Kinder beim Malen fordern und fördern?!

Kinder beim Malen

Kinder beim MalenMalen ist etwas, was alle Kinder gerne machen. Es ist auch etwas, was die Kids nicht nur beschäftigt, sondern auch eine Betätigung, die dem Nachwuchs bei ihrer Entwicklung hilft. Das Malen unterstützt immerhin die intellektuellen, die motorischen, kreativen und sogar sozialen und emotionalen Fähigkeiten des Kindes. Es hilft dabei, räumliches Denken, Koordination und vieles mehr zu entwickeln. Daher sollte man seinem Junior auf jeden Fall beim Malen lernen unterstützen und fördern, da es auch der ganzheitlichen Entwicklung hilft. Aber wie sollte dies am besten von Statten gehen?

Schon Kleinkinder malen übrigens sehr gerne. Natürlich zeichnen sie keine Bilder, deren Motiv für die Eltern oder andere Erwachsene erkennbar ist, aber sie malen schon auf ihre Weise. Das sollte man ihnen auch auf jeden Fall zugestehen. Es hilft ihnen, ihre Koordination zu entwickeln. Denn während sie anfangs noch scheinbar sinnlos den Stift übers Blatt schmieren lassen, werden die Bewegungen im Laufe der Zeit immer koordinierter und zielgeführter. Erste Motive entstehen. Auch die Farbauswahl wird sich im Laufe der Zeit verändern und immer mehr zu dem passen, was das Kind malt.

Phantasie und Kreativität viel Raum lassen

Diesen kreativen Fluss sollten Eltern keineswegs einschränken, sondern einfach geschehen lassen. Keinesfalls sollte man hier dem Kind Vorgaben machen oder es versuchen, in eine bestimmte Richtung zu lenken. Ihm hier die Möglichkeit zu geben, sich einfach „auszutoben“, wird sich in seiner späteren Kreativität auszahlen. Die einzige Art, das Kind hier zu fördern, sollte Lob sein. Es im Stil „das kann man ja gar nicht erkennen“ zu kritisieren oder zu verbessern, würde das Selbstvertrauen des Kindes erschüttern und seine Phantasie und Kreativität stoppen. Lobt man es hingegen für seine Werke, fühlt es sich bestätigt, wird mutiger und lässt seiner Phantasie noch mehr freien Lauf.

Indirekt kann man Kinder doch fördern, allein schon durch die Mittel, die man ihnen zur Verfügung stellt. Das können zum einen verschiedene Möglichkeiten zum Zeichnen sein, wie etwa Wachsmalstifte, Buntstifte, Wasserfarben und Pinsel, Fingermalfarben usw. Gerade bei kleinen Kindern ist es wichtig, dass sie vor allem mit kurzen, dicken Stiften malen können, da sie diese gut halten können. Zu dünne Stifte sind ungünstig, sie brechen leicht und da das Kind erst lernen muss, wie viel Druck es auf den Stift abgeben muss, ist es schnell passiert.

Fingermalfarben sind schon für kleinste Kids geeignet. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Farben von guter Qualität und vor allem nicht giftig sind, ansonsten jedoch kann man Kinder hier sich austoben lassen. Einfach alte Kleidungsstücke anziehen, einen möglichst großen Bogen Papier zur Verfügung stellen und das Kind machen lassen. Es wird viel Spaß haben und sich frei austoben.

Phantasie durch Materialien fördern

Auch durch die Materialien kann man Kinder fördern. Daher ist es wichtig, dem Kind nicht nur einfach Papier zu geben, sondern Papier mit verschiedenen Oberflächen. Raue, marmorierte, glatte Oberflächen und vieles mehr eignen sich gut. Diese Dinge müssen auch nicht teuer im Bastelgeschäft erstanden werden, sondern alte Tapeten, Packpapier, alte Kalender, Poster und vieles mehr eignen sich genauso.

Wenn das Kind älter wird, kann man es mit Vorschlägen fördern, allerdings sollte dies ohne Druck passieren. Eine Möglichkeit, ihm bei seiner Entwicklung zu fördern, ist das gemeinsame Gestalten in der Familie. Ideal sind ältere Geschwister, von denen die Kleinen sich deren Techniken abschauen können. Aber genauso ist es toll für das Kind, gemeinsam mit den Eltern eine Geburtstagskarte für die Oma, einen Wunschzettel für das Christkind oder Ähnliches zu gestalten. Oder man lässt es ein passendes Bild zu einem Kochrezept malen, einen Kalender als Geschenk gestalten usw.

Damit das Kind lernt, Proportionen abzumalen und dreidimensional zu zeichnen, kann man es Gegenstände abmalen lassen. Das können Dinge, Menschen oder Tiere sein. Diese können aus dem Haus stammen, auf Ausflügen entdeckt werden und vieles mehr.

Toll ist es, das Kind durch Spaziergänge in der Natur zu fordern und seine Neugier zu wecken. Es kann zum Beispiel Blumen und Blätter sammeln, diese trocknen und in seine Zeichnungen einbinden. Es kann Gegenstände wie Äpfel, Tannenzapfen usw. abzeichnen. Oder man erzählt ihm anhand von Tierspuren im Wald kleine Geschichten, die es danach zu Papier bringen kann.

Auch Malbücher und vor allem Mandalas sind ein gutes Instrument, das Kind zu fördern. Es lernt einerseits, passende Farben auszuwählen, andererseits aber auch, koordiniert jeweils nur das betreffende Feld auszumalen. Mandalas haben darüber hinaus noch den Vorteil, dass sie beruhigend wirken und die Konzentration fördern.

Allgemein kann man seinen Nachwuchs auf verschiedenste Weisen fordern und fördern. Wichtig ist aber vor allem, es nicht zu „bremsen“, sondern ihm zu helfen, seine Phantasie und Kreativität fließen zu lassen. Druck und strenge Vorgaben sind hier keinesfalls angebracht.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Tobias Kaltenbach

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