HPV-Impfung – ja oder nein?

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2007 wurde die HPV-Impfung für junge Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren von dem Robert-Koch-Institut empfohlen. Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs stießt seitdem immer wieder auf Kritik von dieser Vorsorgeart. Haben Sie eine Tochter im Alter zwischen 12-17 Jahren und Sie überlegen noch, ob Sie ihr Kind impfen lassen sollen? Bevor Sie eine Entscheidung treffen, lesen Sie bitte diesen Beitrag.

Was sind HPV-Viren?

[sws_blue_box box_size=“630″]Bei den HPV-Viren handelt es sich um die sogenannten Humanen Papillomviren. Das sind Erreger, die jeder Mensch in seinem Körper trägt. Zu einer Übertragung, beziehungsweise Infizierung, kommt es meist bei Sexualkontakten. Die Viren können Haut und Schleimhäute befallen, was in harmlosen, aber ziemlich unangenehmen Warzen im Genitalienbereich, endet. In den meisten Fällen zeigen sich jedoch keine Symptome einer HPV-Infizierung an. Rund 70 Prozent aller sexuell aktiven Frauen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV-Viren. In 90 Prozent dieser Fälle werden die Infektionen von dem körpereigenen Immunsystem besiegt. [/sws_blue_box]

Über 100 verschiedene HPV-Viren

Es existieren über 100 verschiedene Typen von diesen Viren, rund 40 sind für Infektionen im Genitalienbereich verantwortlich. Vier davon, mit der Bezeichnung 16, 18, 31 und 45, sind als Hochrisikotypen eingestuft. Sie werden als Hauptverursacher des Gebärmutterhalskrebses verantwortlich gemacht. Allerdings müssen einige andere Voraussetzungen erfüllt werden, damit aus einer HPV-Infektion der Krebs entsteht.

Zum Beispiel müsste der Virus über längere Zeit im Körperinneren verbleiben, um am Gebärmutterhals ständig eine Infektion auszulösen. Meistens jedoch, zum Glück, funktioniert die Immunabwehr richtig und erlaubt es nicht, dass die [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]HPV-Viren [/sws_highlight]  lange genug im Organismus bleiben, um schlimmere Schäden anrichten zu können.

Warum im jungen Alter impfen?

Die Humanen Papillomviren werden hauptsächlich durch Geschlechtskontakt übertragen. Darum empfiehlt es sich, eine Schutzimpfung bei 12- bis 17-jährigen Mädchen, also vor dem ersten sexuellen Kontakt, durchzuführen. Die Krankenkassen übernehmen für diese Altersgruppe die Kosten der Impfung.

Für die Immunisierung sind derzeit in Deutschland zwei Impfstoffe zugelassen: [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]Gardasil und Cervarix [/sws_highlight] . Die Verhütung führt man in drei Dosen im Abstand von sechs Monaten durch. Die Wissenschaftler wissen es leider noch nicht, wie lange die Wirkung des Impfstoffs anhält. Man geht von einer Immunität über fünf Jahre aus. Es ist weiterhin unklar, ob danach eine neue, auffrischende Impfung, notwendig ist.

Fazit

Bei dem HPV-Schutz spricht man von einer Impfung wie jede andere. Das betrifft genauso die Wirksamkeit des Impfstoffs wie auch die Nebenwirkungen. Die Spritze erhöht zwar über eine gewisse Zeit die Immunität des Körpers gegen Gebärmutterkrebs, es gibt aber keinen 100-prozentigen Schutz. Man sollte also den jungen Mädchen die jährliche Krebsvorsorge nahelegen, bei der durch den PAP-Test etwaige Zellveränderungen am Gebärmutterhals rechtzeitig festgestellt werden können.

HPV-Impfung

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Elena Elisseeva

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