Sodbrennen in der Schwangerschaft | Das hilft wirklich!

PantherMedia 2327409Sodbrennen während der Schwangerschaft ist ein sehr häufig auftretendes Phänomen. Sehr viele der werdenden Mütter leiden darunter. Da das Sodbrennen bei mehr als 70% der Schwangeren auftritt, zählt es sogar zu den Beschwerden, die während einer Schwangerschaft am häufigsten auftreten. Vor allem im letzten Drittel einer Schwangerschaft tritt das Sodbrennen auf. Bei 20% der Schwangeren kann ein Sodbrennen aber auch schon während dem ersten Drittel der Schwangerschaft auftreten.

In sehr vielen Fällen geht dies auch bis nach der Geburt. Unter Sodbrennen versteht man ein brennendes Gefühl, das angefangen bei dem unteren Teil des Halses, bis in die Brust hinunter zieht. Teilweise können dadurch starke Schmerzen entstehen. Ein schwangerschaftsbedingtes Sodbrennen kann übrigens einerseits durch eine hormonelle Veränderung hervorgerufen werden, andererseits natürlich auch durch die körperliche Veränderung. Da viele Frauen zum ersten Mal in Ihrem Leben während der Schwangerschaft Sodbrennen haben, ist dies natürlich auch sehr unangenehm. Vor allem ist dies auch sehr lästig, da es sehr oft auftritt, während der Ruhephasen, in denen man sich eigentlich erholen möchte.

Wodurch entsteht Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Während einer Schwangerschaft wird vom Mutterkuchen Progesteron produziert. Dies ist ein Hormon, das dafür zuständig ist, dass sich die Uterusmuskeln entspannen. Allerdings entspannt dieses Hormon gleichzeitig auch den Schließmuskel, der zwischen dem Magen und der Speiseröhre liegt. Da der Schließmuskel nun nichtmehr richtig arbeitet, kann die Magensäure in die Speiseröhre gelangen. Dort wird von dieser dann ein brennendes Gefühl ausgelöst, das Sodbrennen.

Auch die Kontraktionen des Magens werden durch das Progesteron verlangsamt. Hierdurch verlangsamt sich auch die Verdauung. Gerade im letzten Drittel einer Schwangerschaft ist der Fötus nun schon so groß, dass er sehr viel Platz in der Bauchhöhle benötigt. Dadurch findet nicht nur eine Verlangsamung der Ausscheidung statt, sondern auch die Magensäure wird nach oben gedrückt. Auch durch diesen Prozess kann das Sodbrennen ausgelöst werden. Gerade gegen Ende einer Schwangerschaft müssen Schwangere sehr oft liegen. Dadurch wird dem sauren Mageninhalt ein Rückfluss zur Speiseröhre ebenfalls erleichtert. In den meisten Fällen verschwindet das Sodbrennen nach der Geburt des Kindes wieder, in einzelnen Fällen kann es allerdings auch noch etwas länger anhalten.

Hilfsmittel gegen Sodbrennen

Hilfsmittel gegen Sodbrennen

Mittel gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Es gibt einige ganz klassische Auslöser des Sodbrennens. Diese sollten während der Schwangerschaft wenn möglich vermieden werden, um ein schlimmer werden des Sodbrennens zu vermeiden. Gerade was die Ernährung angeht, sollte man sich an einen gewissen Plan halten, was erlaubt ist und was eher nicht gegessen werden sollte. Natürlich gibt es auch zur Besserung der Beschwerden durch Sodbrennen einige Tipps. So kann man beispielsweise über den Tag verteilt eher mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, anstatt weniger große. Gemieden werden sollten hierbei vor allem fettreiche Gerichte und ebenso besonders scharfe Speisen. Auch zu viel Kaffee kann zu Sodbrennen führen. Außerdem sollten Schwangere nicht trinken, während sie eine Mahlzeit zu sich nehmen. Dies sollte zwischen den Mahlzeiten geschehen. Hierbei sollten Getränke ohne Kohlensäure bevorzugt werden. Wer das nicht mag, sollte zu Getränken mit wenig Kohlensäure greifen.

Eine Besserung des Sodbrennens kann in einigen Fällen auch erreicht werden, wenn man Mandeln, Haferflocken oder auch Haselnüsse kaut und dies langsam und ganz gründlich. Ebenso helfen kann das Trinken eines Glases mit Milch oder ein Glas mit stillem Wasser, das mit einem Esslöffel Heilerde versetzt wurde. Es sollte vermieden werden, in den späten Abendstunden noch etwas zu essen. Vor allem sehr reichhaltige Mahlzeiten können um eine spätere Uhrzeit leichter zu Sodbrennen führen. Sollte das Sodbrennen in der Nacht auftreten, so kann man versuchen den Oberkörper höher zu lagern, da so der Rückfluss der Magensäure erschwert wird. Die kann entweder durch ein weiteres Kissen geschehen oder auch durch ein höher stellen des Kopfteils am Bett. Was schon von vielen Schwangeren festgestellt wurde, ist, dass ein Teelöffel Senf, den man nach dem Essen zu sich nimmt, das Sodbrennen verhindern kann.

Allerdings ist nicht bekannt, warum der Senf eine solche Wirkung hat. Auch in der Akupressur kann man eine Linderung des Sodbrennens finden. Mittig des Daumenballens befindet sich der richtige Akupressurpunkt, der für den Magen zuständig ist. Genau dieser Punkt sollte 30 Sekunden lang, recht kräftig, gedrückt werden. Dies sollte nacheinander an beiden Händen geschehen. Sollten alle diese Mittel versagen, ist es auch möglich, sich ein Mittel zu besorgen, das die Säure bindet. Allerdings sollte vor jeder Einnahme von Medikamenten mit dem Arzt gesprochen werden. Sollte dieser nichts dagegen haben, wird er sicherlich ein hilfreiches Mittel empfehlen, wovon es eine große Menge in der Apotheke zu bekommen gibt. Hilfreich könnte aber auch die Homöopathie sein, um das Sodbrennen zu lindern. Auch hier gibt es unterschiedliche Globuli, worüber man sich am besten in der Apotheke informieren sollte.

Falls Sie noch gar nicht schwanger sind, aber den Wunsch spüren, ein Kind zu bekommen, ist es möglich mit einem einfachen Fruchtbarkeitskalender, die Schwangerschaft gezielter ins Visier nehmen zu können.

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