Inklusion für alle – Wie wir gemeinsam Barrieren verhindern können

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Luis und André

Knapp ein Viertel der Menschen in Deutschland mit schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen nimmt weitgehend ungehindert am gesellschaftlichen Leben teil. Auf der anderen Seite bedeutet das, dass gut drei Viertel der Betroffenen durch die Beeinträchtigungen daran gehindert werden, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Doch nicht nur Rampen an Bahnhöfen oder auch Einkaufszentren sind wichtig, sondern auch der Abbau von Barrieren im zwischenmenschlichen Sinne.

Inklusion für alle

Von gut 10,3 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung in Deutschland, haben alle mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen zu kämpfen. Von Geh- bis Seh- oder Sprachbehinderungen; jeder hat dadurch auch leider heute noch mit Barrieren im Alltag zu kämpfen. Möchte man öffentliche Verkehrsmittel nutzen geht es nicht nur darum, dass ich mit dem Rollstuhl in die Bahn hinein komme, sondern zuallererst schon in den Bahnhof und zu allen Gleisen gelangen kann. Ohne jegliches Sehvermögen einkaufen oder ähnliche Aufgaben meistern zu können, ist ebenfalls noch nicht überall möglich.

Ein Punkt wird jedoch auch immer wichtiger: Der Zugriff auf die digitalen Medien und das Nutzen von technischen Geräten, wie dem Smartphone oder der Spielekonsole. Auch hierauf sollen Beeinträchtigte Menschen jeglicher Art einen einfacheren und besseren Zugang erhalten, was auch Beauftragte der Bundesregierung ermöglichen wollen. Welche digitalen Barrieren es gibt und wie digitale Medien und Geräte Menschen mit und ohne Beeinträchtigung einander näher bringen können, haben wir für euch zusammengefasst.

Digitale Barrieren erkennen

Frau im Rollstuhl am PC | © panthermedia.net /Andrea De Martin

Frau im Rollstuhl am PC | © panthermedia.net /Andrea De Martin

 

Zum aktuellen Zeitpunkt werden die digitalen Barrieren für beeinträchtigte Menschen zwar immer mehr zum Thema, doch für Außenstehende, die nicht im persönlichen Umfeld davon betroffen sind, steht es mit Sicherheit noch nicht im Fokus. Hier eröffnet sich zuerst die Frage, worin die Barrieren bestehen, denn erst auf den zweiten Blick werden sie für uns sichtbar.

Geht man als Mensch ohne Behinderungen oder Einschränkungen mit dem Smartphone ins Internet, fallen einem nicht sofort Barrieren auf, die anderen Menschen im Weg stehen könnten. Dabei liegen sie auf der Hand. Bin ich nämlich zum Beispiel motorisch eingeschränkt oder kann Hände und Arme nicht bewegen, ist es nicht unbedingt einfach PC oder Smartphone zu benutzen. Bin ich sehbehindert, kann ich zwar im Bestfall das Smartphone benutzen, aber nicht Artikel und andere Texte lesen. Ist man gehörlos, kann man Videos sehen, aber die wichtigen gesprochenen Inhalte nicht hören und verstehen.

All diese Barrieren werden für Unbeteiligte erst sichtbar, wenn sie sich damit beschäftigen. Und dadurch, dass sich immer mehr Menschen damit beschäftigen, können auch schon Erfolge zu diesem Thema verbucht werden. Zum Beispiel werden Controller für Spielekonsole so umgebaut, dass Menschen, die ihre Hände und Arme nicht bewegen können, sie mit ihrem Mund steuern können. Ebenfalls werden viele Internetseiten insofern verbessert, dass Texte und einzelne Schriftzüge per Klick vorgelesen werden können, damit auch Gehörlose oder Menschen mit Leseschwäche jegliche Onlinedienste nutzen können.

Was wir gegen Barrieren tun können

Kim und Denise

Kim und Denise

Manche mögen vielleicht meinen, dass wir allein nichts gegen solche Barrieren tun können, doch in Deutschland gibt es bereits einige Aktionen, die dabei helfen sollen, auf die Problematik aufmerksam zu machen und den Anstoß dafür zu geben, selbst etwas dafür zu tun. Ein ganz aktuelles Beispiel dafür, ist das Video der Kampagne der Aktion Mensch. Hier sehen Kinder verschiedenste technische Geräte, die Menschen, welche auf die unterschiedlichsten Arten beeinträchtigt sind, in ihrem Alltag unterstützen sollen.

Während die Benutzer der Geräte, zum Beispiel einer Hand- oder einer Beinprothese, den Kindern erklären was das Ding vor ihnen genau ist und was es alles kann, verschwinden die Barrieren zwischen ihnen nach und nach und sie begegnen sich auf der selben Ebene. Genau das will die Kampagne uns damit zeigen, denn egal ob mit technischen oder digitalen Hilfsmitteln, wenn wir die Barrieren zwischen einander außer Kraft setzten, setzten wir uns für alle Menschen und ihre Rechte ein. Wir sehen jeden gleich, ob beeinträchtigt oder nicht.

Fazit zur Inklusion für alle

Zwei Mädchen haben Spaß | © panthermedia.net /DenysKuvaiev

Zwei Mädchen haben Spaß | © panthermedia.net /DenysKuvaiev

Ganz egal wie wir es tun und egal was wir tun, solange wir etwas tun, können wir dazu beitragen eine inklusive Gesellschaft zu schaffen, in der jeder ohne Barrieren leben kann. Wir selbst können diese Barrieren verhindern, in dem wir Ideen und Gedanken formulieren und öffentlich machen, die uns helfen Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag zu unterstützen. Doch die größte Unterstützung ist es doch jeden Menschen als ganz selbstverständlich zu sehen. Denn jeder ist was besonderes, auf seine ganz eigene Art und das ist auch gut so.

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Über Simon Schröder (256 Artikel)
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