Kindererziehungszeiten | Informieren & Beantragen

Kindererziehungszeiten anrechnen lassen Kindererziehungszeiten anrechnen lassen
Kindererziehungszeiten anrechnen lassen

Kindererziehungszeiten anrechnen lassen

Durch die Kindererziehung im Alter mehr Rente bekommen.- das ist doch ein netter Vorteil, oder? Die Erziehung eines Kindes ist ja so gesehen auch eine harte Arbeit. Wie ernst jeder diesen „Job“ nimmt, ist natürlich unterschiedlich.

Doch das Geld für Kindererziehungszeiten steht im Grunde jedem zu, der Kinder hat.

Es ist eine Art Zusatzleistung, die man mit der Rente bekommt. Mütter und Väter bekommen für die Kindererziehung in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtbeiträge gutgeschrieben. Somit erhöhen sie ihre Rente. Es soll zum Ausgleich dafür dienen, dass durch die Erziehung eines Kindes meist keine pflichtversicherte Beschäftigung ausgeübt werden kann.

Neues Rentenmodell: Konzept der SPD

Dies ist für viele Erziehungsberechtigte immerhin ein Nachteil, da keine Rentenbeiträge entrichtet werden können.

Das wiederum würde dazu führen, dass man später eben auch weniger ausgezahlt bekommt, weil man auch weniger in die Rentenkasse eingezahlt hat. Um diesen Nachteil zu entgehen und den Eltern trotz Kind eine Möglichkeit zu bieten mehr Rente zu bekommen, ist eine solche Regelung vorhanden.

Wer kann die Kindererziehungszeiten geltend machen?

Geld für Kinder in Deutschland

Geld für Kinder in Deutschland

Der Bund zahlt die Beiträge für die erziehungsberechtigten Eltern, die ihre Kinder in Deutschland erziehen und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik haben. Also kurz gesagt, für alle, die ihre Kleinen hier aufgezogen haben. Kindererziehungszeiten sind Zeiten der Erziehung in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes, beginnend nach Ablauf des Geburtsmonats bis zum 36. Kalendermonat.

Für Kindergeburten vor dem 01.01.1992 erhalten Eltern nur Kindererziehungszeiten für 12 Kalendermonate. Die Kindererziehungszeit für Geburten ab 1992 beträgt 36 Kalendermonate.

Wird in diesem Zeitraum ein weiteres Kind erzogen, verlängert sich die Kindererziehungszeit um die Monate der gleichzeitigen Erziehung. Die Kindererziehungszeit ist einem Elternteil zuzuordnen. Wem diese Zeiten zugeordnet werden, entscheiden die Eltern. Es soll derjenige davon profitieren, der das Kind überwiegend erzogen hat. Die Eltern haben die Möglichkeit eine gemeinsame Erklärung abzugeben, wem diese Rentenpunkte im Endeffekt gutgeschrieben werden sollen.

Wird das Kind von Mutter und Vater in gleichem Maße erzogen, wird die Kindererziehungszeit in der Regel der Mutter zugeordnet. Erhält der Vater diese Zeit, obwohl er das Kind nicht überwiegend erzogen hat, muss eine übereinstimmende gemeinsame Erklärung beider Elternteile abgegeben werden.

Zoom: Renteninformation im Check – Lücken im Versicherungskonto

In der heutigen Zeit ist es allerdings nichts Außergewöhnliches, wenn man kurz nach der Geburt des Kindes die berufliche Tätigkeit wieder aufnimmt. Ein Nachteil für die arbeitenden Mütter bzw. Väter?

Nein, die Kindererziehungszeiten werden zusätzlich zu zeitgleichen Beitragszeiten bis zu einer Bemessungsgrenze auf die Rente angerechnet. Das heißt die Zeiten der Kinderziehung entfallen nicht, wenn man den Beruf wieder aufnimmt.

Sich in Europa bewegen – Welches Land zahlt meine Altersrente?

Also alle Hausfrauen, die ab 1992 mindestens zwei Kinder erzogen haben, können ab dem Regelalter die Regelaltersrente beantragen, da sie allein durch Kinderziehung die erforderliche Wartezeit von 60 Kalendermonaten für eine Regelaltersrente erfüllt haben. Eltern, dessen Kinder nach 1991 geboren sind, bekommen, je nach Bundesland, 69€ bzw. 78€.

Der Antrag auf Kindererziehungszeiten erfolgt bei der Bearbeitung des Rentenantrags.

Ein Teil des Antrags enthält Fragen zu diesem Thema, die man ebenfalls ausfüllt. Es ist vorgeschrieben, jeden Antragsteller, darauf aufmerksam zu machen, diese Zusatzleistung in Anspruch nehmen zu können. Wer dies noch nicht getan hat, der kann es auch nachträglich tun, da es keine Frist für einen solchen Antrag gibt.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Laura Boese
Mitte-Links: ©panthermedia.net Arne Trautmann

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Durch die Kindererziehung im Alter mehr Rente bekommen.- das ist doch ein netter Vorteil, oder? Die Erziehung eines Kindes ist ja so gesehen auch eine harte Arbeit. Wie ernst jeder diesen „Job“ nimmt, ist natürlich unterschiedlich.

Doch das Geld für Kindererziehungszeiten steht im Grunde jedem zu, der Kinder hat.

Es ist eine Art Zusatzleistung, die man mit der Rente bekommt. Mütter und Väter bekommen für die Kindererziehung in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtbeiträge gutgeschrieben. Somit erhöhen sie ihre Rente. Es soll zum Ausgleich dafür dienen, dass durch die Erziehung eines Kindes meist keine pflichtversicherte Beschäftigung ausgeübt werden kann.

Neues Rentenmodell: Konzept der SPD

Dies ist für viele Erziehungsberechtigte immerhin ein Nachteil, da keine Rentenbeiträge entrichtet werden können.

Das wiederum würde dazu führen, dass man später eben auch weniger ausgezahlt bekommt, weil man auch weniger in die Rentenkasse eingezahlt hat. Um diesen Nachteil zu entgehen und den Eltern trotz Kind eine Möglichkeit zu bieten mehr Rente zu bekommen, ist eine solche Regelung vorhanden.

Wer kann die Kindererziehungszeiten geltend machen?

Geld für Kinder in Deutschland

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Der Bund zahlt die Beiträge für die erziehungsberechtigten Eltern, die ihre Kinder in Deutschland erziehen und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik haben. Also kurz gesagt, für alle, die ihre Kleinen hier aufgezogen haben. Kindererziehungszeiten sind Zeiten der Erziehung in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes, beginnend nach Ablauf des Geburtsmonats bis zum 36. Kalendermonat.

Für Kindergeburten vor dem 01.01.1992 erhalten Eltern nur Kindererziehungszeiten für 12 Kalendermonate. Die Kindererziehungszeit für Geburten ab 1992 beträgt 36 Kalendermonate.

Wird in diesem Zeitraum ein weiteres Kind erzogen, verlängert sich die Kindererziehungszeit um die Monate der gleichzeitigen Erziehung. Die Kindererziehungszeit ist einem Elternteil zuzuordnen. Wem diese Zeiten zugeordnet werden, entscheiden die Eltern. Es soll derjenige davon profitieren, der das Kind überwiegend erzogen hat. Die Eltern haben die Möglichkeit eine gemeinsame Erklärung abzugeben, wem diese Rentenpunkte im Endeffekt gutgeschrieben werden sollen.

Wird das Kind von Mutter und Vater in gleichem Maße erzogen, wird die Kindererziehungszeit in der Regel der Mutter zugeordnet. Erhält der Vater diese Zeit, obwohl er das Kind nicht überwiegend erzogen hat, muss eine übereinstimmende gemeinsame Erklärung beider Elternteile abgegeben werden.

Zoom: Renteninformation im Check – Lücken im Versicherungskonto

In der heutigen Zeit ist es allerdings nichts Außergewöhnliches, wenn man kurz nach der Geburt des Kindes die berufliche Tätigkeit wieder aufnimmt. Ein Nachteil für die arbeitenden Mütter bzw. Väter?

Nein, die Kindererziehungszeiten werden zusätzlich zu zeitgleichen Beitragszeiten bis zu einer Bemessungsgrenze auf die Rente angerechnet. Das heißt die Zeiten der Kinderziehung entfallen nicht, wenn man den Beruf wieder aufnimmt.

Sich in Europa bewegen – Welches Land zahlt meine Altersrente?

Also alle Hausfrauen, die ab 1992 mindestens zwei Kinder erzogen haben, können ab dem Regelalter die Regelaltersrente beantragen, da sie allein durch Kinderziehung die erforderliche Wartezeit von 60 Kalendermonaten für eine Regelaltersrente erfüllt haben. Eltern, dessen Kinder nach 1991 geboren sind, bekommen, je nach Bundesland, 69€ bzw. 78€.

Der Antrag auf Kindererziehungszeiten erfolgt bei der Bearbeitung des Rentenantrags.

Ein Teil des Antrags enthält Fragen zu diesem Thema, die man ebenfalls ausfüllt. Es ist vorgeschrieben, jeden Antragsteller, darauf aufmerksam zu machen, diese Zusatzleistung in Anspruch nehmen zu können. Wer dies noch nicht getan hat, der kann es auch nachträglich tun, da es keine Frist für einen solchen Antrag gibt.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

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