Holzschutzmittel und Insektizide: Unterschätzte Gefahren in der Wohnung

Wohnung von Giftstoffen frei halten

Holz

Insektizide und Holzschutzmittel gehören zu den gesundheitlichen Gefahren, die oft unterschätzt werden. Wer könnte es für möglich halten, dass selbst in älteren Häusern, die 30 oder mehr Jahren alt sind, immer noch giftige und aktive Schadstoffe vorhanden sein können. Holzschutzmittel, die vor Jahren für die Holzbehandlung verwendet wurden, können immer noch eine Gefahr für Gesundheit, und zwar nicht nur bei Kindern, darstellen. Hundehalsbände oder Sprays mit Mitteln gegen Pflanzenschädlinge können dagegen Insektizide freisetzen. Holz

Gefahr für Leben

Es gibt eine Vielzahl chemischer Stoffe, die als Insektizide eingestuft sind, die meisten davon sind gefährliche Nervengifte. Einige können zu erheblichen gesundheitlichen Schäden oder gar zum Tod führen, falls sie nicht sachgemäß verwenden werden. Am meisten berüchtigt ist das Mittel E605 (Parathion). Die meisten Stoffe sind zwar weniger giftig, allerdings sind sie ein langfristiges Problem.

[sws_grey_box box_size=“618″]Sie bilden nämlich Ablagerungen in der Umwelt oder im Fettgewebe, die im Laufe der Zeit zu chronischen Beschwerden führen können. Darunter befinden sich chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie das inzwischen verbotene Lindan oder DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan). Wenn Sie also Ihren Kindern und sich selbst ein sicheres und gesundes Zuhause anbieten wollen, sollten Sie auf den Einsatz von Insektiziden unbedingt verzichten. [/sws_grey_box]

Vorsicht vor Teppichen aus Wolle

Klassische Teppiche aus Wolle sind meist als Schutz gegen Mottenfraß mit[sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]Insektiziden[/sws_highlight] behandelt. Das dient zwar dem Schutz der Teppiche, greift aber die Gesundheit der Menschen an, weil dafür Pyrethroide als Schutzmittel verwendet werden. Aufpassen sollte man vor allem bei Babys und Kleinkindern, weil sie gerne auf dem Boden rumtoben und spielen, sie haben den direkten Kontakt zum Teppich (Einatmen des belasteten Staubs).

Teppiche und Teppichböden von Öko-Herstellern, die bei der Herstellung auf Insektizide im Prinzip ganz verzichten, sind hierfür eine optimale Alternative. Gewöhnliche Mottenstreifen für den Kleiderschrank können genauso wie Elektro-Verdampfer gegen Mücken Pyrethroide enthalten. Darauf sollte man ebenfalls verzichten, mindestens in den Kinderzimmern.

Lindan in älteren Häusern

Bis in die 1980. Jahre hinein wurden giftige Holzschutzmittel bei Häuserbau eingesetzt. Diese Mittel enthielten die heute [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]verbotenen Wirkstoffe[/sws_highlight] Lindan und PCP (wie in den Holzschutzlasuren Xylamon® oder Xyladecor®). Ob das Haus mit diesen Giften behandelt worden war, lässt sich leider nicht auf Anhieb sagen, weil man das weder sehen noch riechen kann. Das geht nur über eine Holz- oder Staubprobe.

Wurde die Wohnung mit solch belastetem Holz gebaut, muss es auf jedem Fall entfernt werden. Bei Dachgebälk kann man so vorgehen, dass man vielleicht einige Millimeter tief abhobelt oder die Balken mit einer Spezialfolie luftdicht verpackt und anschließend verkleidet.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Walter J. Pilsak

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Über Dariusz Strenziok (151 Artikel)
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