U.S. Presidential Election 2012

U.S. Presidential Election 2012

Der Zusammenhang zwischen Litia.de und der amerikanischen Präsidentenwahl 2012 ist auf den ersten Blick sicherlich nicht leicht zu erkennen. Doch es gibt natürlich einen Grund, warum ich jetzt ausgerechnet über die U.S. Presidential Election 2012 schreiben wollte.

Auslöser für diesen Artikel sind die Äußerungen von Rush Limbaugh, einem vorbestraften Radiomoderator, der als inoffizielles Sprechrohr der Republikaner gilt.

Er scheint die Meinung zu vertreten, dass die Pille für die Frau das wahrgewordene Böse ist. Zwar ist ja allgemein bekannt, dass die Amerikaner recht konservative Ansichten vertreten, doch das nun die Antibabypille scharf kritisiert wird, das ist schier schon fast unglaublich. Eigentlich sogar eher lächerlich. Wie soll man das noch ernst nehmen?

Solche merkwürdigen Äußerungen sind nun bereits mehrfach im Wahlkampf der Republikaner gefallen, auch wenn nach entsprechender Kritik nun keiner etwas darüber gesagt haben will. Gott sei Dank werden die Republikaner wohl aber mal wieder nicht ins weiße Haus einziehen können. Zu schlecht geführter Wahlkampf, zu schlechte Kandidaten und dann noch solche Meinungen wie mit der Pille… Ist doch klar, dass die Mehrheit mit solch einer Weltanschauung nichts zu tun haben will.

U.S. Presidential Election 2012

Präsident Obama

Während Obama seinen Job wirklich gar nicht so schlecht macht und umfangreiche Veränderungen bewirkt hat, schauen die Republikaner ziemlich beleidigt zu.

Doch anstatt, dass sie dazulernen, und versuchen eine geregelte Politik zu betreiben, verlieren sie sich in wirren Ansichten und Meinungen, die schon lange nicht mehr in die Zeit passen wollen.

Die Pille sei was schlechtes… Anscheinet können wir schon froh sein, dass Frauen wählen gehen dürfen. 😐

Die momentan beherrschenden Probleme, wie die drohende Zahlungsunfähigkeit der USA, einem möglichen Krieg im Nahen Osten und die Klimaveränderungen sollten eigentlich den Wahlkampf prägen. Da dies für die Republikaner aber anscheinend zu schwierige Themen sind, greifen sie lieber auf ihr eigenes Problem zurück: die Frau und der Sex. Gehört so etwas in den Wahlkampf? Wohl eher nicht.

Anscheinend vertritt man aber die Meinung, dass eine Frau, die die Antibabypille nimmt, gleichzusetzen sei mit einer Hure. Dies kann man jedenfalls einer aktuellen Publikation von der Zeit online entnehmen. Ich musste den Beitrag tatsächlich dreimal durchlesen, um wirklich zu verstehen, was dort gerade vor sich geht.

Die Antibabypille

Die Antibabypille

Wie kann man die Antibabypille als etwas Schlechtes bezeichnen? Bei der ganzen Diskussion geht es auch gar nicht darum, ob es gesundheitliche Nebenwirkungen gibt oder ob einfach der Name der Pille geändert werden sollte.

Ein Verhütungsmittel Antibabypille zu nennen, ist tatsächlich nicht gerade sehr geschmackvoll.

Auch die Gesundheitsrisiken sind nicht unter den Teppich zu kehren. Da wäre sicherlich noch die eine oder ander Diskussion angebracht. Aber nein, es geht vielmehr darum, dass die Frau anscheinend überhaupt nicht verhüten soll. Da fragt man sich doch tatsächlich, in welchem Jahrhundert man eigentlich lebt. Und solche Äußerungen kommen aus einem Industriestaat, der lange Zeit als Land der unbegrenzten Möglichkeiten galt. Das dürfte aber spätestens jetzt der Vergangenheit angehören. Zumindest, wenn es nach den Republikanern gehen würde.

Die Krankenversicherer in den USA

Da kam es gerade nur recht, dass vor ein paar Wochen Präsident Obama das Gesetz auf den Weg gebracht hat, dass die Krankenversicherer in den USA die Pille für Frauen bezahlen müssen.

Meines Erachtens genau das richtige Zeichen, um der Rest der Welt zu zeigen, das ist nicht nur völlig abstruse Einschätzungen zur Sexualität in Amerika gibt.

Natürlich gab es auch entsprechende Gegenreaktionen der Republikaner in Form von Kritik. Doch viel bedauerlicher finde ich es, dass die katholischen Institute in den USA ebenfalls die Pille ablehnen. Wie es heißt, würde es die Religionsfreiheit verletzen. Was für ein Quatsch darf die Kirche eigentlich noch öffentlich publizieren und verbreiten?

Was anscheinend viele Kritiker – auch in der Kirche gerne schnell mal vergessen ist die Tatsache, dass zum Geschlechtsverkehr immer noch ein Mann und eine Frau benötigt werden. Aber über solche Kleinigkeiten nachzudenken dürfte nur hinderlich für die eigene, völlig beschränkte Meinung der entsprechenden Personen sein.

Selbstbestimmung über den eigenen Körper

Die Pille hat die Selbstbestimmung über den eigenen Körper der Frau revolutioniert. Da gibt es nichts weg zu diskutieren oder klein zu reden. Die Frau kann nun selbst bestimmen, wann sie ein Kind bekommen möchte, und ob dies überhaupt jemals gewünscht ist. Dass das einigen Männern nicht so passen will, ist mir schon vollkommen klar.

Komisch also, dass die Pille in einem Industriestaat im Jahre 2012 aus religiösen und moralischen Gründen abgelehnt wird – zumindest wohl von den Republikanern und der Kirche.

Da könnte man ja auch gleich ein Gesetz verabschieden, dass den Geschlechtsverkehr innerhalb der Bevölkerung regelt. Mein Fazit: lächerlicher Wahlkampf von lächerlichen Menschen.

Wie siehst Du das? Ist die Pille ein legitimes Mittel für die Frau, um selbst über ihren eigenen Körper bestimmen zu können oder sollte die Antibabypille tatsächlich verboten werden?

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Alles Liebe
euer Simon

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Über Simon Schröder (1001 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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