Logopädie – Bei welchem Kind ist das sinnvoll

Logopädie als Heilmittel Logopädie als Heilmittel
Logopädie als Heilmittel

Logopädie als Heilmittel

Die Logopädie im ursprünglichen Sinne wurde als Stimmheilkunde bzw. Sprecherziehung im Allgemeinen verstanden.

Inzwischen hat sich das Verständnis dahingehend verändert und differenziert, dass die Logopädie heute vor allem als medizinisch-therapeutische Maßnahme zum Einsatz kommt.

Sie wird hauptsächlich eingesetzt, wenn Patienten von einer Beeinträchtigung der Sprach- oder Sprechfähigkeit betroffen sind, mit Hör- oder Stimmproblemen zu kämpfen haben oder auch unter Schluckstörungen (Dysphagie) leiden und es durch diese Problematiken zu einer verminderten Kommunikationsfähigkeit kommt.

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Inhalte des Artikels
Welche Beeinträchtigungen werden behandelt?
Frühzeitige Therapie erhöht die Lebensqualität [/sws_yellow_box]

Vor allem Kinder leiden sehr unter solchen Beeinträchtigungen. Aus diesem Grund wurden in der Logopädie bestimmte Therapien entwickelt, die sich speziell mit den Problemstellungen bei Kindern befassen. Die wichtigsten Handlungsfelder der Logopädie als medizinisch-therapeutische Fachdisziplin sind neben der Vorbeugung (Prävention) und Beratung vor allem die Diagnose, die eigentliche Therapie sowie die Nachsorge (Rehabilitation). Lassen sich logopädisch relevante Probleme bei Kindern feststellen, sollte eine Therapie frühzeitig beginnen, um die Betroffenen möglichst schnell aus der krankheitsbedingten, sozialen Isolation zu befreien.

Welche Beeinträchtigungen werden behandelt?

Die Logopädie kennt verschiedene Beeinträchtigungen im Bereich der Sprache, unter denen Kinder leiden können und die einer Therapie bedürfen:

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– Verspäteter Sprachbeginn bzw. Spracherwerbsstörung („Late Talker“) Die Störung zeigt sich etwa im Alter von 2 Jahren durch einen sehr geringen Wortschatz (nicht mehr als 50 Wörter) sowie die Unfähigkeit, verschiedene Wörter sinnvoll miteinander zu verbinden.

– Sprachentwicklungsverzögerung oder Sprachentwicklungsstörung Bei dieser Form der Verzögerung bzw. Störung haben betroffene Kinder Probleme, Zusammenhänge zu begreifen, sich Wörter zu merken oder diese korrekt auszusprechen. Zudem gelingt es ihnen nicht, Sätze richtig zu bilden und die Grammatik fehlerfrei anzuwenden.

– Aussprachestörungen (Störung der motorischen Musterbildung) Diese Art der Störung zeigt sich hauptsächlich durch das Ersetzen oder die Umbildung von Wörtern. Oft sind Kinder betroffen, die lispeln.

– Sprachstörungen durch Stottern Unter dieser Sprachstörung leiden betroffene Kinder oft sehr stark, da Stotterer von anderen Kindern häufig gehänselt werden und sich nicht trauen, zu kommunizieren. Beim Stottern muss sich das Kind sehr anstrengen, um nicht ganze Wörter, Wortteile oder Silben unkontrolliert zu wiederholen.

– Myofunktionelle Störungen Hierunter versteht man eine verringerte Bewegungs- und Koordinationsfähigkeit der motorischen Mundmuskulatur, was sich oft durch Lispeln oder einen nicht geschlossenen Mund bemerkbar macht. [/sws_yellow_box]

Logopädische Praxis HO

Frühzeitige Therapie erhöht die Lebensqualität

Für betroffene Kinder sind Sprachstörungen eine große Belastung, da sie in ihren Möglichkeiten, mit anderen zu kommunizieren, sehr stark eingeschränkt sind.

Vor allem ihr Umgang mit anderen Kindern im Hort, in der Schule oder im Sportverein wird durch solche Beeinträchtigungen stark gestört, weil sie von anderen Kindern häufig verspottet und gehänselt werden.

Dies führt zu einer Reduzierung der sozialen Kontakte, dem Verlust von Freunden oder sonstigen Spielkameraden, was im schlimmsten Fall in einer sehr belastenden Vereinsamung gipfeln kann. Deshalb sollten Eltern sehr aufmerksam sein und sofort reagieren, wenn sie bei ihren Kindern Störungen im Umgang mit der Sprache feststellen. Je früher eine Therapie begonnen wird, desto eher lernen die Eltern und auch die betroffenen Kinder, der entsprechenden Störung durch eine geeignete Therapie entgegenzuwirken oder mit ihr umzugehen.

Fazit:
Für jede Sprachstörung bei Kindern gibt es eine entsprechende Therapie in der Logopädie, die zu einer deutlichen Verbesserung führen kann. Wichtig ist, das Erkennen einer Störung und die adäquate Behandlung.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net lightwise

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