Stress in der Schule vermeiden

Stress in der Schule Stress in der Schule
Stress in der Schule

Stress in der Schule

Stress ist in unserer heutigen, stark leistungsbezogenen Gesellschaft ein omnipräsenter Begriff. Er ist ein ständiger Begleiter in Beruf, Schule und Privatleben.

Doch was genau ist Stress eigentlich und wie kann man ihm entgegenwirken? In der Forschung beschreibt Stress die Gefährdung des inneren Gleichgewichts.

Dieser Vorgang wird sowohl durch äußere als auch durch innere Reize ausgelöst, die den Körper zu einer physischen oder psychischen Reaktion zwingt. Eine Stresssituation wird von jedem Menschen stets unterschiedlich definiert. Allerdings sind diese Gegebenheiten immer Situationen, in denen der Mensch davon überzeugt ist, keinen Einfluss auf die Handlung nehmen zu können. Diese Umstände treten meistens zeitnah auf und können nicht vermieden werden. Bei einer Stresssituation werden alle Körperfunktionen gedrosselt, um schnell auf mögliche Gefahren reagieren zu können. Um eine schnelle Handlung gewährleisten zu können, werden Stresshormone wie Adrenalin ausgeschüttet und Atmung und Kreislauf aktiviert.

Stress was ist das?

Diese Funktion ist evolutionsbedingt, da sich der Körper früher mithilfe seiner geschärften Sinne auf Gefahrensituationen vorbereitete, denen er entweder entgegentreten oder aber entkommen musste. Wenn die Stresssituation erfolgreich bewältigt wurde, tritt die Erholungsphase ein, bei der der Körper wieder zur Ruhe kommt. Im Grunde ist Stress etwas Positives, weil er den Menschen zwingt, seine Leistungsfähigkeit in den erforderlichen Situationen zu steigern und somit zur Erzielung besserer Ergebnisse beiträgt. Sollte die Erholungsphase allerdings ausbleiben, kann sich Stress nachteilig auf die Gesundheit auswirken.

Stress im Job

Stressbedingte Erkrankungen sind laut einer Studie für ca. 9 Prozent aller Krankheitstage, die im Beruf genommen werden, verantwortlich.

Weiterhin geht man davon aus, dass 60 Prozent aller Deutschen unter Stress leiden. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die WHO den Stress zur größten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts erklärt hat.

Im Berufsleben kann es mehrere Ursachen für das Auftreten von Stress geben. So kann die Angst um den eigenen Arbeitsplatz, die durch Leistungsdruck und schlechter Wirtschaftslage erheblich ist, dazu führen, dass der Körper nicht mehr im Stande ist, auch wirklich komplett abzuschalten und in den Ruhemodus zu gelangen. Schwieriger wird es sogar, wenn man Haushalt und Beruf unter einen Hut bekommen möchte. Ein Drittel, der unter Stress leidenden Menschen, geben sogar an an, dass sie unter der Doppelbelastung massiv leiden. Durch Überstunden und Kinderbetreuung kommt es meistens zu einem Schlafmangel, der sich sowohl auf die beruflichen Leistungen als auch auf die körperliche Befindlichkeit auswirkt.

Halbjahreszeugnisse: Stress macht Grundschüler krank

Das Gefühl zu viele Dinge gleichzeitig machen zu müssen, führt zu einer Überlastung. Der Stress nimmt übrigens keine Rücksicht auf das Alter, weshalb stressbedingte Krankheiten auch häufig bei Kindern zu beobachten sind.

Stress in der Schule vermeiden

Stress vermeiden

Stress vermeiden

Druck von den Eltern, soziale Probleme, schwer zu bewältigendes Arbeitspensum und körperliche Veränderungen. Schüler werden von vielen Dingen beeinflusst. Da ihr Geist eine große Entwicklungsphase durchmacht, ist er auch empfänglicher für äußere Einwirkungen. Eine repräsentative Umfrage unter Schülern hat ergeben, dass bereits Grundschüler (vor allem Mädchen) zum Teil unter hohem Leistungsdruck leiden.

So gibt jedes dritte Kind an von Hausaufgaben und/oder Unterricht überfordert zu werden. Des Weiteren wünscht sich jedes zweite Kind mehr Erholung. Durch frühes Aufstehen und dem hohen Erfolgsdruck kann es bereits in so jungen Jahren zu Stresserkrankungen kommen.

Überdies wird die Zukunft der Kinder immer früher verplant und in gewisse Richtungen gelenkt, was den Leistungsdruck weiterhin erhöht. Diese Erkenntnisse sind besonders erschreckend, wenn man sich vor Augen hält, dass die Pubertät, die durch körperliche und auch geistige Veränderungen große Stressfaktoren schafft, erst noch bevorsteht.

Stress vermeiden – humorvoll erklärt

Symptome

Typische Beschwerden sind Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen, die wiederholt, aber ohne organische Ursache auftreten. Diese Leiden treten in der Regel morgens, also vor dem Gang in die Schule, oder während der Schulzeit auf und verschwinden, wenn die Kinder zu Hause und somit entspannter sind.

Die Kopfschmerzen könnten allerdings auch eine Folge des Schlafmangels sein.

Die Angst vor dem nächsten Tag und den damit verbundenen Aufgaben verhindert das Eintreten der Ruhephase, sodass der Körper nicht oder nur unzureichend regenerieren kann. Dies führt auch zu Konzentrationsschwächen in der Schule, die sich in schlechten Noten äußern, die den Erfolgsdruck abermals erhöhen.

Eltern sollten darüber hinaus besorgt sein, wenn das Kind plötzlich weniger oder kaum noch etwas isst, weil dies ebenfalls ein Anzeichen für ein psychisches Leiden, wie einer Depression, sein kann. Wenn der Nachwuchs auf normale Situationen übermäßig gereizt reagiert, kann dies ebenfalls ein Ausdruck von Stress sein. Wenn die Anzeichen nicht rechtzeitig erkannt werden, kann es sogar zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Bluthochdruck, Asthma, Magengeschwüren oder einem Burn-Out kommen. Auch bei Kindern.

Keine Chance dem Schulstress

Stressbewältigung

Da die Kinder leider nicht komplett vor Stress geschützt werden können, muss man lernen, diesen bestmöglichst zu bewältigen. Um den Stresslevel so weit wie möglich zu minimieren, ist es ratsam, wenn man für seinen Nachwuchs ein ruhiges Umfeld schafft.

Ein gutes Verhältnis zu Eltern und Verwandten ist dabei ebenso wichtig wie der Umgang mit Gleichaltrigen. Für die optimale Stressbewältigung sind vor allem drei Dinge wichtig.

1. Organisation
2. Sport
3. Offenes Verhältnis zu den Eltern

Eine gute Organisation vor allem mit einem Lehrerkalender oder eben mit einem ähnlichen Zeitplanern, ist ebenfalls von essentieller Bedeutung für die Stressvermeidung. Wie man auf der verlinkten Seite schön sehen kann, sind diese Art der Kalender besonders gut geeignet, den vollständigen Tag und damit auch die Wochen einzuteilen. Wenn Eltern den Kindern beibringen strukturiert und regelmäßig zu lernen, werden sie nicht mehr von großen Aufgaben verunsichert und verlieren einen Großteil ihrer Schulangst. Gute Kalender und Unterrichtsplaner verschaffen dabei eine bessere Übersicht der kommenden Projekte, was auch zu einer Verbesserung der Leistung führt, weil das Kind einzelne Aufgaben entspannter und fokussierter entgegen tritt.

Spielen und Toben

Spielen und Toben

Nach der Schule sollte man den Kindern genügend Freizeit zur Verfügung stellen, damit sie sich von den Strapazen der Schule erholen können. Sport ist hier wohl das beste Mittel gegen Stress (-PDF-). Es ist bewiesen, dass körperlich aktive Menschen ein besseres Denkvermögen besitzen, selbstbewusster und wesentlich ausgeglichener sind.

Die zum Beispiel beim Laufen ausgeschütteten Endorphine lösen die Ängste und führen zu Glücksgefühlen. Einen immer größeren Zuspruch genießen aber auch Entspannungstechniken wie Yoga oder das Autogene Training, das sogar als Psychotherapiemethode anerkannt wird. Ein offenes Ohr ist natürlich ebenfalls von Vorteil. Eltern sollten ihre Kinder so oft es geht nach Erlebnissen des Tages fragen.

Wenn ein Elternteil bemerkt, dass das Kind verhaltensauffällig ist, aber keine Gründe für sein Handeln nennt, dann ist es nicht verboten, sich mit dem Klassen- bzw. Vertrauenslehrer in Verbindung zu setzen.

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