Neue Kindergeld Einkommensgrenze und trotzdem weniger Geld?!

Wenig Geld

Zugegeben, die gewählte Überschrift passt nicht so ganz. Eine neue Kindergeld Einkommensgrenze gibt es eigentlich nicht.

Dennoch dürfte die Schlagzeile das Jahr 2012 im Kern treffen und vielen wird es auch in diesem Jahr nicht besser gehen. Beim Kindergeld ist alles beim Alten geblieben und die Kindergeld Einkommensgrenze 2012 beträgt noch immer 8004 €.

Wohl aber sind die Bedingungen zum Bezug von Kindergeld anders geworden und haben so manchen Kindergeldbezieher glücklich gemacht. Aber trotzdem werden wir dieses Jahr wohl wieder weniger Geld in der Tasche haben, wie es sich bereits jetzt schon abzeichnet. 😐

Die Kindergeld Einkommensgrenze

Kindergeld für die Ausbildung

Wie bereits oben angedeutet, gibt es eigentlich gar keine neue Kindergeld Einkommensgrenze.

Im Jahr 2011 betrug der Maximalverdienst eines Kindes 8004 €. Das ist auch noch 2012 so.

Lediglich die Werbekostenpauschale ist von ehemals 920 € auf 1000 € per anno angehoben worden.

Die viel wichtigere Entscheidung bei der Kindergeld Einkommensgrenze ist die, dass die Einkommensprüfung für fast jedes Kind wegfällt.

Befindet man sich in seiner ersten Ausbildung oder in der allgemeinbildenden Schuleausbildung, muss man keinerlei Nachweise mehr über seinen Verdienst einreichen. Das ist in sofern hilfreich, da gerade Schülerinnen und Schüler ab der 12. und 13. Klasse gerne Ferienjobs in Anspruch nehmen. In der Vergangenheit konnte dass in einzelnen Fällen dazu führen, dass das Kindergeld für das komplette laufende Kalenderjahr zurückgefordert wurde.

Das war schon eine wirklich harte Maßnahme, wenn man bedenkt, dass das Geld meistens für einen Führerschein oder Ähnliches benötigt wurde. Aber das hat ja nun der Gesetzgeber auch eingesehen und bietet bei dem Bezug vom Kindergeld nun wesentlich mehr finanzielle Freiheiten an. Aber wie bereits erwähnt, ist vieles teurer geworden und so stellt sich mir natürlich die Frage, ob allein mit dem einfacheren Bezug von Kindergeld nun wirklich alles besser für uns geworden ist. Ich glaube kaum.

Inflation 2012

Inflation 2012

Dass es grundsätzlich immer eine Inflation gab und geben wird, dürfte wohl jedem bekannt sein.

Doch mir kommt es immer mehr so vor, dass die per Statistik festgestellte Inflation im Wesentlichen von der gefühlten Inflation abweicht.

In der Statistik werden alle Preise von den verschiedenen Gütern aus dem Vorjahr zusammengefasst und daraus wird ermittelt, in wieweit sich die Preise im Vergleich zum letzten Wirtschaftsjahr erhöht haben.

Doch was bringt es einem, wenn Fernseher und Computer günstiger werden und das Brot und die Butter immer teurer. Also da gibt es meines Erachtens doch noch deutlich Nachbesserungsbedarf bei der Ausführung der Statistik, da die Werte meist nur vermischt ausgegeben werden.

Nahrungsmittel werden teurer

Abgesehen von den Nahrungsmitteln, gibt es natürlich noch einige Punkte mehr, die im Wesentlichen teurer geworden sind.

Ganz oben auf meiner Liste der gefühlten Preiserhöhungen liegt das Benzin und der Diesel.

Fahr ich jetzt zur Tankstelle, bekomme ich schon ein flaues Gefühl in der Magengegend. Was man dort mittlerweile für 1 l Sprit hinlegen muss, ist wirklich nicht mehr schön.

Auch die Zigaretten sind um einiges teurer geworden. Für mich selbst bedaure ich das jetzt nicht unbedingt, da die Glimmstängel gesundheitsschädlich sind und auch das Umfeld belasten. Von mir aus können sie ruhig noch teurer werden, dennoch halte ich diese Preissteigerungen für nicht gerechtfertigt.

Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Punkte, die teurer geworden sind. Wenn ich die jedoch jetzt alle hier aufführen würde, wäre der Rahmen von diesem Beitrag wohl gesprengt. Ich bitte daher um Verständnis, dass ich mir weitere Ausführungen dazu verkneife.

Rente mit 67

Rente mit 67

Was ich aber noch unbedingt loswerden muss, ist die unfassbare Tatsache, dass die zukünftige reguläre Rente erst mit 67 in Anspruch genommen werden kann.

Diese Neuregelung des Renteneintrittsalters wird damit begründet, dass wir Menschen ja auch immer älter werden. Das ist zwar richtig, doch die Lebensarbeitszeit wird dadurch nicht länger. Im Gegenteil!

Der Trend ist eher rückläufig und in verschiedenen Berufen bekommt man bereits ab 45 schon fast keinen Job mehr, wenn man erst einmal arbeitslos geworden ist. Die Folge daraus ist klar.

Die Bürgerinnen und Bürger gehen nicht erst mit 67 in Rente. Oftmals will man bereits mit 60 oder 63 in den wohlverdienten Ruhestand. Dies ist durchaus auch möglich, aber für den vorzeitigen Einstieg in die Altersrente muss man empfindliche Abschläge in Kauf nehmen.

Abschläge bei der Altersrente

Diese Abschläge richten sich nach der verbleibenden Laufzeit bis zur regulären Altersrente. Ist man also früher mit 63 in Rente gegangen und das reguläre Renteneintrittsalter lag bei 65, musste man Abschläge für 24 Monate in Kauf nehmen.

Bei der gleichen Ausgangslage ist es also so, dass nicht mehr 24 Monate sondern 48 abgezogen werden!

In meinen Augen ist mit der neuen Rentenregulierung nur eines bezweckt worden: höhere Abschläge! Na schönen Dank auch, da hilft mir die Neuregelung vom Kindergeld auch nichts.

Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass man pressegerecht oben immer ein bisschen an Erleichterung weitergibt und unten herum sich den größten Teil wieder zurückholt. Wie siehst Du das?

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Mit nachdenklichen Grüßen
euer Simon

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Über Simon Schröder (1001 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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