Krankheiten in der Schwangerschaft

Warum Chlamydien, Listeriose oder die Toxoplasmode besonders gefährlich sind

Krankheiten in der Schwangerschaft Krankheiten in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft müssen wir Mütter besonders auf unsere Gesundheit achten. Die gesunde Entwicklung unseres ungeborenen Kindes ist das oberste Ziel. Aus diesem Grund müssen wir zunächst einmal bei der Auswahl der Lebensmittel ein besonderes Augenmerk auf Hygiene legen. Zudem darf die Kühlkette bei leicht verderblichen Produkten nicht unterbrochen werden. Krankheiten in der Schwangerschaft können wir somit am besten vorbeugen, indem wir uns informieren und bewusst mit dem Thema umgehen. Gefährlich sind vor allem Erkrankungen wie Chlamydien, Listeriose und Toxoplasmose.

Krankheiten in der Schwangerschaft

Krankheiten in der Schwangerschaft

Chlamydien sind als Krankheit bekannt, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Sollte diese Erkrankung bei Ihnen diagnostiziert werden, haben Sie allerdings die Möglichkeit, diese behandeln zu lassen.

Generell sind Chlamydien auf das ungeborene Kind übertragbar. Ist keine Schwangerschaft vorhanden, können sie übrigens zu Unfruchtbarkeit führen, wenn sie nicht behandelt werden.

Ist ein ungeborenes Kind im Bauch, lässt sich die Erkrankung behandeln. Hierfür wird in der Regel ein Antibiotikum gewählt, das auch in der Schwangerschaft angewendet werden kann. Unterbleibt die Behandlung, kann es zu einer Frühgeburt, Fehlgeburt oder sogar Totgeburt kommen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass bei einem Verdacht ein Test durchgeführt wird und die Behandlung schnellstmöglich erfolgt. Hierdurch wird die Erkrankung auch von dem Baby abgewendet.

Schwangerschaft und Listeriose

Warum Chlamydien, Listeriose oder die Toxoplasmose besonders gefährlich sind

Warum Chlamydien, Listeriose oder die Toxoplasmose besonders gefährlich sind

Grundsätzlich handelt es sich bei der Listeriose um eine Krankheit, die eher Tiere befällt. Die bakterielle Erkrankung wird durch rohes Fleisch und Milch übertragen, die nicht pasteurisiert worden ist. Hierdurch kann es zu einer Lebensmittelvergiftung kommen, bei der Erwachsene häufig keine Symptome an sich feststellen können. Oftmals werden diese erst einige Zeit nachdem die Infektion stattgefunden hat an sich festgestellt.

Bei diesen kann es sich unter anderem um Übelkeit, erhöhte Temperatur, Erbrechen oder Durchfall handeln. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann es auch hier zu einer Fehl- oder Frühgeburt kommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, auch die schwer zuzuordnenden Symptome ernstzunehmen. Bei den ungeborenen Kindern kann es zu einer Meningitis, Atemproblemen und Unterkühlungen im Mutterleib kommen.

Nachweisen lässt sich die Krankheit am besten über die Untersuchung eine Blutkultur oder eine Urinkultur. Wenn Sie bei sich Symptome feststellen, sollten Sie dringend mit Ihrem behandelnden Hausarzt über die Untersuchungsmöglichkeiten sprechen. Sollten die bakteriellen Erreger nachgewiesen werden, dann kann die Listeriose mit einem Antibiotikum behandelt werden, dass für Schwangere geeignet ist. Um die Erkrankung gänzlich vermeiden, sollten Fleischprodukte nicht roh verzehrt werden. Zusätzlich sollte ausschließlich pasteurisierte Milch Platz auf dem Speiseplan finden.

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Bei der Toxoplasmose handelt es sich um eine Krankheit, die durch eine Infektion mit sogenannten Parasiten hervorgerufen wird. Tritt diese in der Schwangerschaft auf, kann sie zu Missbildungen des Kindes oder Fehlgeburten führen. Besonders häufig treten sie in unserem Kulturkreis dann auf, wenn wir Katzen in unserem Wohnraum beherbergen. Sie gelten als Wirte für Parasiten, die ihre Geschlechtsreife erreichen.

Infizieren können wir uns über verschmutzte Erde, Kot von Katzen und halbrohes Fleisch. Auch in unseren Nutztieren finden die Parasiten übrigens einen tollen Wirt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir Fleisch in der Schwangerschaft ausschließlich erhitzt und durchgegart zu uns nehmen. Routinemäßig wird unser Blut während der Vorsorgeuntersuchungen auch auf Toxoplasmose untersucht. Sollte es zu einem positiven Ergebnis kommen, wird etwa in der sechzehnten Schwangerschaftswoche eine Fruchtwasserpunktion und ein Ultraschall durchgeführt, wodurch erkannt werden kann, ob das Ungeborene ebenfalls erkrankt ist. Behandelt werden kann auch diese Krankheit mit einem geeigneten Antibiotikum.

Fazit

Die beste Vorsorge für Mutter und Kind sind zumindest bei der Toxoplasmose und der Listeriose der Verzicht auf rohes Fleisch und nicht pasteurisierte Milcherzeugnisse. Befinden sich Katzen im Haushalt, sollte die Schwangere die Katzentoilette am besten nicht selbst reinigen. Lässt sich dies nicht vermeiden, sollte sie dabei ruhig einen Mundschutz und Haushaltshandschuhe tragen. Anschließend sollten die Hände und Arme gewaschen werden. Insgesamt können alle Erkrankungen mit einem geeigneten Antibiotikum auch in der Schwangerschaft gut behandelt werden. Allerdings ist es wichtig, dass die werdenden Mütter gut auf Symptome achten und auch dann auf eine entsprechende Untersuchung bestehen, wenn der Arzt die Meinung nicht teilen sollte. Dies ist aber äußerst selten der Fall, denn in der Regel sind die Ärzte sensibilisiert für tückische Erkrankungen in der Schwangerschaft.

Meine Schwangerschaft…

Bildquellen
Beitragsbild: © panthermedia.net / Wong Sze Fei
Mitte: © panthermedia.net / Arne Trautmann

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