Hilfe, mein Baby ist allergisch! – Kuhmilcheiweißallergie erkennen und behandeln

Allergisch gegen Kuhmilch? | © panthermedia.net / lanakhvorostova Allergisch gegen Kuhmilch? | © panthermedia.net / lanakhvorostova

Nach der Stillzeit fängt das Baby langsam an, sich an feste Nahrung zu gewöhnen. Das ist eine aufregende Zeit für Eltern und Kind. Während beim Stillen noch alles gut lief, fangen für die Eltern mancher Kinder mit der ersten festen Nahrung richtige Problemzeiten an. Das Kind mag nicht richtig essen, hat Durchfall und erbricht sich, seine Haut ist pustelig und getoppt wird das ganze noch von Atemwegsproblemen. In meisten Fällen sehen Eltern leider nicht den Zusammenhang zwischen diesen Symptomen, die alle auf eine Kuhmilchallergie hindeuten können. Die Kuhmilchallergie – oder wie sie korrekterweise heißt, die Kuheiweißallergie, tritt meistens bei Babys und Kleinkindern auf.

Während man eine Laktoseintoleranz, also eine Milchzuckerunverträglichkeit leicht erkennen kann, bleibt die Kuhmilcheiweißallergie oft monatelang unentdeckt. Wir zeigen euch im Folgenden welche Symptome sich bei der Kuhmilcheiweißallergie am häufigsten zeigen, wie ihr sie erkennen und behandeln könnt und wo die Allergie eigentlich herkommt.

Symptome einer Kuhmilchallergie

Kuhmilchallergie kann unangenehm werden | © panthermedia.net / Fabrice Michaudeau

Kuhmilchallergie kann unangenehm werden | © panthermedia.net / Fabrice Michaudeau

 

Die Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie sind leider sehr vielseitig und in den meisten Fällen nur schwer mit der eigentlichen Allergie in Verbindung zu bringen. Zunächst einmal müsst ihr wissen, dass die Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie – ganz im Gegenteil zur Laktoseintoleranz – auch erst einige Tage bis zu einer Woche nach Konsum des Kuhmilcheiweißes eintreten können. Das man da erstmal nicht mehr an den Brei von letzter Woche denkt, ist klar. Die Kuhmilcheiweißallergie-Symptome wirken sich bei den meisten betroffenen Kindern auf mehr als ein Organsystem aus. Auf der verlinkten Fachseite findet ihr alle wichtigen Informationen rund um die Diagnose und Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie. Die Organsysteme, die von der Allergie betroffen sein können sind der Magen-Darm-Trakt, die Atemwege und die Haut. Kombiniert man dann die Beschwerden aus diesen Organsystemen, wie Erbrechen, Reflux und Bauchschmerzen, Atembeschwerden und Husten, sowie juckender, geröteter Hautausschlag mit häufig auftretender Müdigkeit und Unwohlsein, kann das für das betroffene Kind ganz schön fies werden.

Symptome wie das Aufstoßen der Nahrung, Schlafschwierigkeiten oder anhaltendes Weinen sind aber solche, die auch gesunde Babys häufig zeigen. Der Bezug zur Kuhmilchallergie ist also alles andere als naheliegend und muss erst einmal gefunden werden. Das bedeutet aber nicht, dass ihr nun gleich hinter jedem Wehwehchen eine Lebensmittelallergie vermuten müsst. Sollte sich der Zustand eures Kindes aber nicht bessern und es zeigt regelmäßig Teile der oben angegebenen Symptome, sprecht ihr euren Kinderarzt an.


Übrigens: Kuhmilcheiweißallergie können auch bei Säuglingen auftreten, die bisher nur gestillt wurden. Das liegt dann an der mütterlichen Ernährung, die in Beratung eines Arztes umgestellt werden kann.


Behandlung einer Kuhmilcheiweißallergie

Kuhmilchallergie bei Babys | © panthermedia.net / Graham Oliver

Kuhmilchallergie bei Babys | © panthermedia.net / Graham Oliver

Eine Kuhmilcheiweißallergie solltet ihr auf keinen Fall auf eigene Faust behandeln. Sie wird mit einer gezielten Ernährungsumstellung eingedämmt, sodass das Kind sie in vielen Fällen schon vor dem Grundschulalter wieder los ist. Bevor aber der Kinderarzt keine genaue Diagnose gestellt hat, solltet ihr nicht mit kuhmilchfreier Nahrung herumexperimentieren.

Wieso ist mein Kind gegen Kuhmilcheiweißallergie allergisch?

Kuhmilcheiweißallergien gehören zu den häufigsten Allergien von Babys und Kleinkindern, die meistens schon im Säuglingsalter auftreten. Nur wenige Erwachsene sind von der Kuhmilcheiweißallergie betroffen. Bei den Betroffenen, egal ob Kind oder Erwachsener, kommt es zur allergischen Reaktion, weil das Immunsystem das Kuhmilcheiweißallergie bekämpft. Die genaue Ursache und der Grund eben dieser Allergien, konnte noch nicht genau geklärt werden. Unter anderem vermutet man, dass die Anlage, an Allergien zu erkranken vererbt wird.

Fazit

Kuhmilchallergien treten unter Babys und Kleinkinder leider relativ häufig auf und können, wenn sie denn erst einmal als solche erkannt wurden, mit einer strikten Ernährungsumstellung aber gut in den Griff bekommen werden und verschwinden in den meisten Fällen innerhalb von ein bist zwei Jahren. Eine Kuhmilchallergie anhand ihrer Symptome zu erkennen ist aber gar nicht so einfach, da sie nicht direkt nach dem Verzehr auftauchen, sondern auch bis zu eine Woche später und manchmal gar nichts mit dem Magen-Darm-Trakt zu tun haben. Sprecht bei Verdacht mit eurem Kinderarzt und macht einen Test um die Sicherheit zu haben. Sollte euer Kind dann wirklich eine Kuhmilchallergie haben, wird eine Ernährungsumstellung schnell Abhilfe verschaffen.

Hilfe, mein Baby ist allergisch! – Kuhmilcheiweißallergie erkennen und behandeln
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