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Kindergeld Einkommensgrenze 2012

Dass es beim Kindergeld 2012 bald keine Einkommensprüfung mehr geben wird, dürfte bereits fast jeder mitbekommen haben. Immerhin wurde dies bereits mehrfach im Internet und aber auch im Fernsehen und Radio publiziert.

Etwas unbekannter ist, dass auch der Arbeitnehmerpauschbetrag bereits für 2011 von ehemalig 920 auf 1000 € angehoben wurde.

Diese Entscheidung wurde am 23 September 2011 im Rahmen vom Steuervereinfachungsgesetz beschlossen und am 4. November 2011 im Bundesgesetzblatt bekannt gegeben. Doch was hat der Arbeitnehmerpauschbetrag mit dem Kindergeld zu tun?

Kindergeld Einkommensgrenze 2011 und 2012

Einkommensgrenze Kindergeld

Das die Einkommensgrenze für das Kindergeld 2012 vollständig wegfällt ist übrigens nicht ganz richtig.

Die Neuregelung beim Bezug vom Kindergeld und dessen Einkommensgrenze gilt lediglich für Kinder in der ersten Ausbildung.

Ab der zweiten Ausbildung, wozu durchaus auch Meister-und Technikerschulungen gehören können, kann das Einkommen sehr wohl eine Rolle spielen. Gerade wenn man nebenbei noch arbeiten geht.

Das bedeutet also, dass es sehr wohl noch eine Kindergeld Einkommensgrenze 2012 gibt, jedoch nur für die Mitmenschen von uns, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben.

Interessant dabei ist die Sache, dass die Einkommensgrenze beim Kindergeld nicht erhöht wird. Diese beläuft sich aktuell im Jahr 2011 auf 8004 €. Dieser Betrag steht den Kindern auch für 2012 zur Verfügung – mehr jedoch nicht. Diese Tatsache ist für alle wichtig, die sich für weitere Fort- und Ausbildungsmaßnahmen interessieren.

Arbeitnehmerpauschbetrag 2011 und 2012

Arbeitnehmerpauschbetrag

Dieser steuerlich relevante Betrag in Höhe von ehemalig 920 € ist auch für das Kindergeld ein interessanter Wert, da dieser oftmals über den Bezug vom Kindergeld entscheidet.

Bezieht ein Kind im Rahmen seiner Ausbildung ein Lehrlingsgehalt, muss dies der Familienkasse mitgeteilt und angegeben werden.

Ebenso werden Ferienjobs und aber auch Nebenjobs und Gefälligkeitsarbeiten bei der Berechnung mit herangezogen, wenn man sie denn gemeldet hat. Der Kindergeldberechtigte hat bei einem zu hohen Einkommen nur noch die Möglichkeit, die sogenannten Werbungskosten in Abzug zu bringen.

Das bedeutet, dass man gegenüber der Familienkasse alle Ausgaben angeben kann, die einem im mittelbaren und unmittelbaren Zusammenhang bezogen auf die Ausbildung entstanden sind. Anders als bei der klassischen Steuererklärung müssen bei dem Werbungskostenformular der Familienkasse alle Angaben belegt werden.

Quittungen sind wichtig!

Wenn man also nicht mehr alle Quittungen und Rechnungen von seinen Käufen hat, kann es durchaus dazu führen, dass die entstandenen Kosten nicht mit berücksichtigt werden können.

Genau da greift jetzt der Arbeitnehmerpauschbetrag ein und gewährt einem die Pauschale.

Dieser neue Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1000 € gilt übrigens auch jetzt schon für 2011, da diese Festsetzungen schon jetzt verabschiedet wurde und muss nicht belegt werden, da es eine Pauschale ist.

Was bedeutet das?

Gut für Kindergeldbezieher!

Als Fazit kann man in jedem Fall festhalten, dass aufgrund dieser Erhöhung es durchaus einige Kindergeldbezieher geben wird, die das Kindergeld wieder beantragen und auch erhalten werden.

Das Schöne dabei ist, dass die Neuregelung ja schon bereits für dieses Jahr 2011 gilt.

Daher ist in jedem Fall auch zu überprüfen, ob bereits abgelehnte Kindergeldanträge eventuell wieder eine Chance zur Reaktivierung besitzen und man das Kindergeld dann weiter beziehen kann.

Auch wenn der Betrag der Erhöhung um 80 € pro Jahr eher als minimal zu bezeichnen ist, stellt es dennoch für einige Kindergeldbezieher sicherlich das Zünglein an der Waage dar. Ich empfinde diese Entscheidung der Bundesregierung als absolut richtig und als eine gute Maßnahme, Familien weiter ein bisschen zu entlasten.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Ich wünsche euch alles Gute und eine schöne Zeit!
euer Simon

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Kindergeld Einkommensgrenze 2012
Artikel bewerten

8 Comments

  1. susen

    13. Februar 2012 at 08:17

    Hallo ich hab eine Abzweigung bekommen begreiffe nicht ganz was sie wollen ? mein Sohn ist Behindert lebt ihn Heim -bekomme kein Kindergeld für ihm -dazu hat er ein Betreuer -wo alles Regelt -dazu hab ich daheim 4 .Kinder wo ich alleine Gross ziehe und keinen Unterhalt bekomme -Exmann <dazu -meine Frage kann man mir trotz allem mein Kindergeld -Abzweigen ? Dazu kapier ich nicht -warum ich davon Nichts Bekannt bekommen hatte zwecks -Unterschreiben -Betreuer ? mein Sohn ist gerade 21j alt ..wo ihm Heim lebt .So meine Frage -was bedeutet das ?Abzweigung -wird es von 790e abgezogen ..von den 4 .kids -Kindern ? oder ? gruss sue

  2. Simon Schröder

    13. Februar 2012 at 15:12

    Hallo Susen,
    ich verstehe leider nicht so richtig, was Du meinst. 😐

    Wenn dein Kind im Heim lebt, kann es durchaus sein, dass die Einrichtung einen Antrag auf Auszahlung des anteiligen Kindergeldes stellt.

    Das Heim trägt vermutlich auch den Großteil der Kosten, oder? Im Zweifel würde ich dich bitten, dass Du dich an deine Familienkasse wendest.

    Viele Grüße
    Simon

  3. d.Breunig

    20. Februar 2012 at 21:23

    Hallo ,
    soweit ich informiert bin. ist das Kindergeld für über 18 jährige die noch innerhalb der Whg. leben den Erziehungsberechtigten.Mein Sohn ist inzw. 19j. und macht seinen Abschluss auf der Vhs nach.Im Moment leben wir noch von SGB II dh.das Kindergeld wird auf seinen (Unterhalt SGB II) als Einkommen angerechnet.Mein Sohn will jedoch sein Kindergeld und seinen Anteil an SGB II. Bekommt er jedoch nicht mehr da er zu 80% sanktioniert wurde.Was kann ich tun um diesem immer währenden Konflikt Kindergeld entgegenzuwirken. Vielen Dank für Ihre Antwort helena

  4. Simon Schröder

    23. Februar 2012 at 22:35

    Hallo Helena,
    habe ich richtig verstanden, dass Du und dein Sohn gemeinsam in einer Wohnung wohnt?

    Wenn Du für ihn aufkommst, warum will er dann das Kindergeld? Diese Unterstützung ist für die Erziehungsberechtigten und nicht für das Kind, was noch zuhause lebt.

    Vielleicht habe ich dich auch nicht richtig verstanden. Was genau ist dein Problem?

    LG
    Simon

  5. Miriam

    3. März 2012 at 12:08

    Hallo zusammen 🙂
    Meine Tochter (18) lebt noch bei mir.
    Sie ist ausbildungsplatzsuchend, deswegen bekomme ich weiterhin Kindergeld für sie.
    Nun hat sie einen Job über eine Zeitarbeitsfirma bekommen, Vollzeit.
    Also ist sie nicht mehr erwerbslos.

    Gehe ich recht in der Annahme, dass somit der Anspruch auf Kindergeld erlischt?
    Oder gibts weiter Kindergeld, solange sie bei mir wohnt und eine Ausbildungsstelle sucht, trotz eigenem Verdienst?

    Ich hab die Familienkasse schon angeschrieben, aber da dauern die Antworten immer ewig…

  6. Simon Schröder

    4. März 2012 at 20:21

    Hallo Miriam,
    falls deine Tochter tatsächlich noch weiterhin Ausbildungssuchend gemeldet ist, besitzt Du grundsätzlich noch Anspruch auf das Kindergeld. Kontrolliere aber unbedingt, ob die Meldung tatsächlich noch aktuell ist.

    Im Einzelfall würde ich den Sachverhalt noch mit der Familienkasse besprechen, nicht das es zu einer Rückforderung kommt.

    Viele Grüße
    Simon

  7. ste

    5. März 2012 at 11:17

    hi,
    befinde mich zur zeit noch in meinem bachelorstudium, anschließend möchte ich gerne meinen master machen. zählt dieser auch als als eine weitere ausbildungsmaßnahme?
    danke im voraus 🙂

  8. Simon Schröder

    5. März 2012 at 11:41

    Hallo „STE“,
    grundsätzlich zählt wohl auch der Master zu den ausbildungsähnlichen Zuständen. 🙂

    Beachte aber dabei, dass es sich dann um eine „Zweitausbildung“ handeln wird. Bedeutet, dass hier wieder die EInkommensgrenze überprüft werden wird!

    Viele Grüße
    Simon

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