Obamas Wahlkampf, der Warlord Kony und das Oil in Uganda

Obamas Wahlkampf

Wurden früher noch Millionen und Milliarden Dollar für groß angelegte Kriege ausgegeben, hat man nun wohl aus der Vergangenheit gelernt. Was in diesen Tagen die USA macht, ist weder verwunderlich noch überraschen.

Interessant ist nur, wie sie es der Weltbevölkerung verkauft und alle brav im Takt nickend zustimmen. Doch worum geht es genau?

Wie wir alle den Medien entnehmen konnten, gibt es einen Kriegsverbrecher namens Kony. Dieser stammt aus aus dem kleinen afrikanischen Land Uganda, was im Mittleren Osten vom Kontinent liegt. Nun hat die amerikanische Regierung verkündet, genau diesen Mann unschädlich machen zu wollen. Doch dabei geht es um viel mehr, als man uns Bürgerinnen und Bürger weismachen will.

Obamas Wahlkampf

Unterschiede zwischen den Demokraten und den Republikanern

Habe ich gestern erst noch die Unterschiede zwischen den Demokraten und den Republikanern herausarbeiten können, muss ich jetzt einmal verallgemeinern.

Immerhin sind die momentanen Entwicklungen auf die Entscheidungen der kompletten amerikanischen Regierung zurückzuführen. Auch muss ich mein Lob für Obamas Regierung doch noch einmal stark überdenken.

Grund für meine neue Einschätzung ist die Tatsache, dass Obama genauso wie alle anderen Präsidenten auch, die Weltbevölkerung täuschen will.

Es geht um die Jagd nach dem Kriegsverbrecher Kony. Es tauchte zufällig jetzt ein professionell erstelltes Video auf, was die Verbrechen dieses Mannes darstellt und auch sein Foto zeigt. Es wird auch gleichzeitig nach Maßnahmen verlangt, dass dieser Mann gestellt werden soll. Doch warum ausgerechnet er und warum ausgerechnet jetzt? Solche sogenannten Warlords gibt es immerhin bedauerlicherweise viele auf der Welt.

Die Darstellung, dass der Kony einer der schlimmsten sein soll, wage ich zu bezweifeln. Ohne das Problem herunterspielen zu wollen, aber Kindersoldaten gibt es schon so lange, wie es die Menschen auf der Welt gibt. Doch was für ein Interesse hat die USA, nun ausgerechnet auf solch eine Kampagne zu reagieren?

Der Warlord Kony und das Oil in Uganda

Akt der Menschlichkeit?

Nun, da gibt es meines Erachtens mehrere Gründe. Zum einen steht bald die Präsidentenwahl an, und da wird Obama natürlich wieder auf Stimmenfang gehen.

Wie kann man das am besten machen, als mit einem Akt der Menschlichkeit. So zumindest wird die Jagd auf Kony jetzt dargestellt. Man würde im Auftrag der Welt handeln und man wolle für eine bessere Zukunft kämpfen.

Völliger Quatsch. Bei der Bevölkerung kommen solche Sprüche aber eben gut an. Man muss sich auch einen weiteren, viel wichtigeren Punkt vor Augen halten. Solche Kriegseinsätze bzw. Operationen Kosten dem amerikanischen Staat eine Menge Geld. Wie einige von uns wissen, sind die USA im Prinzip pleite und hat keinen Spielraum für wirtschaftlich gesehen sinnlose Aktionen. Also nur aus Nächstenliebe wird die USA ihre Soldaten nirgendwo hinschicken. Das war in der Vergangenheit so und wird wohl auch in Zukunft so bleiben.

Es geht um Öl

Aber es gibt einen ganz wesentlichen Punkt, der den Einsatz gegen Kony rechtfertigen wird. Es geht um Öl. Auch wenn es der eine oder andere nicht mehr hören mag, aber unterm Strich geht es immer nur um Geld.

Die USA braucht das Öl zum Leben, wie der Mensch die Luft zum Atmen benötigt. Alles hängt vom schwarzen Gold ab und wir steuern zurzeit auf ein Allzeithoch beim Ölpreis zu.

Da ist es doch nur praktisch, dass in Uganda zufälligerweise bereits im Jahr 2010 reiche Ölvorkommen gefunden wurden. Probebohrungen haben bestätigt, dass unter dem Boden von Uganda ganze 2 Milliarden Barrel Öl zu finden sind. Doch die Regierung von Uganda will dummerweise für dieses Öl natürlich auch Geld sehen. Und da dies so ziemlich die einzige Einnahmequelle in diesem Land darstellen wird, kann es den flüssigen Rohstoff auch nicht zum Schnäppchenpreis geben.

Wenn Du also die Regierung eines großen Landes wärst, was dringend Öl braucht, es aber am Weltmarkt nicht günstig genug einkaufen kann – was würdest Du tun? Würdest Du vielleicht darüber nachdenkt, es dir anders zu besorgen, damit dein eigener Staat überleben kann? Hinzu kommt, dass Du praktisch über unbegrenzte militärische Ressourcen verfügst und es ein anderes Land gibt, was zwar ausreichend Öl produziert, sich aber aufgrund der ärmlichen Vergangenheit nicht selbst verteidigen kann. Es wäre für dich also ein leichtes an das Öl heranzukommen. Wie naiv ist es da zu denken, dass die momentanen Ereignisse alles Zufälle sind.

Zusammenfassung

Wir fassen noch einmal zusammen. Im Jahr 2010 wurden in Uganda Probebohrungen durchgeführt und es wurde festgestellt, dass ca. 2 Milliarden Barrel Öl vorhanden sind.

2011 gab es dann bereits schon einen Bericht darüber, dass Uganda ja vor seinem eigenen Öl geschützt werden müsste. Komisch, dass da die Nächstenliebe der Industriestaaten auf der Welt nicht so ausgeprägt war, dass man tatsächlich Uganda menschlich und richtig direkt unterstützt hatte.

Es wäre ohne Probleme möglich gewesen, Blauhelme zum Schutz der Ölvorkommen abzustellen. Aber es passierte nichts. 2012 nun erscheint ein Video, was höchst professionell produziert wurde, was den Warlord Kony zeigt und ihn als das personifizierte Böse beschreibt. Natürlich auch genau passend in dem Moment, wo die Ölpreise in den Himmel klettern.

In dem Video wird ein wahrhaft böser Mensch dargestellt und der Weltbevölkerung als grausames Monster vorgeführt. Machen wir uns nichts vor, natürlich gehört dieser Mann ins Gefängnis. Doch schon merkwürdig, dass ausgerechnet jetzt dieser Warlord aus Uganda in die Medien gerät. Immerhin gibt es eine Vielzahl solcher Verbrecher – für die interessiert sich aber komischerweise niemand… Der Film ist so gut und professionell erstellt worden, dass es schon an Gehirnwäsche grenzt!

Benzinpreise steigen auch in den USA

Die amerikanische Regierung befindet sich im Wahlkampf, sieht sich großen finanziellen Problemen ausgesetzt und die Öl- bzw. Benzinpreise steigen auch in den USA weiter an.

Ausgerechnet jetzt und in dieser Zeit wird verkündet, dass man gegen den Kriegsverbrecher Kony vorgehen will. Wer jetzt noch der Meinung ist, dass die Vereinigten Staaten tatsächlich nur aus Nächstenliebe handeln, der ist entweder völlig realitätsfern oder besitzt Informationen, die ich nicht mit berücksichtigt habe.

Vorteile für die USA sind: gesicherte Ölvorkommen, PR-Arbeit der aktuellen Regierung innerhalb der eigenen Bevölkerung und Entspannung am Finanzmarkt durch sinkende Rohstoffpreise. Sicherlich gibt es noch weitere Punkte, die sich mir aber meiner Kenntnis entziehen.

Wie siehst Du das? Geht es wieder nur um Öl und Geld oder soll tatsächlich ein Akt der Menschlichkeit vollzogen werden. Wie Du sicherlich mitbekommen hast, habe ich mich eher sehr kritisch zum Thema geäußert. Das soll dich aber nicht davon abhalten, deine tatsächliche Meinung hier per Kommentar zurückzulassen.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Alles Liebe
euer Simon

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Über Simon Schröder (1003 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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