Umschulung zur Erzieherin | Warum es oft nicht klappt

Umschulung zur Erzieherin Umschulung zur Erzieherin
Umschulung zur Erzieherin

Umschulung zur Erzieherin

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist unter anderem auch durch die Insolvenz von den Schlecker Filialen deutlich gestiegen.

Da dachte sich unsere Arbeitsministerin, Ursula von der Leyen wohl, wir schlagen einfach zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie hatte die Idee, den aktuellen Mangel an Erzieherinnen zu decken.

Man wollte einen Teil der 25.000 arbeitslosen Schlecker-Verkäuferinnen einfach zu Erzieherinnen umschulen. Dadurch sorgte sie erst einmal für Aufregung. Erzieherin zu sein, bedeutet immerhin wesentlich mehr, als nur mit Kindern zu spielen und auf sie aufzupassen. Ob solch eine Umschulung wirklich für alle Frauen geeignet ist, ist deshalb sehr fraglich.

Schlecker Insolvent: Was ist schief gelaufen? – mex

Von einer Verkäuferin zur Erzieherin. Geht das?

Das Problem mit den fehlenden Kitas kennen wir bereits. Auch wir berichteten darüber, dass gerne mehr Mütter arbeiten wollen würden, sie es aber ohne einen Kita-Platz einfach nicht können.

Das ist für viele Frauen ein nicht zu unterschätzender Grund, warum sie keine Familie gründen wollen. Die Angst den Arbeitsplatz bei einer langen Abwesenheit zu verlieren, ist schlicht zu groß geworden.

Doch bei so vielen arbeitslosen Frauen, dürften sich doch genug Erzieherinnen finden, dachte sich wohl unsere Arbeitsministerin. Durch ihren gewagten Vorschlag, Erzieherinnen im Schnellverfahren auszubilden, sorgte sie allerdings für Empörung. Vor allem natürlich bei den Eltern. Wenn man sich vorstellt, dass eine ehemalige Verkäuferin sich aus Geldnot dazu entschließt, nun Kinder zu erziehen, ist das auch verständlich.

Erzieherin als Beruf

Erzieherin als Beruf

Der Beruf als Erzieherin ist schließlich auch sehr anspruchsvoll und bedarf einer gründlichen Unterweisung. Doch zum Glück muss man vorher auch staatlich geprüft werden, bevor man den Beruf überhaupt ausüben darf. Umso wichtiger ist es, dass er aus eigener Überzeugung und Liebe zu Kindern ausgeübt wird.

Nicht etwa, weil man gerade nichts besseres zu tun hat. Kinder brauchen viel Geduld, Aufmerksamkeit und Verständnis. Da ist es Voraussetzung, dass man ein gewisses Händchen für den Umgang mit Kindern hat. Wer sich das zutraut, der könnte durch ein Praktikum erste tiefere Einblicke in den Beruf bekommen.

Es ist natürlich möglich, solch eine Umschulung auch erfolgreich zu beenden. Dazu gehört jedoch definitiv mehr, als nur der Wille eine Arbeit zu haben. In erster Linie sollte man vor allem Kinder gut leiden können und geduldig sein. Weiteres kann man dann während der regulären Ausbildung lernen. Doch oft klappt die Umschulung zur Erzieherin nicht. Das kann verschiedene Gründe haben. Eine dieser Hauptgründe ist wohl die Ausbildung an sich.

[sws_yellow_box box_size=“640″] Es ist nicht möglich, solch einen Beruf in verkürzter Zeit zu erlernen. Deshalb ist sie vom Ablauf für eine Umschulung genau so konzipiert, wie für jeden anderen Auszubildenden auch. Das ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern verlangt Disziplin und Leidenschaft für einen sozialen Beruf. Nur dann kann auch garantiert werden, dass am Ende die Person wirklich qualifiziert für solch einen Beruf ist. [/sws_yellow_box]

Arbeitslose zu Erzieher umschulen?

Fazit: Da ab dem 1.August 2013 Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem 1.Lebensjahr besitzen, gerät der Staat nun unter Druck. Da ist es außer Frage, dass dringend qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher gebraucht werden.

Eine Umschulung ist erstmals gar nicht so abwegig. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass diese wirklich selbst gewollt ist.

Andernfalls kann es schnell nach hinten los gehen. Das Resultat von Frau von der Leyens Vorschlag wäre, frustrierte Ex-Verkäuferinnen, die aus Geldnot versuchen unsere Kinder zu erziehen. Das will doch nun wirklich niemand, oder?

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Christian Schwier
Mitte-Links: ©panthermedia.net Arne Trautmann

Umschulung zur Erzieherin | Warum es oft nicht klappt
Artikel bewerten

Umschulung zur Erzieherin

Umschulung zur Erzieherin

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist unter anderem auch durch die Insolvenz von den Schlecker Filialen deutlich gestiegen.

Da dachte sich unsere Arbeitsministerin, Ursula von der Leyen wohl, wir schlagen einfach zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie hatte die Idee, den aktuellen Mangel an Erzieherinnen zu decken.

Man wollte einen Teil der 25.000 arbeitslosen Schlecker-Verkäuferinnen einfach zu Erzieherinnen umschulen. Dadurch sorgte sie erst einmal für Aufregung. Erzieherin zu sein, bedeutet immerhin wesentlich mehr, als nur mit Kindern zu spielen und auf sie aufzupassen. Ob solch eine Umschulung wirklich für alle Frauen geeignet ist, ist deshalb sehr fraglich.

Schlecker Insolvent: Was ist schief gelaufen? – mex

Von einer Verkäuferin zur Erzieherin. Geht das?

Das Problem mit den fehlenden Kitas kennen wir bereits. Auch wir berichteten darüber, dass gerne mehr Mütter arbeiten wollen würden, sie es aber ohne einen Kita-Platz einfach nicht können.

Das ist für viele Frauen ein nicht zu unterschätzender Grund, warum sie keine Familie gründen wollen. Die Angst den Arbeitsplatz bei einer langen Abwesenheit zu verlieren, ist schlicht zu groß geworden.

Doch bei so vielen arbeitslosen Frauen, dürften sich doch genug Erzieherinnen finden, dachte sich wohl unsere Arbeitsministerin. Durch ihren gewagten Vorschlag, Erzieherinnen im Schnellverfahren auszubilden, sorgte sie allerdings für Empörung. Vor allem natürlich bei den Eltern. Wenn man sich vorstellt, dass eine ehemalige Verkäuferin sich aus Geldnot dazu entschließt, nun Kinder zu erziehen, ist das auch verständlich.

Erzieherin als Beruf

Erzieherin als Beruf

Der Beruf als Erzieherin ist schließlich auch sehr anspruchsvoll und bedarf einer gründlichen Unterweisung. Doch zum Glück muss man vorher auch staatlich geprüft werden, bevor man den Beruf überhaupt ausüben darf. Umso wichtiger ist es, dass er aus eigener Überzeugung und Liebe zu Kindern ausgeübt wird.

Nicht etwa, weil man gerade nichts besseres zu tun hat. Kinder brauchen viel Geduld, Aufmerksamkeit und Verständnis. Da ist es Voraussetzung, dass man ein gewisses Händchen für den Umgang mit Kindern hat. Wer sich das zutraut, der könnte durch ein Praktikum erste tiefere Einblicke in den Beruf bekommen.

Es ist natürlich möglich, solch eine Umschulung auch erfolgreich zu beenden. Dazu gehört jedoch definitiv mehr, als nur der Wille eine Arbeit zu haben. In erster Linie sollte man vor allem Kinder gut leiden können und geduldig sein. Weiteres kann man dann während der regulären Ausbildung lernen. Doch oft klappt die Umschulung zur Erzieherin nicht. Das kann verschiedene Gründe haben. Eine dieser Hauptgründe ist wohl die Ausbildung an sich.

[sws_yellow_box box_size=“640″] Es ist nicht möglich, solch einen Beruf in verkürzter Zeit zu erlernen. Deshalb ist sie vom Ablauf für eine Umschulung genau so konzipiert, wie für jeden anderen Auszubildenden auch. Das ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern verlangt Disziplin und Leidenschaft für einen sozialen Beruf. Nur dann kann auch garantiert werden, dass am Ende die Person wirklich qualifiziert für solch einen Beruf ist. [/sws_yellow_box]

Arbeitslose zu Erzieher umschulen?

Fazit: Da ab dem 1.August 2013 Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem 1.Lebensjahr besitzen, gerät der Staat nun unter Druck. Da ist es außer Frage, dass dringend qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher gebraucht werden.

Eine Umschulung ist erstmals gar nicht so abwegig. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass diese wirklich selbst gewollt ist.

Andernfalls kann es schnell nach hinten los gehen. Das Resultat von Frau von der Leyens Vorschlag wäre, frustrierte Ex-Verkäuferinnen, die aus Geldnot versuchen unsere Kinder zu erziehen. Das will doch nun wirklich niemand, oder?

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Christian Schwier
Mitte-Links: ©panthermedia.net Arne Trautmann

Umschulung zur Erzieherin | Warum es oft nicht klappt
Artikel bewerten

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*