Kind schläft schlecht | Gründe und Hilfe finden!

Kind schläft schlecht

Kind schläft schlechtJeder, der Kinder hat, wird diese Situationen schon öfter erlebt: Anstatt zu schlafen, kommt der Nachwuchs ständig aus dem Bett. Als Gründe sagen uns unsere Kids häufig, Hunger und Durst zu haben, die erzählte Geschichte sei zu kurz gewesen, der Bauch tut weh oder sie können einfach nicht einschlafen, weil sie unruhig sind. Auf die Dauer kann das anstrengend, stressig und nervig für die Kinder und uns als Erziehungsberechtigte werden. Schnelle Hilfe ist dann gefragt.

Einschlafprobleme bei Kindern

Einschlafprobleme sind bei einem Kind völlig normal und kein Grund zur Sorge. In diesen Fällen sollten sich Mütter und Väter einfach oftmals etwas mehr Zeit nehmen. Zum Beispiel nachfragen, wie der Tag war, ob es Probleme gab, ob das Kind irgendetwas bedrückt oder ob vielleicht etwas weh tut. Eltern, die nach Antworten suchen bekommen hier wertvolle Tipps:

  • Wichtig ist, den Abend ruhig ausklingen zu lassen. Das heißt ohne mediale Reizüberflutung, Toben, Zank und Streit. Nur so können Kinder langsam abschalten. So kommen sie langsam zur Ruhe.
  • Die Zeit vor dem Schlafengehen soll optimal strukturiert sein und wiederkehrende Rituale beinhalten. Zum Beispiel nach dem Spielen aufräumen, Abendessen, Waschen, Zähne putzen, Sandmann schauen, ins Bett bringen, kuscheln und dabei eine kleine Geschichte erzählen oder ein Lied singen.
  • Absolut sinnvoll sind feste Schlafenszeiten. Nur so lernt der Körper, sich darauf einzustellen und kommt zur Ruhe. Doch überlegen Sie genau, ob der Zeitpunkt richtig gewählt ist, denn werden die Sprösslinge älter, sinkt der Schlafbedarf. Hier hilft es, die Schlafenszeit einfach um eine halbe oder ganze Stunde nach hinten zu verschieben.
  • Durch das miteinander reden und zuhören wird dem Kind die Last genommen. Nehmen Sie den Nachwuchs in den Arm und kuscheln Sie. Nur so vermitteln Erwachsene grenzenlose Sicherheit, Liebe und Geborgenheit.
  • Auch Ausnahmen bestimmen manchmal die Regel. Was spricht dagegen, wenn Tochter oder Sohn mal etwas länger lesen möchten, weil das Buch gerade so spannend ist oder eventuell eine CD leise zu Ende hören möchten? Manchmal haben Kinder trotz eines ausgefüllten Tages noch Energiereserven und sind schlichtweg nicht müde. Bei allem Verständnis sollte immer klar sein, das die Ausnahmen nicht zur neuen Regel werden.
  • Vermeiden sollten Erwachsene, das Kinderbett als Bestrafung einzusetzen. Oft hört man: Du gehst sofort ins Bett, wenn Du nicht artig bist. Langfristig entwickeln Kinder dem Bett gegenüber Angstgefühle. Umgedreht ist es genauso schlecht, wenn der Nachwuchs das Bett als Spielort entdeckt und dadurch nicht zur Ruhe findet.

Baby-Einschlafmusik

Checkliste anderer Störfaktoren

1. Sport, Spiel und Aktivitäten

Für einen gesunden Schlaf ist ausreichendes Maß an Bewegung, Sport und Spiel wichtig.Tagsüber sollte darauf geachtet werden, dass Kinder sich genügend im Freien aufhalten, um sich dort auszupowern. Kontrollieren Sie zudem die Zimmertemperatur. Oftmals ist das Kinderzimmer viel zu warm. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 18° und 20 Grad. Gut ist es, vor dem Zubettgehen das Zimmer immer gut zu lüften.

2. Die Ernährung

Wenn Kinder am Abend zu viel naschen, könnte das auch ein Grund für das Nicht-Schlafen-Wollen sein. Denn zu viel Zucker und künstliche Farbstoffe regen den Körper an und setzen Energie frei. Am Abend sollten deshalb Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke vermieden werden.

3. Die Angst vor der Dunkelheit

Bei der Angst vor Dunkelheit und schlechten Träumen helfen beruhigende Gespräche. Oft helfen schon kleine Tricks, um die Problematik zu mildern oder gänzlich abzustellen. Sie können die Tür einen Spalt offen lassen, ein Nachtlicht platzieren oder an der Zimmerdecke Leuchtsterne installieren. Eine andere Möglichkeit sind gebastelte Traumfänger, eventuell ein Zauberstab oder ein ganz besonderes Kuscheltier.

4. Matratze, Bettzeug und Co.

Eltern müssen darauf achten, dass Kinderzimmer altersgerecht ausgestattet sind. Nur so fühlt sich der Nachwuchs wohl und schläft auch gut. Schon bei der Einrichtung bekommt deshalb der Nachwuchs ein Mitspracherecht eingeräumt. Klären Sie die Fragen: Welche Farben mag ihr Kind, welche Möbel sollen es sein, ist ausreichend Spiel- und Arbeitsfläche vorhanden, soll es ein Himmelbett oder ein Hochbett sein? Eltern, die diese Fragen dagegen ignorieren, laufen Gefahr, dass Kinder sich in ihrem Zimmer nicht wohlfühlen.

Neben dem optimalen Bett inklusive Lattenrost und Matratze sind pflegeleichte Decken und Kopfkissen wichtig. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Produkte mit Prüfsiegel gelegt, um gesundheitliche Schäden auszuschließen. Wer nun das perfekte Bett gefunden hat, braucht jetzt die Matratze. Hier unterscheiden wir zwischen Latexmatratze und Federkernmatratze. Beide haben sowohl Vor- als auch Nachteile und es kommt auf den Einzelfall an. Wer sich für eine Kinder-Latexmatratze entscheidet, sollte nur geprüfte Ware mit der Bezeichnung „Naturlatex“ kaufen.

Die herausragende Eigenschaft von Latex ist die hohe Punkteelastizität. Egal, an welcher Stelle die Matratze eingedrückt wird, sie federt angenehm zurück und die Wirbelsäule wird nicht verkrümmt. Bei dem Kauf zusätzlich darauf achten, dass Latexmatratzen aus mehreren Zonen bestehen.

Anders als Latexmatratzen federn Federkernmatratzen nicht nur zurück, sondern schwingen ein wenig. Das heißt im Klartext: Die Matratze kommt nicht so schnell zur Ruhe, da die Punkteelastizität nicht so ausgeprägt ist. Entscheidend für die Qualität sind deshalb Material, Federung und die Polsterung. Empfohlen werden Taschenfederkerne, aber noch besser sind Tontaschenfederkernmatratzen. Egal, für welche Matratzen Sie sich entscheiden, lassen Sie sich beraten, nehmen Sie das Kind ruhig mit zum Probeliegen und vergessen Sie nicht zwei waschbare Matratzenschoner. Denn Kinder können einnässen.

[sws_yellow_box box_size=“630″]Tipp: Für Allergiker-Kinder sind geprüfte Latexmatratzen mit speziellen Bezügen die beste Wahl. Passend dazu gibt es besondere Bezüge und Kopfkissen wie hier aktuell bei Lidl im Angebot, die vor Milben und Hausstaub geschützt sind. [/sws_yellow_box]

Jetzt fehlen nur noch Bettdecke und Kopfkissen. Auch hier sollte zunächst auf passende Größe und geprüfte Materialien geachtet werden. Beides muss pflegeleicht, waschbar und schnell trocknend sein. Wenn dann noch die Kinderbezüge gefallen, kann einem gesunden Kinderschlaf nichts mehr im Wege stehen. Also liebe Kinder. Schlaft schön!

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Artikelbild: ©panthermedia.net Wavebreakmedia ltd

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Über Simon Schröder (1001 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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