Sonnenschutzcreme für Kinder | Worauf achten und welche Sonnenschutzcreme ist die Richtige?

Sonnenschutzcreme für Kinder

Sonnenschutzcreme für KinderDie Haut von Kindern ist besonders empfindlich und sie vergisst keinen Sonnenbrand. Aus dem Grund benötigen unsere Kids einen wirksamen Sonnenschutz. Es ist zudem bewiesen, dass 80% aller Sonnenbrände vor dem 18. Lebensjahr verursacht werden. Dabei erhöht jeder Sonnenbrand später deutlich das Hautkrebsrisiko.

Kinderhaut kann nicht so gut mit einem Sonnenbrand umgehen, wie die Haut eines Erwachsenen. Sie ist um ein vielfaches dünner und produziert nur wenig Melanin zum Eigenschutz. Eltern sollten daher schon frühzeitig mit dem Sonnenschutz beginnen, jedoch ist das gar nicht so einfach bei den zahlreichen Angeboten an Sonnencremes. Bei der Auswahl muss bedacht werden, dass der Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme nur ein Richtwert ist. Wie viel die Sonnencreme den Eigenschutz erhöht, sollte übrigens vorher ausgerechnet werden. Grundsätzlich sollten Babys und Kinder bis zwei Jahre nicht der Sonne ausgesetzt werden. Die Kinder sollten im Schatten schlafen und spielen und auch dann sollten sie noch zusätzlich mit leichter Kleidung geschützt werden. Babys unter einem Jahr brauchen übrigens noch nicht mit Sonnencreme eingecremt werden, denn es wurde nicht ausreichend geprüft, wie sie sich auf der empfindlichen Haut auswirkt.

Sonnenschutzregeln für Kinder

Für die Kleinen ab zwei Jahren gilt grundsätzlich die 4-H-Regel. Das bedeutet, Hut, Hemd, Hose und Sonnenmilch mit mindestens Lichtschutzfaktor 30. Kinder sollten zwischen 11.00 Uhr und 15.00 Uhr im Schatten oder im Haus bleiben, um die direkte Sonne komplett zu vermeiden. Die Mittagssonne ist sehr aggressiv und nicht nur für Kinder gefährlich. Kinder sollten leichte und weite Kleidung sowie einen Hut tragen. Die Sonnenstrahlen sollten nicht mehr als Arme und Beine erreichen.

Generell gilt es zu beachten, dass dunkle Kleidung mehr schützt als helle Kleidung. Durch ein schwarzes oder blaues T-Shirt dringen nur wenig UV-Strahlen. Ein helles T-Shirt hingegen lässt etwa 20 Prozent der Strahlen durch. Außerdem ist auch das Material der Kleidung wichtig, wobei Baumwolle mehr schützt als Kunstfasern. Des Weiteren sollten Kinder auch im Schatten Sonnencreme auftragen, denn UV-Licht wird in alle Richtungen reflektiert. Es ist ebenfalls sinnvoll, die Augen der Kinder mit einer Sonnenbrille zu schützen. Zudem ist es wissenswert, das Wasser und Wind nicht vor UV-Strahlung schützt, auch wenn es den Anschein hat.

Die beste Sonnenschutzcreme für Kinder

Kinderhaut muss besonders gut geschützt werden, denn sie ist sehr empfindlich. Aus dem Grund sollten beim Sonnenschutz keine Kompromisse eingegangen werden. Die Sonnencreme sollte einen hohen Lichtschutzfaktor von 30 haben und wasserfest sein. Kinder die hellhäutig sind und rote Haare haben benötigen sogar Lichtschutzfaktor 50+. Generell sind Produkte empfehlenswert, welche nicht die Haut austrocknen. Cremes und Lotionen sind hierbei besser geeignet als Gele oder Präparate auf Alkoholbasis. Des Weiteren sollte die Sonnencreme dermatologisch getestet sein, gerade wenn Kinder unter Allergien leiden. Die Inhaltsstoffe, wie z. B. Konservierungs- und Duftstoffe sowie einige Emulgatoren können Unverträglichkeitsreaktionen auslösen, wenn sie mit der Sonne in Verbindung kommen. Bevor irgendeine Sonnencreme erworben wird, sollten sich Eltern ausreichend über die Produkte informieren, und zwar mit kritischem Blick auf die genannten Kriterien.

Kinder richtig mit Sonnenschutzcreme eincremen!

Während damals noch empfohlen wurde, Sonnencreme 30 Minuten vor dem Sonnenbaden aufzutragen, ist das Heute nicht mehr nötig. In der Regel enthalten alle Sonnencremes auch mineralische UV-Filter, welche sofort nach dem Auftragen wirken. Bei Sonnenschutz gilt grundsätzlich: Mehr ist auch mehr!

Sonnencreme sollte immer großzügig aufgetragen werden. Wenn Kinder zu wenig eingecremt werden, wird der angegebene Lichtschutzfaktor nicht erreicht. Für den kompletten Körper eines Kindes werden etwa 15 gramm Sonnencreme oder Sonnenmilch benötigt. Bei den Sprays sollten Eltern allerdings besonders vorsichtig sein, denn sie sind sehr dünnflüssig und müssen dicker aufgetragen werden. Die Sonnencreme sollte nicht komplett in die Haut eingerieben werden.

Die Wirkung ist übrigens besser, wenn die Creme im dünnen Film aufgetragen wird. Wie bereits erwähnt, sollten Kinder auch eingecremt werden, wenn sie unter einem Sonnenschirm sitzen oder der Himmel bedeckt ist. Kinder sollten außerdem regelmäßig eingecremt werden. Gerade nach dem Baden oder Abtrocknen ist es sinnvoll, denn der Lichtschutzfaktor lässt im Wasser oder beim Schwitzen nach. Die Haut der Kinder sollte am Abend mit einem After-Sun-Produkt gepflegt werden, damit die Haut nicht austrocknet. Hierbei ist eine normale Feuchtigkeitslotion optimal geeignet. Sonnencremes sollten jährlich neu erworben werden, es sei denn sie riechen noch einwandfrei. In der Regel wird auf der Flasche angezeigt, wie lange das Produkt verwendet werden kann.

Die Haut benötigt Pausen!

Viele Eltern denken, dass ihrem Kind nichts passieren kann, wenn sie eingecremt sind. Einige nutzen die Sonnencreme regelrecht als Freibrief. Kinder sollten allerdings auch mit Schutz überwiegend im Schatten sitzen, denn vor den UVA-Strahlen können sie kaum geschützt werden. Außerdem ist es auch die Hitze, die der Haut von Kindern zusetzt. Aus dem Grund sollten der Haut großzügige Pausen gegönnt werden, wenn es nicht möglich ist, Kinder im Schatten unterzubringen.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Mauricio Jordan de Souza Coelho

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