Männer, aufgepasst! – Wie äußere Einflüsse die Fruchtbarkeit mindern

Handy gefährlich für Fruchtbarkeit | © panthermedia.net / Ralph Wuehler Handy gefährlich für Fruchtbarkeit | © panthermedia.net / Ralph Wuehler

Sich als Paar dazu zu entschließen, ein Kind zu bekommen, ist ein wichtiger Schritt und bringt eine große Verantwortung mit sich. Der Gedanke eines Kindes breitet sich in den Köpfen aus und setzt sich dort fest. Wenn es nun nicht auf Anhieb klappt, macht sich große Enttäuschung breit und Außenstehende spekulieren über einen Schuldigen: „Er trägt immer so enge Hosen, kein Wunder, dass es da nicht klappt.“, heißt es im Umfeld. Solche Mythen sind weit verbreitet: Die Hose nicht zu eng, das Handy nicht in die Hosentasche und zu heiß baden darf man(n) auch nicht.

Äußere Einflüsse bedrohen die Fruchtbarkeit

Doch welche Mythen sind wahr und welche frei erfunden? Um die Fruchtbarkeit des Mannes ranken sich einige Mythen und Unwahrheiten, an die die Menschen noch heute beständig glauben. So beispielsweise, dass zu enge Hosen und Unterwäsche die Fruchtbarkeit mindern. Ebenso schädlich soll die Strahlung des heimatlichen Wlan-Routers sein. Männer, aufgepasst: Wir räumen mit ein paar Mythen rund um das Thema „männliche Fruchtbarkeit“ auf, zeigen euch die wahren Fruchtbarkeitskiller und welche Informationen nur abschreckenden Gute-Nacht-Geschichten entsprungen sind.

Zu enge Hosen

Enge Hosen sind keine Gefahr für Spermien | © panthermedia.net / Hans Maier

Enge Hosen sind keine Gefahr für Spermien | © panthermedia.net / Hans Maier

Der bekannteste Mythos rund um die Fruchtbarkeit des Mannes ist wohl die zu enge Hose. Wer hautenge Jeans oder auch enge Unterwäsche trägt, der darf sich nicht wundern, dass es mit dem Kinder kriegen nicht so recht klappen will. Falsch! Der Sitz der Hose hat mit Spermienproduktion nichts zu tun. Allein die Temperatur spielt hier eine Rolle. Durch Überhitzung oder Unterkühlung kann die Zeugungsfähigkeit eines Mannes beeinträchtigt werden. Die optimale Temperatur für Spermienproduktion liegt bei 35° C, also etwa 1,5 ° C weniger als die Körpertemperatur.

Es heißt, durch enge Hosen wird der Hodensack zu eng an den Körper gedrückt, sodass die Temperatur zu hoch wird. Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die dies belegen. Bei einer zu hohen Temperatur kann die Spermienproduktion aber tatsächlich gehemmt werden, daher sollte bei einem Kinderwunsch gerade in den fruchtbaren Tagen der Frau auf heiße Bäder und Saunen (die teilweise über 80° C haben) verzichtet werden.

Handy in der Hosentasche

Schon seit einigen Jahren warnen Forscher davor, das Handy zu nah am Körper zu tragen. Es kann nicht nur Tumore und Krebs verursachen, auch die Fruchtbarkeit ist in Gefahr. Wenn das Handy näher als 15 mm am Körper getragen wird, was der Fall ist, wenn das Handy in der Hosentasche steckt, so multipliziert sich die Gefahr um ein Vielfaches. Bei Männern nimmt die Spermienproduktion nicht nur rapide ab, auch in ihrer Beweglichkeit sind die Spermien eingeschränkt. Es gilt, das Handy also in jedem Fall von den Geschlechtsorganen fern zu halten.

Wlan im Haus

Wlan verursacht Rückgang in der Spermienproduktion | © panthermedia.net / Stefan Kriegel

Wlan verursacht Rückgang in der Spermienproduktion | © panthermedia.net / Stefan Kriegel

Nicht direkt die Wlan-Strahlung, die vom Wlan-Router ausgeht, ist das Gefährliche, sondern die Nähe dazu. Auch wenn die Verbindung dann vielleicht nicht ganz so gut ist, sollte der Router möglichst weit ab vom Wohn- und Schlafraum platziert werden. Ebenso verhält es sich mit Laptops. Gerne legen wir diesen auch mal auf den Schoß, wenn sich gerade keine andere Abstellmöglichkeit bietet. Das ist aber sogar doppelt gefährlich. Zum einen wird dabei meistens der Lüfter bedeckt, sodass sich der Laptop erhitzt und die Temperatur im Hodensack ansteigen lässt.

Zum anderen ist ein Laptop, der mit dem Wlan verbunden ist, eine Strahlungsgefahr für die Spermien. Ein Forscherteam fand dies heraus, in dem sie zwei Spermienproben in unterschiedlichen Räumen platzierten, über der einen aber einen Laptop platzierten, der mit Wlan arbeitete. Somit hatten sie die gleichen Bedingungen hergestellt, als wenn ein Mann mit dem Laptop auf dem Schoß über Wlan arbeitet. Nach nur 4 Stunden waren etwa 25 % der Spermien bewegungsunfähig, bei 9 % war sogar die DNA beschädigt.

Rauchen

Viele Männer nehmen sich vor, während der Schwangerschaft ihrer Frau oder Freundin mit dem Rauchen aufzuhören. Andere wollen erst aufhören, wenn das Baby geboren ist. Schon beim ersten Gedanken daran, ein Kind zu bekommen, sollte man die Zigaretten an den Nagel hängen, denn sie sind nicht nur schädlich für eure Gesundheit und der eurer Familie, das Rauchen kann auch die Fruchtbarkeit mindern. So reduziert ein erwachsener, rauchender Mann seine Spermien um 15 %. Das mag zunächst wenig klingen, könnte aber beim Kinderwunsch eine große Rolle spielen.

Eine gute Nachricht für alle, die das Rauchen zugunsten eines Kindes aufgeben wollen. Die Spermienproduktion regeneriert sich nach einigen Wochen von selbst, sodass ihr wieder die volle Spermienanzahl erreichen könnt.

Potenz

Infografik: Erektile Dysfunktion

Infografik: Erektile Dysfunktion

Quelle: www.penispumpetest.com

Wie ihr der Infografik entnehmen könnt, sind etwa 55 % der erektilen Dysfunktionen bei Männern körperlicher Ursache, können also auch durch äußere Einflüsse beeinflusst werden. Wer Probleme mit seiner Potenz hat, der wird auch Probleme bei der Zeugung eines Kindes bekommen, denn wenn es gar nicht erst zum Geschlechtsverkehr kommt, kann es natürlich auch mit dem Baby nicht klappen. Bevor ihr zur Potenzpille greifen müsst, gibt es ein paar kleine Tricks und Hilfsmittelchen, wie ihr euch auf den Sex vorbereiten könnt. So zum Beispiel eine Penispumpe. Diese baut durch einen Unterdruck eine Erektion auf, die bis zu 20 Minuten anhalten kann.

Fazit

Ein Kind zu bekommen ist nicht immer leicht und nur weil es bei den ersten paar Malen nicht geklappt hat, heißt das noch lange nicht, dass einer von euch unfruchtbar ist. Diese Tipps helfen euch, nicht nur Fruchtbarkeitskiller zu vermeiden, sie sind auch eine Wohltat für eure gesamte Gesundheit, denn schließlich können Wlan-Strahlung, Handy und Rauchen nicht nur die Spermienproduktion hemmen, sie verursachen im schlimmsten Fall viel gravierendere Krankheiten, wie beispielsweise Krebs. Das zeigt nur mal wieder, dass die Spermienproduktion den Gesundheitszustand eines Mannes sehr gut wiedergeben kann und man erst einmal auf sich selber achten können muss, bevor man auf ein Kind achten kann.


Weitere Informationen:

Je näher am Körper, umso schädlicher ist das Handy!
WLAN schädigt die Fruchtbarkeit des Mannes

 

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