Kein Geld für die Kaution?! Update 2014

Kein Geld für die Kaution

Wohnungsmangel ist heutzutage ein wirkliches Problem und inzwischen ein Thema welches auch auf politischer Ebene diskutiert wird. Auch das Konzept einer Maklergebühr die neben der normalen Kaution gefordert wird, wird seit den letzten Jahren immer häufiger gefordert. Ob man nun Wohnungen in Eigeninitiative im Internet sucht oder direkt einen Makler beauftragt: Am Ende gilt oft inzwischen sogar die Wohnungsführung als Vermittlung. Zusätzlich zu der anfallenden Kaution kommen nun also auch noch die Maklergebühren. Aufgrund dessen entwickelten sich in den letzten Jahren verschiedene Modelle, die Kaution nicht Bar bei Mietantritt zahlen zu müssen.

Kaution

Kaution

Die Konzepte der Kautionsversicherung und der Kautionskasse sind inzwischen etabliert. Jedoch liegt es nach wie vor im Ermessen des Vermieters, dies als Kaution anzuerkennen. Gesetzlich ist laut Paragraph 551 des BGB nur geregelt, dass der Vermieter die Barzahlung sowie die eigene Kautionsanlage in Form eines Sparbuches akzeptieren muss. Somit hat sich auf rechtlicher Lage seit Entstehung der Kautionsversicherung und der Kautionskasse nichts geändert. Jedoch ist die Auswahl an Banken oder Versicherungen deutlich gestiegen.

Die Vorteile einer Kautionsversicherung sowie einer Kautionskasse sind eindeutig: Die Kaution muss nicht neben all den anfallenden Kosten eines Umzuges zum Beginn des Mietverhältnisses aufgebracht werden. Gerade bei hohen Kautionsbeiträgen ist der Mieter somit flexibler. Dies gilt auch gewerblicher Ebene. Auch hier ist es möglich die Barkaution mit einer Bürgschaft durch eine Kautionsversicherung oder einer Kautionskasse zu umgehen. Neben diesen Möglichkeiten kann auch ein Bausparvertrag als Mietkaution anerkannt werden. Einige Banken bietet die Möglichkeit in Falle einer Schadensforderung durch den Vermieter einen Teil des Geldes aus dem Vertrag zu lösen um die Forderung zu begleichen. Zusätzlich können auch Investmentfonds als Pfand für die Kaution eingesetzt werden. Dem Vermieter obliegt aber nach wie vor die Entscheidung dies als Ersatz für die Barkaution anzuerkennen. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist miserabel und das zeigt sich besonders in großen Städten. Ein Normalverdiener ist hier kaum in der Lage, dass er für sich und seine Familie ein angemessenes Zuhause mieten kann.

Genau so geht es Alleinlebenden, die ebenfalls auf eine Wohnung angewiesen sind. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, dies ist ein Satz, der grob die freie Marktwirtschaft beschreibt. Dass diese Aussage auch die Lage von Menschen beschreibt, die auf der Suche nach einer Bleibe für sich und ihre Familien sind, davon zeugen viele Erfahrungsberichte der Betroffenen. In großen Städten gibt es nicht genug Wohnungen, um alle Suchenden optimal zu versorgen. Wurde dann trotzdem die passende Wohnung gefunden, kommt es nicht selten vor, dass die Verpflichtung zur Zahlung einer Kaution den Mietvertrag zum Scheitern bringt.

Was bedeutet das Wort Kaution?

Mietkaution

Mietkaution

Die Vokabel Kaution stammt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie Sicherheit oder Vorsicht. Es handelt sich dabei also um eine Sicherheitsleistung, die bei der Miete einer Sache fällig wird. Dass eine Kaution ebenfalls fällig wird, wenn es darum geht, dass ein Verdächtiger nicht im Gefängnis bleiben muss, soll hier nicht das Thema sein – bringt einen aber schon zum Nachdenken, oder? Viele Vermieter verlangen von ihren Mietern, dass sie eine Kaution zahlen.

Sie begründen ihre Forderung damit, dass sie nur so sicher stellen können, bei Schäden an der Immobilie oder Mietschulden, einen Teil ihrer Kosten erstattet zu bekommen. Nur wenige Besitzer von Eigentum gehen auf die Bitte der Mieter ein, dass diese auch ohne Kaution eine Wohnung mieten können. In vielen Fällen kann man das durchaus verstehen.

Leider häufen sich die Klagen über sogenannte Mietnomaden und wenn keine Kaution hinterlegt wurde, dann bleibt der Vermieter immer auf den kompletten Kosten sitzen.

Wer hilft bei der Wohnungssuche?

Es gibt wohl kaum eine Berufsgruppe, die in Bezug auf die Wohnungssuche mehr gefragt ist, als der Makler. Dieser sucht im Auftrag seiner Kunden die passende Bleibe aus und tritt als Mittler zwischen Mieter und Vermieter auf. Dass für diese Arbeit nach erfolgreichem Vertragsabschluss auch ein Honorar fällig wird, ist beiden Parteien bekannt. Wohnungssuchende können sich das Geld aber sparen und auf anderen Wegen zu ihrer Wohnung kommen. Wer sich die Kosten des Maklers sparen möchte, der sollte sich im Internet nach einer Wohnung umschauen. Hier findet er einige Plattformen, die sich genau darauf spezialisiert haben und für ihren Dienst kein Honorar verlangen.

Die freien Wohnungen können gezielt nach dem gewünschten Ort ausgesucht werden. Es ist hier grundsätzlich ebenfalls möglich, dass die Größe und der Höchstpreis für das Objekt eingegeben werden. Nach wenigen Sekunden erscheinen dann alle passenden Angebote und der Suchende muss sich nur noch mit den Vermietern in Verbindung setzen. Aber Achtung, auch hier sind etliche Makler tätig und verlangen selbst dann eine Provision, wenn die Vermittlung über die betreffende Seite erfolgt. Zeitungsanzeigen oder kostenlose Kleinanzeigen im Internet können ebenfalls zum Erfolg führen.

Wichtig dabei ist immer, dass man vor der Vertragsunterzeichnung die Wohnung anschaut und alle Klauseln mit dem potenziellen Vermieter bespricht. Bei der Besichtigung ist es gut, wenn man einen vernünftigen Eindruck bei dem Vermieter hinterlässt. Das heißt unter anderem, dass die Kleidung sauber und das äußere Erscheinungsbild gepflegt sein sollte. Übertriebene Höflichkeit ist dann genau so unpassend wie Arroganz. Man muss immer daran denken, dass man die Wohnung haben möchte und leider auf das Wohlwollen des Besitzers angewiesen ist. Dieser ist nicht darauf angewiesen, dass er seine Immobilie an den ersten Bewerber vermietet. Es stehen genug andere Suchende zur Auswahl. Alles immer schön freundlich und am besten natürlich bleiben.

Kautionsversicherung als Hilfe?

Kautionsversicherung als Hilfe?

Kautionsversicherung als Hilfe?

Mittlerweile gibt es einige Anbieter, die mit einer sogenannten Mietkautionsversicherung werben. Hier muss der Mieter sein Geld nicht sofort bar bezahlen und der Vermieter hat dennoch eine ausreichende Sicherheit. Nach der Unterschrift des Mietvertrages schließt der Mieter einen Mietkautionsvertrag bei dem Anbieter seiner Wahl ab. Dieser fertigt danach eine Urkunde an, aus der hervorgeht, dass der Versicherer für die Höhe der sonst fälligen Kaution bürgt. Für diesen Vertrag zahlt der Mieter einen Jahresbeitrag, der sich nach der Höhe der sonst fälligen Kaution richtet.

Diese Art der Versicherung rechnet sich besonders dann, wenn kein Geld für die Mietkaution vorhanden ist. Nur wenige Mieter verfügen halt über so viel Bargeld, dass sie dem Vermieter eine Kaution in doppelter oder dreifacher Höhe der Miete zahlen können. Viele sind gezwungen, dass sie dafür einen Kredit aufnehmen müssen. Stellt man die Kosten dafür den Beiträgen einer Mietkautionsversicherung gegenüber, dann wird diese in den meisten Fällen günstiger sein. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man mehr Bargeld zur Verfügung hat und dieses für den Umzug oder neue Möbel verwenden kann.

Beispiel einer Kautionskasse

Diese Institute bietet Mietern an, dass sie für die übliche Kautionszahlung von drei Monatsmieten bürgt. Der Mieter zahlt dafür unabhängig von der tatsächlichen Miete den Betrag von 50€. Dazu kommt eine jährliche Provision, die 3,5 % der Kautionssumme betragen kann. Auch eine Kontoführungsgebühr wird meistens von der jeweiligen Kautionskasse erhoben. Die Vorteile für den Mieter liegen darin, dass er nicht direkt das Geld für drei Monatsmieten aufbringen muss. Der Vermieter bekommt mit der Bürgschaft der Kautionskasse übrigens eine kostenlose Bonitätsprüfung seines künftigen Mieters. Auf diese Weise profitieren also beide Seiten von der Kautionskasse. Weitere Infos zum Thema gibt es übrigens hier.

ARD-Ratgeber Geld – Mietkaution:

Es ist also gut, dass es solche Möglichkeiten gibt, die eine hohe Kautionszahlung verhindern. Gerade in der heutigen Zeit, wo Wohnungen in den Ballungsgebieten knapp und zudem sehr teuer sind, kommt das vielen Mietern sehr gelegen. Wer aber über Erspartes verfügt, der sollte die Kaution so anlegen, dass er einen Nutzen davon hat. Ein Festgeldkonto bringt ihm Zinsen, die die Einlage wachsen lassen. Wenn er nach einiger Zeit umzieht, wird er sich freuen, wenn er über diesen Betrag verfügen kann. Wie siehst Du das? Ist eine Kautionsversicherung eine echte Alternative oder ist sie zu teuer?

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Alles Liebe
euer Simon

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net Birgit Reitz-Hofmann
Mitte-Links: © panthermedia.net Thomas Lammeyer
Mitte-Unten: © panthermedia.net rido

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Über Simon Schröder (1003 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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