Schulden wegen Kaufsucht?!

Kaufsucht Kaufsucht

Abhängig zu sein, das bedeutet für viele der Betroffenen, dass sie sich in einem Teufelskreis bewegen, aus dem sie alleine nicht mehr herauskommen. Häufig merken sie gar nicht, dass sie süchtig sind, weil die Entwicklung schleichend vor sich geht.

Das gilt für Alkoholiker genauso wie für Spiel- oder Kaufsüchtige. Niemand von uns sollte so vermessen sein und den Zeigefinger heben, wenn wir davon erfahren. Häufig sind nämlich traumatische Erlebnisse ein Auslöser für das Verhalten. Auch Einsamkeit oder das Vermissen von Anerkennung kann übrigens mit dazu beitragen.

Sucht ist eine ernste Erkrankung, die in der Regel nur durch einen Facharzt behandelt werden kann. Grund genug, hier einmal drüber zu schreiben.

Mit einem Frustkauf kann alles anfangen

Frustkauf kann gefährlich werden

Frustkauf kann gefährlich werden

Vielleicht ist es ja schon einigen von uns so ergangen, dass wir sehr traurig oder verärgert waren und in die Stadt gefahren sind, um uns ein wenig abzulenken. Ist es dann nicht mitunter so, dass wir uns mit einem sogenannten Frustkauf selbst eine Freude gemacht haben? Der Vergleich mag zwar hinken, aber so ähnlich geht es den Menschen, die unter der Kaufsucht leiden. Nur mit dem Unterschied, dass sie ihr Handeln nicht mehr beeinflussen können und praktisch stets unter dem Zwang leben, sich etwas kaufen zu müssen.

Genau wie bei der Spielsucht kann auch die Kaufsucht dazu führen, dass die Schulden wachsen. Viele Betroffene achten gar nicht mehr darauf, ob sie sich die Anschaffungen überhaupt leisten können. Sie bestellen dann zum Beispiel in Katalogen und freuen sich, wenn sie die Ware erst zu einem späteren Zeitpunkt und dann in Monatsraten bezahlen müssen. Das Angebot der Händler ist dabei sehr verlockend und immer häufiger findet man diese auch im Internet.

Schnell verlieren die Käufer dann den Überblick und können die Raten nicht aufbringen. Die Händler locken zwar mit ihrer Ratenzahlung, allerdings kennen sie kein Pardon, wenn das Geld nicht kommt. Sehr schnell wird ein Inkassounternehmen eingeschaltet und die Schuldenspirale steigt weiter. Internetshops und Versandhändler prüfen häufig gar nicht erst die Bonität der Kunden. Es wird also den Menschen, die an der Kaufsucht erkrankt sind, sehr leicht gemacht, Waren zu kaufen. Sind sie mit ihren Raten in Verzug, dann müssen sie eventuell sogar mit einer Pfändung rechnen. Dann kommt der Gerichtsvollzieher entweder an die Haustür, oder was vielleicht noch schlimmer ist zum Arbeitgeber und versucht auf diese Weise die Forderungen einzutreiben.

Die Schuldenfalle schnappt zu

Kaufsucht, das kann bedeuten, dass die Außenstände so hoch sind, dass der Betroffene sie kaum aus eigener Kraft ausgleichen kann. Soweit muss es allerdings gar nicht kommen. Handelt es sich bei der Betroffenen zum Beispiel um eine Hausfrau, die auf diese Weise ihre Sehnsucht nach Anerkennung befriedigt, kann die ganze Familie unterstützend eingreifen. Wird der Hilferuf nämlich frühzeitig erkannt, dann kann größerer Schaden abgewendet werden. Oft ist eine Therapie erfolgreich, die entweder alleine oder mit dem Partner durchgeführt wird.

Selbst wenn der Schuldenberg unüberschaubar geworden ist, braucht niemand zu verzweifeln. Hier kann die private Insolvenz helfen, dass man auch diesen Berg überwindet. Sicher ist es gut, wenn man selber früh genug die Notbremse zieht. Schafft man das nicht, dann gibt es eigentlich in jeder Stadt Selbsthilfegruppen, wo alle von der Krankheit betroffen sind und einem mit gutem Rat zur Seite stehen.

Interessantes Video zum Thema Kaufsucht:

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Alles Liebe
euer Simon

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Birgit Schober
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Schulden wegen Kaufsucht?!
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Über Simon Schröder (1003 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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