Mit den Kindern in den Garten

Gartenarbeit

Gerade im Frühling zieht es die ganze Familie nach draußen. Schon die Kleinsten möchten bei der Gartenarbeit mit anpacken. Kaum ein Betätigungsfeld fördert und fordert Kinder auf so unterschiedliche Art und Weise. Kleinkinder sind die geborenen Entdecker, die ihre Welt mit ganz anderen Augen sehen. Gartenarbeit bietet eine optimale Möglichkeit, die heimische Flora und Fauna zu erkunden. Wir geben Ihnen einige Tipps und Hinweise, wie ein Nachmittag im eigenen Garten zur spannenden Entdeckungsreise wird.

Potenzielle Gefahren im eigenen Garten erkennen und sichern

Lassen Sie Ihr Kind die Natur mit allen Sinnen erleben. In keinem Fall sollte ein Kleinkind unbeobachtet im Garten wirken. Hier gilt es, einen Blick auf die Gefahrenquellen zu werfen. Die eigentlichen Risiken fallen uns Erwachsenen nicht unmittelbar ins Auge, doch kann ein wenige Zentimeter tiefer Gartenteich, eine Giftpflanze oder ein Busch mit langen Dornen ein erhebliches Gefahrenpotenzial bergen. Haben Sie ähnliche Gefahren in Ihrem Garten entdeckt? Dann empfiehlt es sich, diese zusätzlich abzusichern. Begrenzen Sie zum Beispiel den Gartenteich mit einem Jägerzaun, sodass die Kleinen nicht in die unmittelbare Nähe gelangen.

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Kinder übernehmen Verantwortung für Obst und Gemüse

Kinder und Kleinkinder lernen im Zuge der Gartenarbeit, Verantwortung für die eigene Umgebung zu übernehmen. Fortan werden keine Blumen mehr kaputt getreten oder unachtsam herausgerissen, denn Ihre Kleinen lernen den Wert und das Leben der heimischen Pflanzen zu schätzen. Richten Sie für Ihr Kind ein kleines Beet her. Kinder lernen, dass Einsatz und Verantwortung wenige Monate später eine schmackhafte Ernte bringen. Diese Erfahrung nehmen schon die Kleinsten in ihren Erfahrungsschatz auf und profitieren zukünftig von dem neu erworbenen Wissen.

Folgende Früchte lassen sich im Handumdrehen selbst von Neulingen anbauen und punkten mit einer reichhaltigen Ernte:

  • Erdbeeren,
  • Himbeeren,
  • Johannisbeeren,
  • Weintrauben sowie
  • Blaubeeren.

Haben Sie zum ersten Mal Früchte aus dem eigenen Garten probiert, wird Ihnen der Unterschied zum Supermarkt deutlich.

Wo kommt der Apfel eigentlich her?

Kinder lernen, dass Früchte und Gemüse nicht aus dem Supermarkt kommen, sondern in der Natur wachsen. Gerade praxisnahes Wissen manifestiert sich im Vergleich zur trockenen Theorie unmittelbar im Erfahrungsschatz. Beobachten Sie gemeinsam Insekten, wie diese von Blüte zu Blüte fliegen und wie sich in der Folge die Blütenstände entwickeln. Einfache biologische Abläufe der Natur können Sie im eigenen Garten erklären und spielerisch in der Praxis erläutern.

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Selbstständig Lösungen für aufkommende Probleme finden

Kinder müssen im Zuge der Gartenarbeit Lösungen für aufkommende Probleme finden. Hier ist innovatives Denken, Logik und Kreativität gefragt. An welche Stelle möchten Sie die Tulpenzwiebeln setzen? Wo sollen im nächsten Frühjahr die Blumen blühen? Wohin mit dem Unkraut? Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein Beet an und übertragen die Gartenpflege dieses Abschnittes in den Verantwortungsbereich Ihres Kindes. Selbstverständlich unterstützen Eltern ihre Kinder bei der Gartenpflege. Sie werden schnell erkennen, dass die kleinen Gärtner voller Stolz und Verantwortungsbewusstsein die zukünftige Beetpflege übernehmen. Überdies fördert Gartenarbeit die Empathie für andere Lebewesen. Stellen Sie Nistkästen und Futterhäuschen sowie einen Vogelbrunnen im Garten auf und werden gemeinsam zum Ornithologen der heimischen Singvögel, die sich schon bald im Garten tummeln.

Kindgerechte Gartenarbeit

Für die Gartenarbeit gilt es, altersgerechte Aufgaben zu finden und die Kleinen nicht mit zu vielen Aufgaben zu überfordern. Greifen Sie Ihrem Kind unter die Arme und halten ein potenzielles Frustrationsrisiko so gering wie nur möglich. Achten Sie in diesem Zusammenhang darauf, dass Ihr Kind nicht alles, was der Garten hergibt, in den Mund steckt. Zeigen Sie vorab, wie man zum Beispiel Blumen einpflanzt und sammeln gemeinsam die reifen Früchte vom Busch.

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Fazit

Gartenarbeit und ein gemeinsamer Nachmittag auf dem eigenen Außengelände bilden eine optimale Voraussetzung für einen abwechslungsreichen Familientag. Darüber hinaus schulen Sie ganz nebenbei die kindliche Motorik, die Kreativität, das Problemlöseverhalten sowie die Empathie für die heimische Flora und Fauna. Wo sonst als in der eigenen Umgebung lassen sich geologische natürliche Abläufe besser erlernen als direkt vor der eigenen Haustür? Binden Sie das Lernen und Erleben auf natürliche Art und Weise in die Gartenarbeit mit ein und erklären ausführlich die einzelnen Schritte, bevor Sie die Verantwortung in die Hände Ihrer Kinder geben.

http://www.heimwerker.de/garten/gartenpflege-und-pflanzen/kinder-im-garten.html
http://www.urbia.de/magazin/kleinkind/spiel-und-beschaeftigung/gaertnern-mit-kindern
http://www.mein-gartenbuch.de/kindergarten/

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net /Aliaksei Lasevich

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