Umgang mit dem Geld lernen

Umgang mit dem Geld

In Zeiten von Hartz IV, Kurzarbeit, Zeitarbeit und Mindestlöhnen, ist es besonders wichtig, dass man bereits schon als Kind lernt, wie man mit Geld umgehen muss. Genau dieser Punkt wird jedoch in meinen Augen sträflich vernachlässigt.

Da ist es auch kein Wunder, warum die Jugendverschuldung immer weiter ansteigt. Wenn man bereits als 20 jähriger im fünf- oder sechsstelligen Bereich verschuldet ist, läuft doch in unserer Gesellschaft etwas schief, oder?

In der Schule bekommt man halt nicht beigebracht, wie man ein ausgeglichenes Girokonto zu führen hat. Es werden eher komplizierte Formeln und Berechnungswege in die Köpfe unserer Kinder geprügelt, die man nach der Schularbeit eh wieder schnell vergessen hat.

Wenn wir doch mal wirklich ehrlich sind, werden im Alltag fast ausschließlich nur die Grundrechenarten benötigt. Vielleicht noch hier und da das Prozentrechnen, das war es dann aber auch schon. Alles andere erledigt der Taschenrechner. Wie also bringt man seinem Nachwuchs den Umgang mit Geld bei und wie schützt man seine Kinder vor der Verschuldung?

Ursache der Verschuldung

Ursache der Verschuldung

Wenn man seine Kinder auf das Leben vorbereiten möchte, gehört das Thema Geld immer dazu. Dabei spielt es keine Rolle, ob in der Familie aktuell viel oder wenig Geld vorhanden ist – den Umgang damit sollte das Kind immer erlernen.

Um die Sache richtig angehen zu können, muss man im Vorfeld natürlich wissen, wo überhaupt die Gefahr der Verschuldung herkommt.

Ich glaube, dass das unangemessene Konsumverhalten die Hauptursache der Jugendverschuldung ist.

Mittlerweile dürfte man überall auf Werbung treffen und auf die Suggestion, dass man dieses Produkt unbedingt haben muss. Selbst wenn man gar kein Geld hat, kann man es trotzdem kaufen – man finanziert es. Auch hier bekommt man gerade als junger Erwachsener unglaublich viele Möglichkeiten geboten, sich hoffnungslos zu verschulden. Dabei muss es sich nicht immer um den klassischen Handyvertrag handeln, der gerne als Schuldenursache herangezogen wird.

Schuldenfalle

Ganz oft fängt es bereits bei der Hausbank an. 😐

Zum 18. Geburtstag erhält man ein Glückwunschschreiben seines Kreditinstitutes, wo neben den besten Wünschen für das weitere Leben auch das Angebot unterbereitet wird, dass man ja nun einen Dispokredit bekommen könnte.

In der Regel sind dort Höhen zwischen 500 und 1000 € üblich. Die Strategie dabei dürfte sein, dass ein verschuldeter Kunde nicht so schnell die Bank wechseln wird. Auch die Zinszahlungen bei einem Dispokredit dürften nicht uninteressant sein. Aber auch sonst gibt es ja genügend Möglichkeiten, dass man sich sehr schnell verschuldet. Es gibt die fabelhaften Angebote, dass man bereits jetzt ein Produkt kauft, dies aber erst in drei Monaten bezahlen muss.

Die zwangsläufige Frage, die sich da mir stellen würde ist: “Wenn ich es mir schon jetzt nicht leisten kann, wie soll ich das Geld in drei Monaten aufbringen können?“ Spricht man darauf die betroffene Person an, erhält man meist auch keine richtige Antwort. Also die Ursache der Verschuldung ist relativ klar und eindeutig. Die Konsumgesellschaft ist auf Wachstum programmiert, egal wo es herkommt. Jetzt gilt es also, dass man seine Kinder davor effektiv schützt.

Umgang mit dem Geld lernen

Umgang mit dem Geld lernen

Man kann bereits in sehr jungen Jahren den Umgang mit dem Geld erlernen.

Dennoch würde ich nicht vor dem achten oder neunten Lebensjahr damit anfangen, denn einem Kleinkind im Supermarkt zuerklären, dass die Süßigkeit jetzt hier viel zu teuer ist, finde ich unangebracht.

Man sollte ein Kind auch Kind sein lassen dürfen und man muss nicht von vornherein immer versuchen, alles direkt zu regeln. Wenn das Kind in die Schule geht, halte ich es für ein gutes Alter, dass man ihm den Umgang mit dem Geld beibringt. Dabei gibt es viele Methoden, wie man das machen kann. Eine wirklich tolle Maßnahme ist, dass bereits sehr frühzeitig ein eigenes Girokonto angelegt wird, wo das Kind einen gewissen Betrag jeden Monat gutgeschrieben bekommt.

Also das Taschengeld nicht einfach in die Hand drücken, sondern überweisen. Mit diesem Geld muss dann das Kind seine Wünsche im Monat finanzieren. Dabei würde ich den Nachwuchs aktiv unterstützen und ihm auch zeigen, dass man Preise miteinander vergleichen sollte usw.

leichte Hausarbeit ist ok

Ebenso muss es dem Kind ermöglicht werden, zu dem normalen Taschengeld auch einen Betrag X hinzu zu verdienen.

Natürlich sollen unsere Kinder nicht arbeiten gehen, dennoch kann man für kleinere Aufgaben Belohnungen in Aussicht stellen.

Damit bringt man den Kids sehr schnell bei, dass man für das Geld auch arbeiten muss und das sich Arbeit aber auch lohnt. Ab einem gewissen Alter verstehen dann die Kinder auch, dass man selber als Erwachsener arbeiten geht, um Geld zu verdienen. Das ist meines Erachtens ein elementar wichtiger Schritt in der Kindererziehung.

Auf keinen Fall sollte man versuchen seinen Nachwuchs so lange wie möglich vom Geld fernzuhalten, wie es einige Eltern tun. Die Folge daraus kann sein, dass die Kinder ohne Bezug zum Geld aufwachsen und spätestens, wenn sie auf eigenen Beinen stehen müssen, kommt dann das böse erwachen. Es gibt auch wirklich tolle Fachbücher* zu diesem Thema, die einem bei diesem Punkt der Kindererziehung primar weiterhelfen können. Es gibt noch so viel andere Methoden, wie man den Umgang mit dem Geld seinen Kindern auf eine spielerische Art und Weise beibringen kann. Da würde ich wirklich Portale wie Amazon oder Ähnliches empfehlen, die eine breite Auswahl an Fachbüchern zur Verfügung stellen.

Börsenspiel für Kinder

Börsenspiel für Kinder

Eine bereits komplexere Möglichkeit, um die Thematik Geld seinen Kindern näher zu bringen, sind die Börsenspiele für Kinder. Dass diese Art der Erziehung natürlich nicht mit einem Achtjährigen gemacht werden kann, dürfte dabei jedem klar sein.

Als ein gutes Alter wird so der Anfang der Pubertät festgemacht. Spätestens mit 14 oder 15 sind diese Börsenspiele durchaus empfehlenswert.

Innerhalb eines Börsenspiels kann man mit Spielgeld auf die realen Kursentwicklungen und Aktien setzen.

Dabei hat jede Spekulation wie im echten Leben auch seine Folgen. Entweder kann man Gewinne verzeichnen oder aber man muss Verluste hinnehmen. In der Regel sind diese Börsenspiele auch Runden basiert, und am Ende gibt es dabei eine Art Bestenliste mit Belohnung. Dies ist eine äußerst interessante Lernmethodik, um seinen Kindern auch komplexere Finanzthemen näher zu bringen.

Im späteren Verlauf kann man sich sogar auch durchaus überlegen, ob man mit geringen Beträgen auch in echt handeln will. Man könnte zum Beispiel jeden Monat 50 € vom Kindergeld an die Seite legen und zusammen mit dem Kind dieses Geld dafür einsetzen und sparen. Das hat nicht nur einen enormen Lerneffekt, sondern man besitzt auch noch zusammen mit seinem Kind ein gemeinsames Hobby und darüber hinaus spart man noch etwas Geld an. Viel besser kann man seine Zeit mit dem Nachwuchs glaube ich gar nicht nutzen.

Beratung ist wichtig!

Wer ernsthaft vorhat, das so mit seinem Kind umzusetzen, dem würde ich weitere Informationen dazu empfehlen.

Gute Seiten dazu gibt es genügend im Internet wie es beispielsweise auf Online-Discount-Broker.de zu sehen ist.

Das Portal ist recht bekannt und bietet einem einen einfachen Vergleich von den benötigen Depotanbietern. Das ersetzt aber natürlich nicht eine umfassende Beratung, die man sich im Vorfeld auch geben lassen sollte. Immerhin würde man ja auch mit echtem Geld handeln. Dabei ist es durchaus auch möglich, zu seiner Hausbank zu gehen und mit seinem Kundenberater einmal zu besprechen, was man so vorhat. Dort wird man einem sicherlich auch sagen können, welche Risiken bestehen und wie man diese bestmöglich vermeiden kann.

Ich wünsche euch auf alle Fälle mächtig viel Spaß dabei, und wenn ihr eine größere Summe erwirtschaften konnte, dann meldet euch hier mal. Mich würden ja die Erfolge und aber auch Misserfolge wirklich interessieren.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Alles Liebe
euer Simon

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Über Simon Schröder (1001 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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