Mein Kind raucht. Was tun?

Mein Kind raucht

„Rauchen kann tödlich sein“, so steht es auf vielen Zigarettenpackungen geschrieben. Die Kampagnen der Bundesregierung tragen erste Früchte und die Zahl der minderjährigen Raucher hat laut Statistik in den letzten Monaten abgenommen.

Der Grund dafür liegt unter anderem auch in dem hohen Preis für Zigaretten. Es gibt wohl nur wenige Kinder und Jugendliche, die den regelmäßigen Konsum von Rauchwaren mit ihrem Taschengeld bestreiten können.

Dennoch finden sie häufig einen Weg, um sich mit dem gesundheitsschädlichen Stoff Tabak einzudecken. Eltern, die ihre Zöglinge beim Rauchen erwischen, sollten nicht gleich mit Sanktionen drohen. Viel wichtiger ist es, wenn sie ihre Kids auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam machen.

Druck erzeugt Gegendruck

Druck erzeugt Gegendruck

Mit Druck erreicht man bei seinem Gegenüber nicht viel. Das gilt nicht nur im Miteinander der Partner. Der Satz stimmt ebenfalls, wenn es um den Umgang mit Jugendlichen geht. Wer seine Kinder beim Rauchen erwischt und sie mit Strafen daran hindern möchte, der kann zuweilen das Gegenteil erreichen.

Viel wichtiger ist es für betroffene Eltern, wenn sie ihre Zöglinge auf die Nachteile der Sucht aufmerksam machen können. Das ist allerdings besonders schwierig, wenn sie selbst diesem Laster verfallen sind. Mit welchen Argumenten möchten sie ihrem Nachwuchs belegen, dass das Rauchen schädlich ist?

Nachdem die Tabaksteuer massiv erhöht wurde, kann das Rauchen mittlerweile fast als Luxus betrachtet werden. Wer diese Tatsache seinen rauchenden Kids klar machen kann, der hat sein Ziel schon fast erreicht.

Als gutes Beispiel voran zu gehen ist dabei leichter gesagt als getan. Rauchende Eltern können zwar damit argumentieren, dass ihre Vorgehensweise nicht richtig ist, als Vorbild der jungen Generation dienen sie allerdings nicht.

Soll ich das Taschengeld kürzen, wenn mein Kind raucht?

Soll ich das Taschengeld kürzen?

Kinder, die von ihren Eltern mit monatlichen Apanagen versorgt werden, wissen häufig den Wert des Geldes nicht zu schätzen. Sie müssen nichts tun und haben dennoch regelmäßige Einnahmen.

Stellen besorgte Mütter und Väter dann fest, dass das Geld unter anderem für Zigaretten ausgegeben wird, kürzen sie die Zuwendungen.

Diese Maßnahme kann durchaus ein Schritt in die richtige Richtung sein. Allerdings kommt der Erfolg dieser Maßnahme immer auf den Charakter des Kindes an.

Es mag Zöglinge geben, die auf Zigaretten verzichten und sich lieber andere Dinge von dem gekürzten Taschengeld kaufen. Es gibt aber auch jene, die lieber Zeitungen austragen, als auf ihre geliebten Zigaretten zu verzichten.

Der Besuch in einer Klinik kann Wunder bewirken

Zigarettenkonsum von Jugendlichen

Nicht nur das Elternhaus steht bei dem Zigarettenkonsum von Jugendlichen in der Verantwortung. Bereits der Kindergarten oder die Schule sind Institutionen, die unsere Zöglinge vor der gefährlichen Sucht befreien können. Eine Schulklasse, die eine Klinik für Patienten mit Lungenkrebs besucht, wird dadurch häufig zum Nachdenken angeregt.

Die Schüler sehen dort, welche Schäden sie ihrem Körper durch das Rauchen zuführen.Bei der Exkursion werden nicht ausschließlich Röntgenbilder von Betroffenen gezeigt. Einige Patienten sind bereit, dass sie den jungen Leuten ihren Leidensweg darlegen.

Sie berichten dabei, dass alles mit dem Probieren einer Zigarette begann und in einem Desaster endete. Ihre Arterien sind verstopft und sie haben mitunter ein Bein verloren. Das Atmen fällt ihnen schwer und sie kommen nicht ohne Sauerstoffgerät aus. Wer als junger Mensch Zugang zu den Krankenstationen der Raucher bekommt, der wird bestimmt sehr nachdenklich werden.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Alles Liebe
euer Simon

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Über Simon Schröder (1003 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

1 Kommentar zu Mein Kind raucht. Was tun?

  1. Wie bei allen Rauschmitteln gilt auch hier: Prävention ist das A und O. Ein gutes Vorbild ist auch nicht verkehrt, wie schon im Text anklang. Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, wird es schon schwieriger, das ist ja schon bei Tabaksüchtigen Erwachsenen nicht anders. Ein Bekannter von mir hat es tatsächlich geschafft, seinen Sohn (17) zum Umstieg auf die Dampfzigarette von Vitasmoke zu bewegen. Mit einer Wette: Wenn der Junge ein halbes Jahr keinen Tabak anrührte, würde der Vater das Gerät und die Flüssigkeit dazu bezahlen. Und nach einem Jahr hatte er sich dann das Rauchen abgewöhnt.

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