Studienkosten in Deutschland

Warum Bildung noch immer am Geld hängt!

Studienkosten Studienkosten

Das Leben in Deutschland wird immer teurer und so steigen auch die Studienkosten immer weiter an. Viele Studenten leben mittlerweile am unteren Geldlimit, wodurch das Konto gerade am Ende des Monats gerne überzogen wird. Die zu zahlenden Beiträge der Studenten werden jedoch nicht sinnlos ausgegeben, sondern gerade die Universität versucht mit diesen sorgsam umzugehen; was allerdings nicht immer zu gelingen vermag.

Studienkosten

Studienkosten

In Ländern wie den USA, kostet das Studium ein Vielfaches mehr als in Deutschland. Es darf aber trotzdem nicht vergessen werden, dass auch viele deutsche Studenten nebenher arbeiten müssen, um ihr Studium finanzieren zu können, denn auch noch in der heutigen Zeit hängt die Bildung am Geld.

Wer sein Studium schnell und in der Regelstudienzeit abschließen möchte, der benötigt einen gewissen Grad an Finanzierung, damit dies auch erfolgreich gelingen kann.

Studienkosten in Deutschland

Wo genau verstecken sich die hohen Studienkosten für einen Studenten? Zunächst gibt es die ständig anfallenden Kosten, die jeder immatrikulierte Student bezahlen muss. Der Semesterbeitrag ist dabei einer der wichtigsten Kostenfaktoren. Dieser kann, je nach Universität, zwischen 150 Euro bis 400 Euro kosten. In diesem Beitrag, der pro Semester bezahlt werden muss, sind die Verwaltungskosten, der Härtefallfond und ein Beitrag für den Studienausschuss dabei. Natürlich sind dies alles Dinge, von denen der Student profitiert.

Für die Semestergebühr erhalten die Studenten übrigens ein so genanntes Semesterticket, welches innerhalb der Studienstadt gilt, aber auch weitere Strecken beinhalten kann. Durch die große Masse an immatrikulierten Leuten, kann das Semesterticket zu einem Bruchteil des normalen Preises abgegeben werden, sodass Studenten hier viel Geld einsparen können, da ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel sonst eventuell zu teuer gewesen wäre.

Ein weiterer hoher Kostenfaktor sind die Studiengebühren, die jedoch nach und nach wieder abgeschafft werden. Sie sollten ursprünglich dazu dienen, dass die Hochschulen ihr Programm ausbauen können, jedoch waren die Beiträge, die pro Semester zwischen 350 Euro und 700 Euro lagen, so hoch, dass viele Studenten diese nicht bezahlen konnten. Einige mussten sogar ihr Studium durch diese finanzielle Belastung abbrechen, was verdeutlicht, dass gerade Bildung sehr am Geld hängen kann. Dazu haben wir auf vouchercloud.de eine interessante Infografik gefunden.

Kosten eines Studentenlebens

Kosten eines Studentenlebens

Bildquelle: www.vouchercloud.de

Natürlich besteht das Studium nicht nur aus generellen Beiträgen, sondern auch Literatur muss immer wieder neu angeschafft werden. Viele Bücher sind teilweise immer ausgeliehen oder in den Bibliotheken nicht zu finden, weshalb Studenten tief in die Tasche greifen müssen, um die Fachliteratur bezahlen zu können. Nicht nur Linguistik Studenten benötigen viele alte und neue Werke, denn auch Naturwissenschaftler brauchen häufig die neueste Auflage eines Buches, um mit diesem arbeiten zu können. Im Schnitt gibt ein Student um die 100 Euro bis 200 Euro an Büchergeld pro Semester aus. Hinzu kommen noch Kopierkosten, Leihgebühren und weiterer Aufwand, der für die studentische Arbeit von Nöten ist. Bachelor und Master Zeugnisse müssen von der Universität beglaubigt werden, was ebenfalls stark an den Finanzen zehren kann.

Vortrag: Studienfinanzierung am Uni für Einsteiger Tag 2010 am KIT von Oliver Broschart

Hintergrundwissen zum Thema Bildung, Studium und Geld

Bildung und Studium

Bildung und Studium

Die Universitäten in Deutschland sind eng mit dem Staat verbunden, welcher jedes Jahr festgelegte Gelder in die Wissenschaft und Forschung steckt. Nun fragen sich viele Menschen, wieso diese Gelder nicht ausreichen und der Student selbst zur Kasse gebeten wird?

Dies liegt daran, dass der Staat immer etwa eine gleiche Summe gibt, aber die Universitäten jedoch von Jahr zu Jahr immer voller werden. Noch nie gab es in Deutschland so viele Studenten wie 2014 und so muss die Universität versuchen, mit dem wenigen Geld alle Studenten unterstützen zu können. Da das vom Staat erhaltene Geld nicht ausreicht, erheben die Universitäten Semesterbeiträge, um die Lehre finanzieren zu können. Mit Hilfe dieser Studienkosten können Professoren und Dozenten bezahlt werden, welche den Studenten das nötige Wissen vermitteln.

Das Geld dient ebenfalls dazu, neue Bücher für die Bibliothek anschaffen zu können und den Studienausschuss zu unterstützen, welcher sich für die Belange der Studenten einsetzt. Der Härtefallfond ist sehr wichtig, denn mit diesem werden Studenten unterstützt, denen es entweder gesundheitlich oder finanziell nicht so gut geht.

Es ist zu erkennen, dass gerade die Studienkosten deshalb so hoch sind, da nur so das System „Universität“ funktionieren kann. Ohne die Gelder der Studenten und des Staates könnten die Universitäten kein Personal einstellen, welches nicht nur für die Lehre selbst von Bedeutung ist, sondern gleichzeitig an neuen Technologien arbeitet, die der Hochschule später wieder Geld einbringen. Die Universität kann jedoch nicht für das Geld jedoch nicht alle nötigen Bildungsmittel bezahlen, weshalb die Studenten sich selbst die wichtigste Literatur anschaffen müssen und auch bei anderen Gegebenheiten, wie zum Beispiel dem Kopieren oder Drucken, Geld zahlen müssen. Für weitere Infos besuch auch www.studienwahl.de.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net Lisa Wahman
Mitte-Links: © panthermedia.net bowie15

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