Schwangerschaftsverlauf: Was tun, wenn Ihr Baby auf sich warten lässt?

Geburtstermin

Jede werdende Mutter hat die Möglichkeit, den Geburtstermin gemeinsam mit dem Frauenarzt zu berechnen. Nur 4 % aller Mütter bekommen ihr Baby wirklich zum errechneten Termin. Es liegt in der Natur der Sache, dass es mitunter zu Terminüberschreitungen kommt. Im Grunde genommen besteht hier noch kein Grund, sich Sorgen zu machen. Sie fragen sich, was zu tun ist, wenn Ihr Baby auf sich warten lässt? In erster Linie sollten Sie Ihren Gesundheitszustand und den Ihres Babys genauestens im Blick behalten. Die Ärzte werden dann entscheiden, wann der Zeitpunkt gekommen ist, die Geburt einzuleiten. Wir haben weitere Tipps und Hinweise für die bevorstehende Geburt und trödelnde Babys im Gepäck.

Geburtstermin überschritten, was tun?

Überschreiten Sie den berechneten Geburtstermin um ca. sieben Tage, sind Sie in bester Gesellschaft, denn ca. 70 % aller Babys werden genau in dieser Zeitspanne geboren. Im aktuellen bekannten E-Book der Barmer zum Schwangerschaftsverlauf wird dies auch interessant beschrieben. Viele Mütter müssen sich bis zehn Tage nach dem eigentlichen errechneten Geburtstermin gedulden, bevor die Geburt einsetzt. Aus medizinischer Sicht spricht man aber erst ab der 41. Schwangerschaftswoche von einem wirklichen Überschreiten des Geburtstermins. Erreicht eine werdende Mutter die 42. Schwangerschaftswoche, ist von der „Übertragung“ die Rede. Jedoch kommt es äußerst selten zu Übertragungen.

Warum überschreiten Sie den errechneten Geburtstermin?

Es ist nicht immer ganz einfach, die Befruchtung exakt festzulegen. So kommen Sie nicht immer genau auf den Tag der Geburt. Die Rechenformel ist simpel: Die Geburt findet ungefähr 266 Tage nach der eigentlichen Empfängnis statt oder 280 Tagen nach dem letzten Tag der Regelblutung. Zudem kommen zahlreiche unvorhergesehene Faktoren mit ins Spiel. Die Lebensweise der Mutter und ihre Ernährung können sich direkt auf den Zeitpunkt der Geburt auswirken. Darüber hinaus können Stoffwechselstörungen auftreten und den Geburtstermin hinauszögern.

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Für alle Mütter bedeutet das Überschreiten des Geburtstermins vor allen Dingen eines: Ihr Baby stelltSie auf eine Geduldsprobe. Die ganze Familie wartet auf den Neuankömmling und fragtSie vermutlich tagtäglich, wie es Ihnen geht und wann es endlich soweit ist. Dieser psychische Druck wird vonseiten des Partners zumeist noch verstärkt. Die Befürchtung, eine Überschreitung Ihres Geburtstermins könne Ihrem Kind schaden, können wir Ihnen nehmen, da gerade häufige Kontrollen beim Arzt dieser Gefahr entgegenwirken.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt

Überschreiten Sie den Geburtstermin, macht Ihr Frauenarzt nochmals eine Ultraschalluntersuchung. Im Zuge dieser Untersuchung werden Gewicht und Größe des Kindes gemessen. So ist es möglich, nochmals nachzuprüfen, ob der eigentliche Geburtstermin richtig berechnet war. Sie werden nun alle 2-3 Tage zum Arzt gehen, um regelmäßige Untersuchungen durchzuführen.

Was passiert, wenn es zu Problemen kommt?

Frauenärzte schließen über Ultrallschalluntersuchungen die Anzeichen für Ketose bei Müttern aus. Im Zusammenhang mit der Untersuchung erfolgt eine Bestimmung der Fruchtwassermenge und eine Kontrolle der Herztöne Ihres Babys über den Wehenschreiber. Anhand dieser Angaben kann ein Arzt feststellen, ob es Ihrem Baby gut geht. Kommt es zu einsetzenden Problemen oder stark abweichende Werte, wird die Geburt mithilfe von Medikamenten eingeleitet. Die Methoden des Wehenbelastungstests oder der Fruchtwasserspiegelung gelten heute als überholt.

Wann steigen die Risiken für Ihr Baby?

Der behandelnde Arzt wird Ihnen nach Ablauf einer Woche nach dem errechneten Geburtstermin die Einleitung der Geburt empfehlen. Ab diesem Zeitpunkt können sich die Risiken für Ihr Baby tagtäglich erhöhen. Ihr Kind wird nun von Tag zu Tag größer, was eine mögliche Geburt erschwert. Überdies zudem nimmt die Leistungsfähigkeit des Mutterkuchens nun täglich ab.

Prostaglandine – Was ist das?

Bei einem unreifen Muttermund verabreichen Ärzte werdenden Müttern Prostaglandine in Form von Tabletten oder Gel. Diese Medikamente bewirken eine Reifung des Muttermundes. Ist der Muttermund hingegen weich, werden die Mütter an den Wehentropf angeschlossen. Im Zuge beider Einleitungen stehen die Herztöne Ihres Babys unter ständiger Kontrolle. Die Ärzte sind in der Lage, die Dosierung der Medikamente zu variieren, um eine möglichst natürliche, spontane Geburt in Gang zu setzen.

Geburt auf natürliche Weise einzuleiten?

  • In einigen Fällen hat der regelmäßige Geschlechtsverkehr zur Einleitung der Geburt bzw. zu einem baldigen Geburtsbeginn geführt. Obwohl bis zum heutigen Tage noch unklar ist, ob Sperma nun das geburtsförderliche Prostaglandine enthält oder ob der Geschlechtsverkehr selbst hilft.
  • Einige Hebammen verabreichen ihren werdenden Mutter einen Cocktail aus Rizinusöl mit Saft und Wasser. Auf diese Weise lassen sich die Darmbewegungen verstärken. Dieses Vorgehen steht aber immer öfters in der Kritik.
  • Doch Achtung: Diesen Rizinusöl-Cocktail sollten Sie nur aus der Hand Ihrer Hebamme nehmen. Eine falsche Dosierung kann zu Durchfall und Übelkeit führen. Sanfte Massagen, Homöopathie und Akupunktur sollen ebenfalls den Geburtsverlauf voranbringen.
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http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwangerschaftsverlauf/warten-auf-die-geburt/
http://www.babycenter.de/a8802/mein-geburtstermin-war-l%C3%A4ngst-f%C3%A4llig—was-kann-ich-tun

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Jozef Polc

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