Stillen laut Weltgesundheitsorganisation – Warum das Stillen so wichtig ist und wann Babynahrung gut für Ihr Kind ist

Stillen

Jede Mutter besitzt die natürliche Fähigkeit, ihr Kind über das Stillen aus eigener Kraft zu ernähren. Diese Fähigkeit tut nicht nur dem Baby, sondern auch der Mutter gut. So produziert die Hirnanhangdrüse des Babys mit diesem Saugreiz Oxytocin sowie das Stillhormon Prolaktin. Darüber hinaus regt das kräftige Saugen wiederum die Milchproduktion in der mütterlichen Brust an. So ist eine Mutter auch in der Lage, selbst Zwillinge über die ersten Lebensmonate hinweg zu stillen.

Die aktuellen Erkenntnisse der Muttermilch Forschung

Die Forschung und die wissenschaftlichen Erkenntnisse haben gerade Mütter jede Menge Informationen zum Thema Stillen und Muttermilch gebracht. Die natürliche Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse eines Babys abgestimmt. Auch wenn ein wirkliches Nachahmen der einzelnen Bestandteile der Muttermilch nicht möglich ist, haben Sie die Möglichkeit, über Babynahrung Ihr Kind mit den lebenswichtigen Bestandteilen zu versorgen.

Warum ist Muttermilch so wichtig?

  • Muttermilch schützt Ihr Baby vor Infektionen und stattet es mit lebendigen Immunzellen aus. Auf ganz Art und Weise liefern Sie einen Schutz vor gefährlichen Erkrankungen.
  • Diese Bedeutung wird an den aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation deutlich, denn hier hat man herausgefunden, dass die Erkrankungen von mehr als 1,3 Millionen Kinder vornehmlich auf das nicht Stillen einer Mutter zurückzuführen sind.
  • Sie umgehen gefährliche Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel eine Infektion der Lungenwege, die Mittelohrentzündung, eine Entzündung der Harnwege und eine Hirnhautentzündung.
  • Natürlich erkranken auch gestillte Kinder, doch verringert sich das Risiko mit dem Stillen um ein Vielfaches.
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So profitieren Mütter vom Stillen

Auch Mütter profitieren vom Stillen, so kann sich die Gebärmutter schneller zurückbilden. Auch auf mütterlicher Seite treten weniger Infektionskrankheiten auf. Darüber hinaus ist von einem Schutz vor Eierstockkrebs und Brustkrebs die Rede. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass eine Frau, die ihr Baby stillt, auf natürliche Art und Weise wieder zu Ihrem Normalgewicht zurückfindet. Darüber hinaus stärkt Stillen bekanntlicherweise die Bindung zwischen Kind und Mutter auf lange Sicht.

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Stillen regt die Gehirnfunktionen an

Der Jugendarzt Berthold Koletzko aus der LMU in München geht davon aus, dass gerade über eine optimale Ernährung in den frühen Lebensjahren die Basis für eine gesunde Entwicklung gegeben ist. So belegt eine aktuelle Studie der Brown University, dass das natürliche Stillen der Mütter gerade dieser Entwicklung Ihrer Babys anregt. So haben Kinder, die gestillt werden, in den ersten Lebensjahren einen gewissen Entwicklungsvorsprung. Diese Studie hat herausgefunden, dass diese Babys 20-30 % mehr Gehirnsubstanz besitzen als die Kinder, die nicht gestillt werden.

Was versteckt sich hinter der Beikostreife?

Im Prinzip wird sich vielmehr als ein Mythos hinter dem Begriff der Beikostreife verstecken. Also ein wirkliches Stadium, von dem an Ihr Kind in der Lage ist, das Grummeln im Bauch mit etwas anderem als Muttermilch zu stillen. Bedenken Sie, Ihrem Kind ist nicht klar, dass Essen mit dem Löffel oder das Kauen/ Lutschen des Butterbrots, den Hunger stillt. Die Saugreflexe sollten nicht mehr so stark ausgebildet sein. Doch erfahren Sie nur über das Probieren, ob es schon so weit ist. Nehmen Sie sich Zeit für die Einführung von Beikost und passen einen Moment oder Tag ab, an dem Ihr Kind physisch und psychisch gut drauf ist. Die ersten Erfahrungen sollten positiver Natur sein.

Die optimale Säuglingsmilch füttern

Entscheiden Sie sich dafür nicht mehr zu stillen, so gilt vor allen Dingen auf die sachgemäße Zubereitung von Säuglingsmilch zu achten. Ernährungsexperten empfehlen als erste Babynahrung oft trinkfertige Anfangsmilch, wenn diese die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 enthält. Ihr Baby ist immerhin noch nicht in der Lage, selbstständig diese Fettsäuren zu produzieren.

Im Hinblick auf Säuglingsmilch und Babynahrung unterscheiden die Hersteller wie Nestle übrigens zwischen verschiedenen Altersstufen, die im Hinblick auf die Inhaltsstoffe perfekt auf die Bedürfnisse Ihres Babys abgestimmt wurden, wie man bei der verlinkten Seite schön sehen kann. Daher ist es auch kein Wunder, dass sehr viele unterschiedliche Produktgruppen in der Babynahrung existieren und auch noch weiter ausgebaut werden. Zusammen mit den sehr hohen Qualitätsstandards der deutschen Markenhersteller für Babynahrung und eben der breitgefächerten Auswahlmöglichkeiten, gehört die deutsche Babynahrung in der ganzen Welt zu den beliebsten Produkten für Babys. Siehe dazu auch hier auf der Focusseite und hier.

Folgende Komponenten lassen sich hochwertiger Anfangsmilch und Säuglingsmilch finden:

  • Wasser, Magermilch,
  • pflanzliche Fette,
  • pflanzliche Öle,
  • Kalziumcitrate,
  • Milchzucker und
  • Molkeerzeugnis.

Gerade im Hinblick auf die ersten 1000 Lebenstage bilden diese Produkte eine entscheidende Grundlage für eine gesunde Ernährung.

Anfangsmilch vs. Folgenahrung – ein direkter Vergleich

In diesem Zusammenhang lassen sich Anfangsmilch und Folgenahrung voneinander unterscheiden. Auch wenn die Säuglingsmilchnahrung es nicht schafft, die Muttermilch vollständig zu ersetzen, bietet sie ein erhöhtes Maß an Sicherheit im Hinblick auf die Milchnahrung, die selbst zubereitet wird. Eine unsachgemäße Zubereitung von Säuglingsmilch kann schwerwiegende Folgen für die Verdauung Ihres Babys haben. Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, ausschließlich auf empfohlene Produkte von erfahrenen Herstellern zurückzugreifen.

Wann Anfangsmilch geben?

Im Prinzip geben Sie Anfangsnahrung von der Geburt an über das gesamte erste Lebensjahr Ihres Babys. Möchten Sie auf Folgenahrung umsteigen, ist es sinnvoll zu wechseln, wenn Sie mit Beikost anfangen. Doch sorgen Folge- wie auch Anfangsmilch für eine optimale Versorgung Ihres Babys mit den lebensnotwendigen Inhaltsstoffen. Werfen Sie bei der Zubereitung und bei der Zufütterung immer einen Blick auf die Packungsanleitung und die dosierte Menge der Anfangsnahrung. Verwenden Sie – wenn möglich – einen Dosierlöffel, um exakt die richtige Menge zu geben.

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Was sind Probiotika und Präbiotika?

Zugegebenermaßen herrscht derzeit ein regelrecht umkämpfter Diskurs zwischen Probiotika und Präbiotika. Bei Probiotika handelt es sich um Bakterien, die Milchsäure produzieren. Präbiotika hingegen stellen Kohlenhydrate dar, die Ihr Baby nicht verdauen kann. Diese Zusätze sollen gesundheitsfördernde Wirkung haben, die Verdauung anregen sowie Verstopfungen und Magenprobleme sowie Krämpfe vermeiden.

Daran erkennen Sie die passende Anfangsmilch

Sie erkennen die Anfangsnahrung bzw. die Anfangsmilch an dem Aufdruck Pre auf der Packung. Es ist davon auszugehen, dass diese Milchnahrung der Muttermilch am meisten ähnelt. So wurde nicht nur der Eiweißgehalt der Muttermilch angeglichen, sondern vollständig auf Kohlenhydrate verzichtet. Auf einigen Produkten ist die Zahl 1 für die Anfangsnahrung verzeichnet. Im Vergleich zur Pre Nahrung ist hier mehr Stärke enthalten, diese hat eine sättigen Wirkung. Dies macht sich auch in der Konsistenz bemerkbar. So ist die Anfangsmilch 1 etwas dickflüssiger als die Pre Milchnahrung. Sie sollten aus diesem Grund zu einem Sauger greifen, der ein mittig großes Loch besitzt. Die Anfangsnahrung kann über das erste Lebensjahr hinweg gegeben werden.

Wann zur Folgemilch wechseln?

Die Folgenahrung geben Sie ergänzend zur Beikost. So ist es auch nur sinnvoll, diese Folgenahrung mit dem Wechsel zur Beikost einzuführen. Doch entbindet Sie dies nicht von der Pflicht, die Folgenahrung genau nach den Anleitungen des Herstellers zuzubereiten. Direkt auf der Packung erkennen Sie diese an der Ziffer zwei oder drei.

Säuglingsmilch selbst zubereiten?

Deutschlandweit raten Kinderärzte und das Forschungsinstitut für Kinderernährung davon ab, Flaschennahrung für Ihr Baby selbst herzustellen. Auch wenn Ihre Herstellung immer kostengünstiger bleibt, treten vielfach Risiken auf. Es ist nur schwerlich möglich, die perfekte Zusammensetzung, wie die arrivierten Hersteller zu treffen. Selbst wenn Sie sich streng an die Hygienevorschriften halten, ist auch hier die Sicherheit nicht mit den Maßstäben der fertigen Babynahrung gleichzusetzen. Das Risiko für Ihr Baby, an einer Magen-Darm-Infektion zu erkranken, steigt um ein Vielfaches. So ist die Nutzung von Säuglingsmilch nicht um ein Vielfaches bequemer, sondern vor allen Dingen sicherer für Ihr Kind und für eine ordentliche Entwicklung.

Was allergiegefährdeten Babys füttern?

Haben sie vielfach Allergien in der Familie, dann müssen Sie mit einem erhöhten Allergierisiko rechnen und können bereits über die Babynahrung vorsorgen. Achten Sie beim Kauf der Anfangsnahrung auf den Zusatz HA, denn diese Abkürzung steht für hypoallergen. So treten folgende Bezeichnungen im Hinblick auf die geeigneten hypoallergenen Produkte auf: Pre, HA Pre, HA 1 oder HA Start.

Wann mit Babybrei und Zusatznahrung beginnen?

Ist Ihr Kind im Alter von 5-6 Monaten, können Sie mit den ersten Breis und der Zusatznahrung beginnen. Ab diesem Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass ihr Kind mehr braucht, als in der Muttermilch enthalten ist. So sollten Sie nicht nur hier auf Ihr Bauchgefühl hören, denn wenn Ihr Kind von der Muttermilch nicht mehr satt wird und nach mehr Nahrung verlangt, bietet sich der Umstieg auf Säuglingsmilch und Brei an. Woran erkennen Sie eigentlich, dass Ihr Kind bereit ist, den ersten Brei zu sich zu nehmen? Erkennen Sie zudem Kaubewegungen, kann Ihr Baby das Köpfchen selbstständig halten und nimmt ihr Kind regelmäßig an Gewicht zu? Dies sind optimale Anzeichen für den Start mit Babynahrung. Einige Babys beobachten ihre Eltern dabei, wie sie essen und ahmen diese Kaufbewegungen nach. Andere schlafen nachts nicht mehr ruhig und zeigen verstärkte Hungergefühle.

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http://www.elblandbabies.de/unser-baby-ist-da/stillen/warum-stillen-so-wichtig-ist/r-stillen-a-132.html
http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/stillen-muttermilch-a-906487.html
http://www.babycenter.de/a8700/ab-wann-sollte-ich-meinem-baby-seinen-ersten-brei-geben
http://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/flaschenmilch/

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Artikelbild: © panthermedia.net / Alexander Raths

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