Laufgitter kaufen | Wann ist ein Laufgitter sinnvoll?

Laufgitter kaufen

Laufgitter kaufenDie Entscheidung darüber ein Laufgitter für sein Kind zu kaufen, machen sich manche Eltern nicht leicht. Es ist nach wie vor eine umstrittene Angelegenheit. Es finden sich bei dem Thema viele Befürworter im Netz, aber gleichzeitig auch einige Gegner. Doch das ist auch gut so. Es ist wichtig Gedanken aufzugreifen, die sichtbar machen, ob die Anschaffung bestimmter Gegenstände wie eben ein Laufgitter für unsere Kinder tatsächlich nützlich ist.

Fest steht, ein Laufgitter hat Geschichte. Auch unsere Urgroßeltern nutzten es schon. Inwiefern Verantwortung gegenüber der Verwendung eines Laufgitters damals zum Tragen kam, lässt sich schwer beurteilen. Die damaligen Verhältnisse lassen auf eine hohe Kinderzahl in den Haushalten schließen. Hinzu kamen Arbeiten, die keineswegs von Erleichterungen, wie wir sie heute kennen, begleitet waren. Vermutlich diente der Einsatz eines Laufgitters vorrangig auch zur Entlastung der Eltern. Das heißt aber nicht, dass die Eltern von damals unverantwortlich mit der Erziehung ihrer Kinder umgegangen sind. Die Bedingungen waren einfach nur anders und sind mit dem heutigen Leben nicht zu vergleichen. Also wann ist ein Laufgitter sinnvoll?

Laufgitter mit Vorteilen

Entscheidend ist der sinnvolle Einsatz und das Gewähren der Möglichkeit, dem Kind in einem, nennen wir es, „eingeschränkten Raum“ die Welt zu erkunden. Spiegeln wir doch einmal den Tagesablauf mit unserem kleinen Racker wieder. Zwischen Füttern, Wickeln, Spielzeit und Schlafen. Ganz neben der Kinderbetreuung fallen natürlich Arbeiten wie Wäsche waschen, Essen kochen, Aufräumen oder Bügeln an. Zufällig klingelt es an der Tür oder man muss eben telefonieren. Das kann schon mal zu Schweißperlen auf der Stirn führen. Besonders genau dann, wenn die lieben Kleinen in diesen Zeiträumen dort Herumkrabbeln, wo sie es eigentlich nicht sollen. Somit hätten wir auch einen ersten Punkt aufgegriffen und hier gibt es noch eine interessante Umfrage dazu.

Mithilfe eines Laufgitters steht ein geschützter Raum zur Verfügung. Dieser sollte jedoch gewisse Bedingungen erfüllen und den Wohlfühlfaktor des Kindes berücksichtigen. Ein Kind im Laufgitter ablegen, weil es stört oder gar unartig ist, darf in keinem Fall ein Grundgedanke sein. Der Nachwuchs merkt sehr gut, welche Emotionen die Eltern tragen, wenn sein Weg „hinter Gitter“ führt. Rebellion ist da natürlich zu erwarten.

Was gibt es zu beachten, wenn man sich zum Kauf eines Laufgitters entscheidet:

  • Alter des Kindes: Schon ein Neugeborenes darf Platz nehmen. Etwa bis zum 18. Lebensmonat kann es genutzt werden, abhängig von der Entwicklung des Kindes. Raumverhältnisse: Größere Räume erlauben ein größeres Laufgitter, aber auch in kleinen Räumen ist ein Aufstellen möglich.
  • Größe: mindestens 1 x 1 Meter.
  • Material: Holz, Metall oder Kunststoff. Empfehlung: Vorrangig sollte Holz gewählt werden, aufgrund des natürlichen Materials. Kinder lecken gern an den Stäben. Mit natürlichem Material bilden sich keine Keime.
  • Design und Ausstattung: Diese sind je nach Anbieter vielseitig:
  • Rechteckig, quadratisch, oval oder rund.
  • Klappbar ( für kleine Räume und häufigen Wechsel gut geeignet)
  • Flexible Stäbe, die sich entfernen lassen
  • Mit Boden oder ohne.
  • Gepolstert oder mit einer glatten Fläche
  • Auf Rollen, welche sich natürlich feststellen lassen
  • Höhenverstellbar, zur Rückenschonung

Alle Laufgitter auf dem deutschen Markt sind übrigens genormt und erfüllen die regulären Sicherheitsstandards. Will man auf „Nummer-Sicher“ gehen, sollte man am besten Markenware über deutsche Shops kaufen, wie das bekannte Sterntaler Laufgitter oder Roba Laufgitter*. Der Kopf des Kindes wird dabei vor einem möglichen Durchstecken immer geschützt. Auch die Höhen sind so konzipiert, dass ein darüberklettern oder herausfallen ausgeschlossen ist. Allerdings sind hier natürlich auch die Eltern in der Pflicht, einzuschätzen, ob ihr Kind ein Kletterkünstler ist, denn auch hohe Standards bieten niemals eine 100%-ige Sorglosigkeit.

Privat-Video | Aufbau eines Laufgitters

Krabbeln im Laufgitter

Wie schon erwähnt, ist das oberste Gebot dem Kind Freude bei seinem Weg in das Laufgitter zu vermitteln. Gewöhnt man sein Kind früh genug an diesen Raum, wird es diesen auch akzeptieren. Einem Weltentdecker, der schon viele Erfahrungen in der „Freiheit“ gesammelt hat, dürfte es allerdings schwerfallen sich einzuschränken. Das Bedürfnis sich bisher immer frei bewegen zu können wird plötzlich eingegrenzt. Das führt zu Widerspruch und zu einem unzufriedenen Kind. Hat der Nachwuchs nun seine Räumlichkeit bezogen, darf man diese auch liebevoll einrichten. Auch hier ist es wichtig, dass das Alter des Kindes berücksichtigt wird. Ein Säugling, der noch nicht krabbeln kann, liebt natürlich in erster Linie Kuschelecken. Er wird sich intensiv mit seinen Händen und Füssen befassen.

Für genügend Abwechslung sollte dennoch gesorgt werden:

  • Einen Spielbogen, ein Mobile oder eine Spieluhr anbringen.
  • Rassel und Beißring sollten nicht fehlen.
  • Das Kind nimmt am Tagesgeschehen teil. Geräusche werden aufgenommen und die vertrauten Stimmen der Eltern.
  • Stimmen sind wichtig, gern darf auch ein Lied geträllert werden.

Beachten: Kinder, egal welchen Alters, sollten sich nur zu begrenzten Spiel und Wachzeit im Laufgitter aufhalten. Ein Laufgitter ist kein Betreuungsersatz. Zum Schlafen gehört das Kind zudem in sein Bett. Eine unruhige Umgebung fördert keinen gesunden Schlaf.

Mit zunehmendem Alter werden sich die Kinder mithilfe der Gitterstäbe übrigens aufrichten und laufen üben. Die Intensität der Beschäftigung nimmt zu. Zusätzlich kann man Motorikspielzeug anbieten, Puzzle, Bausteine oder Bilderbücher. Spielzeug, welches ein Verletzungsrisiko darstellt, hat im Laufgitter natürlich nichts verloren.

Werden diese Dinge beherzigt, kann die Entscheidung über den Kauf eines Laufgitters leicht fallen. Der Weg in die „Gitterstube“ hat dann überhaupt nichts mehr mit einem weg oder einsperren gemein. Im Gegenteil. Neben der eigenen Entlastung erfährt das Kind Aufmerksamkeit und Spielerfahrung. Die Grundbedürfnisse des Kindes werden verantwortungsvoll berücksichtigt, auch wenn der Raum „etwas“ kleiner ausfällt.

Bildquellen
Artiklebild: ©panthermedia.net Zsolt Nyulaszi

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