Was bedeutet die Abkürzung BErzGG?

Abkürzung BErzGG

Das Bundeserziehungsgeldgesetz, kurz BErzGG, trägt diesen Namen seit dem Jahr 2001. Es wurde im Jahr 1985 auf den Weg gebracht und hieß damals Gesetz zum Erziehungsgeld und zur Elternzeit.

Die Bestimmungen wurden kontinuierlich zum Wohle der Betroffenen geändert. Zuletzt geschah dies im Jahr 2006 und das BErzGG in seiner jetzigen Fassung gilt seit dem 01.01.2007.

In den Paragrafen 1 bis 14 sind die Grundlagen zum Erziehungsgeld verankert und in denen von 15 bis 21 die der Elternzeit. Besonders vor Wahlen sind unsere Volksvertreter sehr darum bemüht, dass sie Verbesserungen vorschlagen und dabei versprechen, dass sie diese im Falle eines Wahlsieges umsetzen. Schauen wir mal, wie es sich mit dem BErzGG entwickeln wird.

Das Bundeserziehungsgeldgesetz & die Familienpolitik

Bundeserziehungsgeldgesetz

Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise sind Familien mit Kindern auf staatliche Hilfen angewiesen. Politiker nutzen diese Tatsache und thematisieren das gerne in ihrem Wahlkampf.

Das Wohl von Eltern und ihren Kleinen und ihre Unterstützung sollten der gesamten Bevölkerung am Herzen liegen. Unnötige Debatten, die teilweise diskriminierend sind, führen kaum zum friedlichen Miteinander der Generationen.

Das BErzGG führt sehr genau aus, wer Anspruch auf ein Erziehungsgeld hat. Das sind zunächst alle Väter und Mütter, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Ebenfalls müssen sie mit dem Kind im gleichen Haushalt leben und dürfen keiner oder lediglich einer verminderten Erwerbstätigkeit nachgehen. Dass sie dabei ihren Zögling selbst betreuen und erziehen, sollte selbstverständlich sein. Wichtige Ausnahmen von diesen allgemeinen Regeln sind im BErzGG verankert.

Der gravierendste Einschnitt bei der am 01.01.2007 in Kraft getretenen Änderung ist die Tatsache, dass das Elterngeld auch von angestellten Vätern und Müttern in Anspruch genommen werden kann. Zu den Neuerungen kam ebenfalls, dass dem Gesetz ein neuer Name gegeben wurde. Es hieß fortan offiziell BEEG, Bundeselterngeld und Elternzeitgesetz. Der Begriff BErzGG ist allerdings immer noch geläufig und jeder weiß, was damit gemeint ist.

Betreuungsgeld für Hausfrauen?

Betreuungsgeld für Hausfrauen

Mit Spannung verfolge ich seit Tagen die Debatten über das Betreuungsgeld für jene Väter und Mütter, die ihr Kind nicht in eine Einrichtung geben können oder möchten.

Ist es nicht bedenklich, dass Milliarden für Rettungsschirme bereitgehalten werden und die Unterstützung von Eltern nicht zu finanzieren ist?

Kritiker aus allen Bereichen berechnen dabei die Kosten für den Steuerzahler. Niemand wagt sich allerdings, dass er den Nutzen ebenfalls in Zahlen belegt. Das Wort Herdprämie, welches in diesem Zusammenhang häufig genannt wird, ist meiner Meinung nach nicht vertretbar.

Eine Besonderheit des BErzGG soll in diesem Beitrag nicht vergessen sein. Das ist der Anspruch auf Elternzeit, den auch Heimarbeiter und Auszubildende haben. Falls sich Vater oder Mutter zur betreffenden Zeit in einer Ausbildung befindet, dann profitieren auch sie von dem Recht auf Elternzeit. Diese darf ihnen nicht zur Dauer der Berufsbildungszeit hinzugerechnet werden.

Wahrnehmung des BErzGG

Bei Heimarbeitern gilt, dass der Auftraggeber oder ein Zwischenmeister zur Wahrnehmung des BErzGG verpflichtet ist.

An die Stelle des sonst erforderlichen Arbeitsverhältnisses tritt hier das Beschäftigungsverhältnis.

Es spielt keine Rolle, ob es sich um den Begriff BEEG oder BErzGG handelt, Väter und Mütter brauchen die Unterstützung des Staates mehr denn je. Kinder stehen für Zukunft und Nachhaltigkeit. Es ist nicht nachvollziehbar, warum so viele sich gegen Hilfen für Familien aussprechen.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Alles Liebe
euer Simon

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Über Simon Schröder (1003 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

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