Versicherungen für Studenten

Versicherungen für Studenten

Obwohl ich schon das eine oder andere Mal über die Situation von Studenten geschrieben habe, ist jetzt wohl doch noch ein weiterer Artikel fällig. Schon öfters wurde ich darauf angesprochen, welche Versicherungen für Studenten denn Sinn machen würden.

Immerhin bekommt man zahlreiche Angebote und man gewinnt schnell den Eindruck, dass dort auch viel unnötiges Zeugs mit bei ist.

Wer jetzt allerdings von mir eine klare Aussage erwartet, was genau man im Einzelfall alles benötigt, den muss ich leider enttäuschen. Wohl aber werde ich eine persönliche Empfehlung aussprechen, was grundsätzlich Sinn machen dürfte und was eher nicht so. Darüber hinaus ist als guter Querverweis im Web die Seite studentische-versicherungen.de zu nennen. Dort sind weitere interessante Tipps und Regelungen veröffentlicht worden.

Bei allen Infos ist jedoch auch noch zu beachten, dass natürlich auch jeder andere Interessen besitzt und auch andere Risikoabsicherungen wünscht. Ein lediger Student völlig anders zu bewerten und abzusichern, als wenn eine alleinerziehende Studentin mit ihrem Kind versichert werden müsste. Falls im Laufe dieses Beitrags Fragen auftauchen, freu ich mich über deinen Kommentar. Vielleicht besitzt Du ja auch noch Tipps, die Du mit uns teilen magst?!

Versicherungen für Studenten

Absicherungen sind sehr wichtig!

Ich bin zwar der Auffassung, dass in unserer Gesellschaft Absicherungen sehr wichtig sind, doch kann man es wie bei allen Dingen im Leben auch schnell mal übertreiben.

Zusatzversicherungen für Zähne oder Policen, die einem bei Krankenhausaufenthalten 20 € am Tag gewähren, sind nicht unbedingt nötig.

Als grundlegende Aussage würde ich aber feststellen wollen, dass folgende Versicherungen für Studenten empfehlenswert sind:

•    Krankenversicherung
•    Haftpflichtversicherung
•    Berufsunfähigkeitsversicherung

Diese drei Produktarten schützen die Gesundheit und aber auch meine Finanzen. Alles andere wie Unfallversicherungen, Rentenversicherungen, Arbeitslosenversicherungen usw. halte ich für entbehrlich.

Bezogen auf die Rentenversicherung ist zu sagen, dass man natürlich nie früh genug mit der privaten Vorsorge anfangen kann, doch gerade als Student dürfte das nötige Kleingeld dazu fehlen. Ebenso ist dabei zu überlegen, ob die klassischen Rentenversicherungspolicen überhaupt das halten können, was sie versprechen.

Achtung Provisionen!

Was viele nicht wissen ist, dass bei einem Abschluss einer privaten Versicherung meistens hohe Provisionen fällig werden, die man über die monatliche Beitragszahlung mit abzahlen muss.

Also sollte der gewählte Versicherungsschutz immer nur so groß sein, wie man ihn auch wirklich benötigt.

Bei der oben erwähnten Haftpflichtversicherung würde ich immer erst einmal die Eltern ansprechen, ob man dort noch mitversichert ist. In der Regel bieten dies die Versicherer an, und so kann man entweder komplett kostenfrei oder sehr kostengünstig bei den Erziehungsberechtigten mitversichert werden. Der Wohnort des Studenten spielt dabei meist keine Rolle.

Rechtsschutzversicherung nicht vergessen

Auch eine eventuell vorhandene Rechtsschutzversicherung ist zu kontaktieren, da es auch für Studenten durchaus Situationen gibt, wo der Gang zum Anwalt nicht vermieden werden kann.

Man möge nur mal an die Schriftsätze für den Einspruch und Widerspruch beim Kindergeld denken, wenn dort Fehlentscheidungen von der Familienkasse getroffen wurden. Aber das ist ein anderes Thema.

Also die Haftpflichtversicherung und Rechtsschutzversicherung sollte für den Studenten in den meisten Fällen kostenfrei zu bekommen sein.

Lasst euch da von übereifrigen Vertretern nichts anderes erzählen. Am besten klärt ihr das selber mit dem bereits vorhandenen Versicherer ab oder ihr befragt eure Eltern und die rufen dort mal für euch an.

KV und BU für Studenten

etwas verzwickter

Die Situation zur Krankenversicherung ist da schon etwas verzwickter und bedarf einer individuellen Beratung.

Immerhin gibt es umfangreiche Regelungen, wann ein Student familienversichert sein kann, ab welchem Alter er sich selbst versichern muss und auch die Form des Schutzes ist freibleibend.

Die meisten Studenten haben am Anfang die Möglichkeit zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und aber auch der privaten Krankenversicherung zu wählen. Eine Entscheidung ist da nicht immer einfach, außer die Eltern sind Beamte. Aufgrund der Fürsorge vom Dienstherrn sind die Kinder der Beamten in der Regel auch immer privat krankenversichert. Lasst euch da vor Ort von verschiedenen Personen beraten oderinformiert euch in den Fachforen für Studenten im Netz.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Als letzten Punkt ist noch die Berufsunfähigkeitsversicherung zu nennen. Obwohl diese Art des Schutzes eine recht teure Versicherung darstellt, ist sie dennoch absolut empfehlenswert.

Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung sichert im Krankheitsfall und aber auch nach einem Unfall den eigenen Lebensstandard ab. Zwar besitzen wir in Deutschland soziale Sicherungssysteme, die einem auch ohne aktives Einkommen das Überleben sichern können, doch wird wohl kaum einer von uns freiwillig auf Hartz IV Niveau absinken wollen.

Zwar ist einem oftmals die Gefahr der Berufsunfähigkeit gar nicht bewusst, doch ist sie täglich um uns. Verursacht man selber einen Autounfall oder stürzt im Alltag zu Boden und verletzte sich so stark, dass man seinen zukünftigen Beruf nicht mehr ausüben kann, steht man vor dem finanziellen Ruin. Ebenso verhält es sich mit schlimmen Krankheiten. Genau dafür ist dann die Berufsunfähigkeitsversicherung dar und fängt dieses Risiko ab.

eine günstige Berufsklasse

Als Student genießt man übrigens eine günstige Berufsklasse und zahlt daher im Vergleich zu einem normalen Arbeiter oder Angestellten sehr geringe Prämien.

Achte auch darauf, dass die versicherte Leistung in keinem Fall unter eurem benötigten monatlichen Budget liegt.

Ich habe schon oft Policen gesehen, wo nur 500 € als Berufsunfähigkeitsrente vereinbart wurden. Das bringt einem natürlich herzlich wenig, da man mit dieser Leistungshöhe noch immer auf dem Niveau der Sozialhilfe liegen wird.

Auch ist darauf zu achten, dass die Versicherungsbedingungen keinerlei Verweise beinhaltet. Diese können die abstrakten und konkreten Verweisungen sein, und sind zum deutlichen Nachteil des Versicherungsnehmers – also euch! Ich habe euch in den Worten mal verlinkt, was das genau heißt und warum man es vermeiden sollte.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Falls noch Fragen auftauchen sollten oder jemand einen guten Tipp hat – immer her damit. Ich freu mich über jeden Kommentar.

Alles Liebe
euer Simon

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Über Simon Schröder (1003 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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