Sicherheit im Haushalt | Wickeltisch, Treppe und Bügelstation im Fokus

Zwei Kinder spielen mit Strom | © Bildagentur PantherMedia / Jim_Filim Zwei Kinder spielen mit Strom | © Bildagentur PantherMedia / Jim_Filim

Das eigene Zuhause birgt gerade für Kleinkinder, Säuglinge und Kinder zahlreiche Gefahrenquellen, die viele von uns unterschätzen. Wussten Sie eigentlich, dass der Großteil aller Unfälle bei Kindern durch Stürze und Haushaltsunfälle passiert? Es ist an uns Eltern mit ein paar Handgriffen vorzusorgen, indem man die eigene Wohnung im Hinblick auf die Sicherheit umstellt. Wir wollen Ihnen im Folgenden einige Tipps geben, wie Sie Ihr Zuhause noch sicherer machen. Besonders der Wickeltisch, die Treppe und auch eine Bügelstation ist gefährlich.

Die größten Gefahrenquellen im Haus

Jährlich verunglückten in Deutschland rund 1,7 Millionen Kinder und müssen ärztlich behandelt werden. Der Großteil davon sind Kleinkinder und Säuglinge, die unscheinbare, aber gefährliche Gefahrenquellen genauso wie wir Erwachsenen unterschätzen. Der Großteil aller Unfälle passiert sogar direkt im Kinderzimmer, kurz darauf folgt die Küche und dann das Treppenhaus. Über die Hälfte aller Unfälle sind übrigens auf den Sturz aus Etagenbetten zurückzuführen. Weitere Ursachen kommen von

  • Zusammenstößen,
  • Verletzungen an scharfen Kanten,
  • Stößen und Verbrennungen.

Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass gerade Kleinkinder noch kein Bewusstsein für Gefahren entwickelt haben. Sie sind überwältigt und stürzten sich geradewegs in die nächste Gefahrenquelle und in den Unfall.

6 Sicherheitslücken in der Übersicht

Sicherheitslücke Nummer 1: Wickeltisch

Viele Eltern dürften wohl wissen, dass Kinder niemals unbeobachtet auf einem Wickeltisch liegen. Nehmen Sie sich also Zeit für das Wickeln. Legen Sie auch alle Utensilien, die Sie benötigen, bereit und lassen Sie sich nicht vom Wickeln ablenken. Darüber hinaus empfehlen wir sichere Wickeltische mit einem erhöhten Rand, sodass Ihr Kind nicht einfach herunterfallen kann.

Sicherheitslücke Nummer 2: Treppen

Fangen die Kleinen an zu krabbeln, ist in der ganzen Wohnung nichts mehr sicher. Sie sollten also gerade die Treppen und den Küchenherd, sowie die zahlreichen Steckdosen vor den kleinen Fingern schützen. Es gibt für jede dieser Gefahrenquelle das passende Schutzgitter oder Abdeckung. Die Treppen und die Kindertüren sind wohl die geläufigsten Arten, Kindern eine Grenze aufzuzeigen. Entscheiden Sie sich ausschließlich für eine zusätzliche Sicherung Ihrer Treppe, die stabil und einfach zu handhaben ist. Schließlich müssen Sie sich auf diese Tür über Jahre hinweg verlassen können. Die Steckdosen lassen sich einfach und günstig mit diesen Steckdoseneinsätzen schützen*.

Sicherheitslücke Nummer 3: Bügeleisen

Eine der größten Gefahrenquellen ist der Stress. Neben dem Haushalt noch auf die Kinder zu schauen, ans Telefon zu springen und mal eben ein Paket annehmen; da bleibt zum Beispiel ein Bügeleisen schnell auf dem Bügelbrett liegen oder unbeobachtet. Eine Gefahrenquelle, die nicht nur unsere Kinder bedroht. Wir verweisen dabei auf die neuen Bügeleisen, die mit Komfortfunktionen ausgestattet sind und sich in Gefahrensituationen bei bestimmten Temperaturen selbst abschalten.

Ein wirklich praktisches Bügeleisen ist das bekannte Sensixx’x DA70 von Bosch, denn es heizt nur, wenn Sie den Griff mit der Hand berühren. Lassen Sie das Bügeleisen wieder los, schaltet es sich automatisch ab. Eine wirkliche SAFE-Funktion, die den täglichen Wäscheberg minimiert und uns einige Sicherheitsvorkehrungen abnimmt. Wir selbst nutzen dieses Bügeleisen und sind damit top zufrieden. Zukaufen hier auf Amazon.de*.

Sicherheitslücke Nummer 4: Unwissenheit

Wir raten Ihnen dazu gemeinsam mit Ihrem Kind direkt vor der Gefahrenquelle auf die Risiken hinzuweisen. Sensibilisieren Sie Ihr Kind für eine Gefahr und klären auf. Regeln und Verbote sollte niemals unbegründet dastehen, sondern einen direkten Bezug einnehmen. Andernfalls werden Ihre Kinder ein Verbot oder eine Grenze nicht verstehen und bewusst darüber hinwegsehen. Doch Achtung: Übervorsicht ist nicht mit besonderer Aufklärung zu verwechseln.

Sicherheitslücke Nummer 5: Spielzeug

Auch im Hinblick auf Spielzeug sollten Sie auf Kindersicherheit achten und ausschließlich Spielzeug anerkannter Markenhersteller kaufen, die zum Beispiel auch das CE-Zeichen tragen. Zu den freiwilligen Zertifikaten gehört das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, es liefert Ihnen einen Beweis für längerfristige Sicherheit und Haltbarkeit. Achten Sie beim von daher immer auf die Zertifikate und die Testergebnisse der Stiftung Warentest und Öko Test. Hier lassen sich zumeist die Testsieger und anerkannte Produkte finden. Obendrein klären diese unabhängigen Testinstitute über die größten Mängel auf.

Sicherheitslücke Nummer 6: heißer Tee und Kaffee

Wir raten Ihnen zudem auf Tischdecken zu verzichten oder darauf, heiße Getränke am Rand des Tisches zu platzieren. Hier haben wir es mit einem Klassiker der Gefahrenquelle zu tun. Bedenken Sie, dass nur eine Tasse heißer Kaffee ausreicht, um bis zu einem Drittel der Körperoberfläche eines Kindes zu verbrühen. Lassen Sie auch die Kabel von elektrischen Geräten nicht einfach herumhängen. Haben Sie Laminat in der Wohnung, empfehlen wir Ihnen, Ihrem Kind Socken mit Noppen anzuziehen, die Sturzgefahr wird somit eingedämmt. Die Arbeitsräume mit Computern und Kabeln sowie zahlreichen elektrischen Geräten, sollten Sie immer verschließen, sodass Ihr Kind nicht unbeobachtet in diesen Raum gelangen kann.

http://www.elternwissen.com/familienleben/gesund-sicher-wohnen/art/tipp/kindersichere-wohnung-tipps-fuer-ein-sicheres-zuhause.html
http://www.t-online.de/eltern/kleinkind/id_62155382/kindersicherheit-25-massnahmen-die-kinder-schuetzen.html

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