Kochen für Babys

Fürs Baby selbst kochen Fürs Baby selbst kochen
Fürs Baby selbst kochen

Fürs Baby selbst kochen

Es ist etwas in Vergessenheit geraten, seit es die Fertignahrung für Babys gibt, aber man kann tatsächlich selbst für seinen Nachwuchs super kochen.

Das ist gar nicht mal so schwer, denn wer täglich frische Mahlzeiten zubereitet, der kann seine Kinder ab einem Alter von einem halben Jahr grundsätzlich auch am Familientisch mitessen lassen.

Wichtig sind frische, hochwertige Zutaten aus kontrolliertem Anbau, eine ausgewogene Mischung verschiedener Nährstoffe und die langsame Gewöhnung an den Familientisch. Gewürze brauchen Kinder übrigens nicht, vor allem sollte grundsätzlich mit wenig Salz gekocht werden. Es ist dabei auch unnötig, alles zu pürieren, denn die Kleinkinder können von Anfang an ganz gut „auf der Leiste“ kauen, und die seit vielen Jahren angemahnte Gefahr des Verschluckens besteht normalerweise nicht. Kinder haben, wenn sie nicht mit dem Löffel von Anfang an an Brei gewöhnt werden, einen natürlichen Hustenreflex, der das verhindert. Im Zweifel kann man darüber auch mit seinem Kinderarzt sprechen.

Babybrei selbst gekocht (urbia.tv)

Kochen für Babys: Mit den Fingern essen?

Natürlich! Schließlich stecken kleine Kinder von Natur aus alles erst einmal in den Mund. Das hat damit zu tun, dass sie Sachen mit dem Mund erkunden.

Aber auch mit der Nahrungssuche: Was ist essbar und was verleitet Mama zu Schreianfällen? Fingerfood eignet sich so oder so ganz hervorragend zur Beikosteinführung.

Weich gekochte Kartoffeln ohne Schalen, gedämpftes Gemüse wie Möhren, Brokkoli, Kohlrabi, Süßkartoffeln, Pastinaken, Kürbis und Blumenkohl mögen übrigens viele Kinder. Ungewürzt können die Kleinsten es schon von Mamas Teller mitessen.

Fingerfood ist sehr beliebt

Fingerfood ist sehr beliebt

Dabei ist die Menge nicht wichtig – am Anfang werden nur wenige Krümel im Mund und im Bauch landen, nach einigen Monaten vielleicht schon eine ganze Kartoffel, und mit einem Jahr dann endlich eine Menge, die man als Mahlzeit bezeichnen kann.

Das ist völlig natürlich, denn die Kinder brauchen, bis sie etwa drei Jahre alt sind, ohnehin noch täglich mehrere Portionen Milch. Fleisch, Fisch, Ei und Milchprodukte dürfen übrigens auch von Anfang an gefüttert werden. Allerdings nur in Maßen, denn diese Lebensmittel sind nicht leicht zu verdauen.

Bei Fleisch und Fisch sollte unbedingt auf weiche Konsistenz geachtet werden und Eier müssen gut durchgegart sein. Auch hier gilt, dass ungewürztes Essen ein Muss ist. Joghurt, Quark und Buttermilch mögen viele Babys gerne, als kleiner Snack zwischendurch liefern die Produkte ebenfalls wertvolle Eiweiße.

KÜRBIS BABYBREI [YUMMY BABY]

Kochen für Babys: Das Extra

Natürlich kann man auch extra für das Baby kochen. Eine Mischung aus Kartoffeln und etwas Gemüse in einem weichen Brei ist am Anfang durchaus optimal.

Wenn etwas leichtes Pflanzenöl beigemischt wird, ist der Gemüsebrei auch ausgewogen – denn viele Vitamine sind fettlöslich und können anders nicht vom Körper aufgenommen werden.

Ein paar Schluck Orangensaft sorgen dann auch dafür, dass ausreichend Vitamin C vorhanden ist und das Element Eisen vom Körper besser verarbeitet wird. Übrigens müssen Kinder nicht unbedingt Fleisch essen, um Eisen zu erhalten. Getreide und manche Gemüsesorten enthalten hohe Mengen davon. Lediglich Vitamin B12 kommt nur in Verbindung mit tierischer Nahrung auf. Das Vitamin wird für die Nervenfunktionen und die Blutbildung benötigt und kommt in Milchprodukten ebenso vor wie in Fleisch und Fisch. Übrigens können auch Getreidebreie für Babys selbst gemacht werden. Getreideflocken sind in Bioläden und Reformhäusern erhältlich. Diese werden einfach in Wasser oder Milch gelöst. Je nach Geschmack kann etwas Apfel oder Birne in den Brei gerieben werden, gedrückte Bananen oder Avocados mögen die meisten Kinder auch sehr gerne.

Babybrei mit Karotte zubereiten


Zutaten wie Zucker, Schokolade, Honig oder andere Süßmittel sind völlig unnötig. Der Vorteil von selbst zubereiteten Breis besteht darin, dass sie verhältnismäßig frisch sind und dementsprechend eine höhere Dichte an Nährstoffen aufweisen. Außerdem mögen Kinder es, wenn Mama etwas „nur für sie“ tut – auch die Kleinsten verstehen das schon.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Monkeybusiness Images
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