Mein Kind ist bei Facebook: Tipps für Eltern

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FacebookHeutzutage ist es üblich, dass Menschen jeglichen Alters bei Facebook angemeldet sind. Mittlerweile wird beim Kennenlernen neuer Kontakte sogar oftmals nicht mehr nach der Telefonnummer, sondern nach dem Facebook-Konto gefragt. Also liebe Eltern – wenn auch eure Kinder schon mit 12, 13 oder 14 einen eigenen Facebook-Account haben: Das ist normal! Dennoch müssen wir zumindest am Anfang unserem Nachwuchs ein paar Dinge dazu sagen.

Soziale Netzwerke stellen nicht nur moderne Kommunikationsplattformen dar. Vielmehr verbergen sich hinter Facebook und Co. einige Gefahren, die den Nutzern häufig erst bewusst werden, wenn es schon zu spät ist. In den Nachrichten hörte man in der Vergangenheit beispielsweise immer wieder von Fällen, in denen so genannte „Facebook-Partys“ eskaliert und mehrere Tausend Gäste gegen den Willen des Gastgebers erschienen sind oder sich peinliche Bilder wie Lauffeuer verbreiten.

Gerade Kinder und Jugendliche gehen oftmals leichtsinnig mit dem Internet und dessen Gefahren um, da sie ganz selbstverständlich mit den Neuen Medien aufgewachsen sind. Aus diesem Grund begegnen sie Sozialen Netzwerken wie Facebook häufig nicht mit dem nötigen Misstrauen, das dennoch angebracht wäre. Abgesehen davon vermittelt das Internet nach wie vor den Eindruck, eine anonyme Plattform zu sein, obwohl schon lange das Gegenteil bekannt ist. Deshalb sind vor allem wir als Eltern dazu angehalten, unseren Nachwuchs auf die Gefahren von Facebook anzusprechen und diese gemeinsam zu minimieren. Im Internet oder im Buch Mein Kind ist bei Facebook: Tipps für Eltern finden sich dazu nützliche Ratschläge und auch wir wollten uns das einmal näher ansehen, wenn das Kind bei Facebook ist.

Mein Kind ist bei Facebook: Privatsphäre-Einstellungen prüfen!

Die wohl größte Gefahr von Sozialen Netzwerken wie Facebook ist, dass eigentlich nur für die eigenen Freunde gedachten Informationen plötzlich für Jedermann zugänglich sind. Bei entsprechenden Einstellungen der Privatsphäre ist es möglich, Statusmeldungen oder Bilder ausschließlich für bestimmte Menschen sichtbar zu machen.

Viel zu schnell kann es jedoch passieren, dass etwas übersehen wird. Deswegen ist es unerlässlich, die entsprechenden Optionen genau durchzusehen. Eltern sollten dies nicht ihren Kindern allein überlassen, sondern gemeinsam mit ihnen tun. Diese Dinge sollten bei der Erstellung eines Facebook-Kontos unbedingt beachtet werden:

  • Veröffentlichungen auch nicht für „Freunde von Freunden“ sichtbar machen, da sich Informationen so rasend schnell verbreiten können.
  • Die Funktion, dass die Chronik von Suchmaschinen gefunden werden kann, auf „Aus“ stellen.
  • Ausschließlich wichtige Benachrichtigungen einschalten, da ansonsten eine Mailflut drohen kann.
  • Das eigene Profil sicherheitshalber von einem Bekannten, der bereits bei Facebook registriert ist, ansehen lassen, um zu überprüfen, ob die Einstellungen stimmen.

Mein Kind ist bei Facebook: Hey, wir jetzt auch!

Viele Eltern sind inzwischen selbst schon lange auf Facebook angemeldet. Andere möchten dies jedoch nicht oder hielten es bisher nie für notwendig. Ist aber das eigene Kind auf Facebook aktiv, sollten auch Eltern die Augen offen halten und sich mit dem Sozialen Netzwerk auseinandersetzen.

Nur auf diese Weise ist es möglich, selbst Gefahren zu erkennen, aber auch den Nutzen zu sehen, um keine grundsätzlich ablehnende Haltung zu vermitteln. Um trotz allen Misstrauens verständnisvoll auf das Facebook-Konto des Kindes reagieren zu können, ist es unabdingbar, sich die Seite selbst anzusehen, selbst wenn man sie bislang für überflüssig hielt.

Facebook soll und darf von uns Eltern aber nicht dazu benutzt werden, um die eigenen Kinder zu überwachen oder auszuspionieren. Dennoch ist es wichtig, mit ihnen in einem ständigen Gespräch über die Nutzung zu bleiben, um ihnen die nötige Medienkompetenz zu vermitteln, die in der heutigen Zeit gefordert wird.

Eltern müssen ihren Nachwuchs immer wieder darauf hinweisen, nicht zu persönliche Dinge auf Facebook zu veröffentlichen. Eine Freundschaft auf Facebook zwischen Eltern und Kindern kann dabei helfen, ist aber kein Muss, wenn das Kind dies nicht möchte. Es sollte dennoch stets darauf verwiesen werden, welche Gefahren drohen, wenn zu intime Details auf Sozialen Netzwerken verbreitet werden.

Facebook sollte ausschließlich dazu genutzt werden, sich mit Freunden im privaten Chat auszutauschen oder hin und wieder harmlose Statusmeldungen oder Bilder zu veröffentlichen. Der Name der besuchten Schule, Details zum Wohnort, schlechte Äußerungen über andere Menschen, Party-Bilder oder weitere Informationen, die auf negative Weise zurückverfolgt werden können, haben auf Facebook nichts zu suchen. Zudem sollten Eltern ihren Kindern das Gefühl geben, verständnisvolle Ansprechpartner zu sein, wenn doch etwas passiert ist und beispielsweise trotz der vorhergehenden Gespräche über notwendige Vorsichtsmaßnahmen ein peinliches Bild in Umlauf geraten ist, sodass man sich gemeinsam Lösungen überlegen kann.

Mein Kind ist bei Facebook: Ratgeber zum Thema

Wer sich mit der Thematik überfordert fühlt, kann jederzeit Hilfe bei Ratgebern, wie beispielsweise dem Buch Mein Kind ist bei Facebook: Tipps für Eltern suchen. Für viele Eltern ist das Thema Facebook neu, sodass sie sich auch nicht schämen müssen, wenn sie noch nicht alles darüber wissen.

Dennoch sollten Eltern keine Scheu davor haben, sich ausgiebig zu informieren. So erfahren sie beispielsweise, was sie tun können, wenn sich Bilder des Kindes bereits auf Facebook verbreitet haben oder wie Gewinnspiele ausschließlich Daten ausspionieren wollen, um ihr Kind hierfür sensibilisieren zu können.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Ingvar Björk

Mein Kind ist bei Facebook: Tipps für Eltern
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Über Simon Schröder (1001 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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