern

Heuschnupfen bei Kindern

Die Nase trieft, die Augen jucken, ständig muss man husten und niesen oder man bekommt schlecht Luft – besonders für Kinder ist Heuschnupfen kein Zuckerschlecken.

Tritt die Allergie zum ersten Mal auf, wird sie oft fälschlicherweise für Schnupfen gehalten.

Doch kann sie nur wirksam behandelt werden, wenn sie frühzeitig erkannt wird. Schätzungsweise eine Million Kinder in Deutschland leiden an „allergischer Rhinitis“ bzw. „Pollinosis“, im Volksmund vor allem als Heuschnupfen bekannt. Das Immunsystem dieser Kinder reagiert extrem empfindlich auf Pollen von Blumen, Gräsern, Bäumen oder Sträuchern. Sich an der frischen Luft austoben, Rad fahren, Fußball spielen, an den Baggersee schwimmen gehen – mit Heuschnupfen ist für Kinder alles schwieriger oder in manchen Fällen beinahe unmöglich.

Mittel gegen Heuschnupfen/Pollenallergie

Die Pein mit den Pollen

Bereits ab Februar fliegen die ersten Pollen von Haselnusssträuchern und Erlen. Damit treten die charakteristischen Symptome bei den Betroffenen auf: zugeschwollene Augen, ständiges Niesen, eine laufende Nase, Juckreiz und Kopfschmerz.

Viele allergische Kinder sind müde und antriebslos, können sich in der Schule nicht konzentrieren. Die Ursache des Übels: Dem Immunsystem erscheinen die an sich harmlosen Pollen als Krankheitserreger.

Es produziert daher Antikörper, welche das Signal zur Produktion von Abwehrstoffen wie Histamin geben. Dieses ist ein entzündungsauslösendes Gewebehormon, welches unter anderem die Sekretproduktion ankurbelt und die Nasenschleimhäute anschwellen lässt. Vermuten Eltern Heuschnupfen bei ihren Sprösslingen, sollten sie sich umgehend an einen Allergologen wenden. Dieser lindert die Symptome und versucht dann durch ein Testverfahren zu ermitteln, welches Allergen genau die Überreaktion auslöst. Erst danach kann der Schritt zur langfristigen Therapie getan werden. 

[sws_green_box box_size=“640″]Bei akuten Beschwerden werden sogenannte Antihistaminika eingesetzt. Diese lindern die Wirkung des Gewebehormons Histamin im Körper. Lästiger Juckreiz, Schwellungen der Augen sowie Nasenfluss klingen etwas ab oder werden völlig gestoppt. Antihistaminika sind sowohl als Nasenspray, in Tablettenform, als Augentropfen oder als Saft erhältlich – teilweise schon für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr. Zur herkömmlichen Behandlung gehören auch kortisonhaltige Präparate, denn das verfügt über eine sehr starke entzündungshemmende Wirkung. [/sws_green_box]

Richtig dosiert angewandt halten sich auch die gefürchteten Nebenwirkungen im Rahmen. Bei Kindern kommt es aber ausschließlich zum Einsatz, wenn die Behandlung mit Antihistaminika überhaupt keine Wirkung zeigt. Zu den prophylaktischen Maßnahmen gehören die sogenannten „Mastzell-Stabilisatoren“. Sie verhindern die Ausschüttung von Abwehrstoffen wie dem Gewebehormon Histamin. Um diesen Effekt zu bekommen, muss das Kind die Medikamente noch bevor erste Symptome auftreten einnehmen. Das ist rund zwei Wochen vor dem Flug des allergieauslösenden Pollens der Fall. Das funktioniert daher natürlich nur, wenn das „eigene“ Pollenallergen bekannt ist und man sich über seine „Flugzeiten“ mittels Pollenflugkalenders informiert hat.

Die Sendung mit der Maus – Heuschnupfen

Hilfe in Sicht

Heuschnupfen bei Kindern ist für diese vor allem eines – lästig. Zugeschwollene, juckende Augen, eine triefende Nase, ständiges Niesen und manchmal gar Atemnot belasten Kinder oft noch stärker als Erwachsene.

Am Gang zum Allergologen führt daher kein Weg vorbei, um der Qual Herr zu werden. Antihistaminika in verschiedenen Verabreichungsformen helfen bei akuten Beschwerden.

Kortisonhaltige Präparate werden bei Kindern nur in Einzelfällen angewandt. Als Prophylaxe werden auch Medikamente (u.a. mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure) verabreicht, die bereits vor dem Einsetzen der Symptome eingenommen werden müssen. Heuschnupfen ist und bleibt eine unangenehme Sache, doch wer mit seinem Kind einen Allergologen aufsucht und das auslösende Allergen bestimmen lässt, kann ihm viel Schmerz und Unwohlsein ersparen.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Arne Trautmann

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